Werkzeuge oder nur Geröll?

Hallo zusammen,

das ist meine erste Anfrage hier und ich hoffe ich mache alles richtig :)

Ich habe in den letzten Wochen ein paar Funde an einem Strand in der Nähe von Greifswald gemacht (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Ich bin leider (noch) Laie, und aufgrund der relativ hohen Zahl an Funden in kurzer Zeit bin ich unsicher ob es sich hierbei tatsächlich um steinzeitliche Werkzeuge handelt. Ich habe aus diesem Grund alle Funde auf die Bilder gelegt, gerne mache ich noch Einzelaufnahmen.

Meine Vermutung ist:

Obere Reihe v.l.: die ersten beiden sind Faustkeile, liegen sehr gut in den Hand. Das dritte Teil könnte so etwas wie ein Löffel sein, es scheinen auch Bearbeitungsspuren sichtbar zu sein.

Untere Reihe v.l.: das erste Teil könnte ein Messer sein, zu den anderen beiden fällt mir nichts ein, ich finde die Form nur unnatürlich.

Gemeldet habe ich die Funde noch nicht. 

Danke und Gruß

Henry


Kommentare

  • BucentaurBucentaur User
    bearbeitet 25. September #2
    Hallo Henry,

    da musst Du auch nichts melden denn es handelt sich um natürliches, völlig unbearbeitetes Gestein.
    Wenn ich die Fotos richtig interpretiere handelt es sich um stark kalkhaltiges Gestein welches zur Werkzeugherstellung und Verwendung desselben völlig ungeeignet war, da zu weich. Außerdem sind keinerlei Bearbeitungsspuren zu erkennen.
    Ich empfehle direkt den Gang ins Museum um die Ausstellungsstücke einmal genau zu betrachten und mit den gemachten Funden direkt zu vergleichen, dann wird Dir der Unterschied auch auffallen.

    Bucentaur
    Post edited by Bucentaur on
  • a.brunna.brunn Halle (Saale)Admin
    @Bucentaur meinte natürlich:
    Bucentaur schrieb:
    ... völlig ungeeignet war, da zu weich.

     :) 
    Bucentaur

    Mit besten Grüßen,
    Andreas Brunn

    www.archaeologie-online.de

  • Hallo zusammen.
    Ich hätte, rein vom Anschauen der Bilder, auch darauf gedeutet, dass es sich um rein natürliches Gestein handelt. Da gebe ich @Brucentaur recht.
    Wenn dich weiter in die gesamte Materie einliest und informierst, könntest du mit einem qualitativ hochwertigen Mikroskop sogar die Art des Gesteins bestimmen und damit auch Rückschlüsse auf deine zukünftigen Funde schließen. Ich verlinke dir gerne einen Artikel über Mikroskope, falls du daran interessiert bist, dir eines zuzulegen und dich darüber zu informieren: https://www.hobbylux.de/mikroskop-test/#Wo_kommt_ein_Mikroskop_am_haeufigsten_zum_Einsatz

    Ich hoffe, ich konnte dir damit vielleicht auch etwas weiterhelfen  :)
  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    ...

    Ich hoffe, ich konnte dir damit vielleicht auch etwas weiterhelfen  :)

    noch besser weiterhelfen würdest Du, wenn Du Anleitungen und Vergleichstabellen dazu lieferst,
    wie ich nun mit meinen Mikroskopen (Durchlicht-Labormikroskop und Stereo-Auflichtmikroskop)
    Gesteine bestimmen kann.

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • Hallo,

    vielen Dank für eure Antworten. Ja ich bin halt noch Anfänger auf dem Gebiet, aber sehr interessiert. Ist natürlich schade wenn es nur natürliche Formationen sind, bei dem einen Stein sehe ich allerdings doch Bearbeitungsspuren. Oder? Ja es ist wahrschenlich Kalk oder Kreidegestein (?), als Werkzeug sicher zu weich, aber gab es denn keine Alltagsgegenstände aus Stein? Man könnte mit dem gut in losem Sand graben, zum Beispiel.

    Grüße

    Henry
  • BucentaurBucentaur User
    bearbeitet 3. October #7
    Hallo,
    und nein, Natur pur. An dem Stein sind keinerlei Bearbeitungsspuren vorhanden.
    Es ist mir immer ein Rätsel wie ihr darauf kommt, daß man damals vielleicht damit z.B. gut Sand graben konnte. 

    Zeig mir ein vergleichbares Stück aus dem Museum oder in der Fachliteratur, Du wirst keines finden.

    Bucentaur
    Post edited by Bucentaur on
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