Bearbeitetes Basaltfragment

Hallo und guten Tag, ich bin kein intensiver Sammler oder Hobbyarchologe habe jedoch immer ein Interesse an Historie und seit meiner Kindheit stets ein Auge auf dem Boden. Ich schaue immer nach Bandkeramikfragmenten und habe als Kind sogar schon Faustkeile gefunden, die es bis ins Heimatmuseuum geschafft haben. Außer zur keltischen Keramik habe ich keine signifikanten Kenntnisse zu Fundstücken daher meine Frage: Dieses "Teil" habe ich in Nordhanglage auf einem brach liegenden Feld gefunden. Hier wurde wohl eine Senke begradigt und so auf dem Feld Erde hin- und hergeschoben. Der Fundort befindet sich 400 m von einem Keltischen Steinkistengrab entfernt. Der Ort liegt im hessischen Teil des Westerwaldes. Ich war dort unterweg um nach Scherben zu schauen. Das Fundstück ist aus stark oxydiertem Basalt (in der Region üblich vorkommendes Gestein) und ist deutlich sichtbar "behauen/bearbeitet". Ich freue mich über Hinweise für die ich mich jetzt schon bedanke!

Dieter Bernd

PS...Bilder habe ich in das anhängende Worddok. kopiert.
st1.docx 308.8K

Kommentare

  • ......nochmal dieBilder auf diesem Wege.
    S1.jpg 138.6K
    St2.JPG 111.4K
    st3.jpg 46.2K
  • Moin Dieter,

    vielleicht kannst du ja mal nachschauen, ob in dem Steinkistengrab noch andere behauene Steine zu sehen sind. Wenn ja, würde ich darauf tippen, dass dein Fund von dort stammt. Obwohl ich gelesen habe, dass bei keltischen Steinkisten eher keine behauenen Steine Verwendung fanden.

    Da der Stein relativ klein ist und eine flache Seite hat, habe ich keine Vorstellung, was das vorstellen könnte.

    Aber vielleicht kommt ja noch wer mit mehr Ahnung. ;)
  • Deka67Deka67 User
    bearbeitet 31. Mrz #4

    Hallo zusammen,

    ich habe das „Teil“ einem in einem  hiesigen Heimatverein auch in historischen Dingen interessierten und erfahrenen Mitglied gezeigt.  Er ordnete das recht sicher als Holzspaltkeil zu. Diese Funde sind in Waldrandlagen des Westerwaldes häufiger zu machen.

     Dieses Material war unbegrenzt regional verfügbar und somit auch viel günstiger als Metallkeile. Die Haltbarkeit war begrenzt. Diese leicht herzustellenden Hilfsmittel wurden wohl wurden oft nur einige Male verwendet und verblieben dann einfach am Ort der Fällung. 

    Zum genauen Alter kann er nichts sagen. Er vermutet jedoch, dass der Keil nicht antik ist. Diese Hilfsmittel wurden im hiesigen Raum bis ins 19 Jahrhundert verwendet. Ich freue mich dennoch über den Fund, der einen Platz in meiner Vitrine erhält.



    SvenHornRandomHH
  • Danke, dass du uns informiert hast!
  • Hallo Deka67,

    sorry, dass ich Deine Anfrage so spät gesehen habe. Trotz der schon recht befriedigenden Auskünfte könnte es meiner Ansicht nach auch ein Reibsteinfragment sein, da Du schriebst, eine Seite sei abgeflacht. Bei Ausgrabungen in Apulien sind eine Reihe von Basaltartefakten (Mühlen, Reibsteine und anders) aus der Zeit des 1. Jahrtausends .v. Chr. gefunden worden. Ich habe eine Aufnahme aus dem Depot in Ascoli Satriano angefügt. In der ersten Reihe weit rechts ist ein Bruchstück eines Reibsteins zu sehen, das Deinem Fund recht ähnlich ist. Vielleicht hilft das?


  • h_ulrich52 schrieb:
    Hallo Deka67,

    sorry, dass ich Deine Anfrage so spät gesehen habe. Trotz der schon recht befriedigenden Auskünfte könnte es meiner Ansicht nach auch ein Reibsteinfragment sein, da Du schriebst, eine Seite sei abgeflacht. Bei Ausgrabungen in Apulien sind eine Reihe von Basaltartefakten (Mühlen, Reibsteine und anders) aus der Zeit des 1. Jahrtausends .v. Chr. gefunden worden. Ich habe eine Aufnahme aus dem Depot in Ascoli Satriano angefügt. In der ersten Reihe weit rechts ist ein Bruchstück eines Reibsteins zu sehen, das Deinem Fund recht ähnlich ist. Vielleicht hilft das?


    Alle Reibsteinfragmente, die ich kenne, sind nicht eben abgeflacht, sondern durch das Reiben konkav geschliffen, je nach Gebrauchsdauer und Steinmaterial leicht bis stärker.
    Die Deutung des Fragments als Spaltkeil erscheint mir sehr realistisch.
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