Ist das ein Werkzeug?

Guten Tag!
Ich habe vor einiger Zeit einen Stein gefunden, der auf mich (keine Fachfrau!!) den Eindruck eines Werkzeugs macht. Er ist ca. 9 cm lang x 5 cm breit und 4cm hoch. Ich vermute aus Quarzit.
Er ist seitlich, oben und an der Spitze abgeflacht. Diese Stellen sind glatt. Die untere Fläche ist eindeutig abgeschliffen und besonders glatt. Auch die hintere Fläche scheint abgeschliffen zu sein.
Ich habe den Stein in unmittelbarer Nähe eines Großsteingrabes (Teufels Backofen) in Vehrte bei Osnabrück gefunden. Der Stein lag dort einfach rum und fiel mir wegen der glatten Flächen auf.
Ich würde mich über eine Einschätzung sehr freuen!
Dankeschön und viele Grüße!

Kommentare

  • SvenHornSvenHorn LeipzigUser
    Hallo,

    ja, der Stein sieht aus wie ein Schlagstein aus dem Neolithikum bis Bronzezeit. Ganz sicher kann man das aber an Hand der Bilder nicht sagen. 
    Das dafür bevorzugte Gestein war Quarzit. 

    Viele Grüße
  • Hallo, darf ich auch miträtseln?
    Kann es sein, dass da Ocker- oder Rötelspuren dran sind?
    Gruß einer fragenden Annelinde

  • Liebe Annelinde,
    es sind tatsächlich rötliche und auch gelbliche  Verfärbungen am Stein! Worauf tippst Du? Auf mich macht er den Eindruck, als ob etwas damit gemahlen wurde. Die Abflachungen sind dafür perfekte Griffmulden.
    Ich bin gespannt!
  • Hallo FennahMoor, ich bin selbst noch grün hinter den Ohren was die Archäologie betrifft, aber neugierig. Wir müssen warten bis die Expertinnen deinen Stein entdecken.

    Bis dahin könntest du dir den Artikel "Fundsache Homo erectus" von 2012 hier unter 'Recherche' raussuchen. Darin sieht man einen Stein, der eine ähnliche Färbung aufweist. So bin ich auf die Idee gekommen, es könnten Rötelspuren dran sein.
    Falls das nicht zusammenpasst, haben wir wenigstens was gelernt.
    Gute Grüße, Annelinde
    Szkutnik
  • Hallo,

    die Abflachungen sind meines Erachtens natürlichen Ursprungs, dies erkennt man am besten am zuletzt gezeigten Foto und zwar an der rechten, abfallende ungleichmäßigen Fläche. Die Verfärbungen sind auch keine Rötelspuren sondern Eisenoxyde, wohl teils auch durch Kontakte mit landwirtschaftlichem Gerät. Ich gehe davon aus das dieser Stein möglicherweise aus einem nahegelegenen Flusslauf stammen könnte. Bei Lesefunden , die von einer landwirtschaftlichen Fläche stammen würden sich über die Jahrtausende wohl kaum künstl. Verfärbungen erhalten können. Völlig anders sieht es natürlich mit ergrabenen Artefakten aus die seit der letzten Nutzung an Ort und Stelle verblieben.

    Bucentaur
    StoneManRandomHH
  • Meines Erachtens scheint der Stein keine menschzugefügte Verformungen zu haben, ganz normaler Gestein.
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