Scherbe mit Buchstaben

Hallo zusammen, ich habe heute beim Spaziergang am Altrhein bei Wesel, eine Scherbe mit Buchstaben auf dem Acker gefunden, die ich zuerst aufgrund ihrer optischen Beschaffenheit für einen Stein hielt, jedoch ist sie relativ leicht weshalb ich Stein doch ausschließe. Sie ist auch auf der Unterseite etwas gewölbt, es könnte also vielleicht sogar mal eine Schale gewesen sein? Vielleicht hat ja jemand eine Idee dazu oder eventuell schon Ähnliches gesehen?! 



Kommentare

  • hnshns User
    bearbeitet 19. April #2
    Wenn es leichter ist als ein typischer Stein vergleichbarer Größe (man kann auch die Dichte mit Waage und einem Wasserbecher mit Skala bestimmen) denke ich an Schamott: https://de.wikipedia.org/wiki/Schamotte#Geschichte
    Damit wäre auch die Schrift auf dem "Stein" plausibel. Könne also aus dem Ofenbau stammen.
  • Hallo,
    und wie so oft, die Frage nach der Größe!
    Wenn das da im Hintergrund ein Taschentuch ist, dann muss die Schrift ja winzig sein. 
    Also bitte eine Größenangabe oder noch besser Fotos mit einem Maßstab nachreichen, sonst bleibt es beim Rätselraten.  ;)

    Gruss 

    Schilli-san 
  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    zum Entziffern der Buchstaben kippe ich meinen Monitor nicht, den Hals verrenken mag ich auch nicht.
    Kurzum Du darfst (!) die Buchstaben entziffern und hier hinschreiben 😉

    Gruß

    Jürgen


    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • monisch5monisch5 User
    bearbeitet 19. April #6
    So, ich hab mich nochmal an besseren Bildern versucht. 
    Der ganze „STEIN“ hat folgende Maße : B 6cm
    T 1,5cm
    H 4,5 cm
    Die oberen Buchstaben sind genau 1cm groß, die unteren 0,7mm.
    Wenn ich die Buchstaben richtig deute dann steht da:
    O N  MEY
    DAM FZIE
    SL 

    schilli-san
  • Das ist der Stempel einer Dampfziegelei, die Buchstaben in der zweiten Reihe lassen sich ergänzen. Möglicherweise ist die Scherbe also ein Teil einer Dachpfanne.
    In Ziegeleien wurden alle möglichen Baustoffe aus Ton hergestellt. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden die dazu notwendigen Maschinen nicht mehr mit Pferdekraft, sondern mit Dampf angetrieben, daher dann die Bezeichnung Dampfziegelei.
    Vielleicht gab es unter den vielen Dampfziegeleien ja möglicherweise eine, die von einem Anton Meyer gegründet worden ist (erste Buchstabenreihe). Im Internet wird ein 1882 erteiltes Patent für einen speziellen Ziegel einer Ziegelei Meyer aus Schweringen erwähnt. Vielleicht lohnt es ja, hier weiter zu recherchieren, um der Herstellungsfabrik auf die Spur zu kommen.
    RandomHHschilli-san
  • Noch ein Tipp:  Unter dachziegelarchiv.de sind hunderte Hersteller historischer Ziegel aufgelistet.
    RandomHHschilli-san
  • Hallihallo,

    Siria schrieb:
    Noch ein Tipp:  Unter dachziegelarchiv.de sind hunderte Hersteller historischer Ziegel aufgelistet.

    Und genau da fnd ich die Firma Cornelius Meyboom aus Wesel:


    Volltreffer! :)

    Gruss

    Schilli-San



    RandomHHSiriakurti
  • Super, dann habe ich ein Stück Dachziegel gefunden ☺️ Vielen Dank für die Hilfe🙂
    schilli-san
  • monisch5 schrieb:
    Super, dann habe ich ein Stück Dachziegel gefunden ☺️ Vielen Dank für die Hilfe🙂

    Immerhin ein möglicherweise hundert Jahre alter Dachziegel! ;)

    Gruss

    Schilli-San
    RandomHH
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