Alte Vermessungstechnik, Rechter Winkel, Pyramiden

Hallo an Alle, 
Bin neu hier und würde gerne mithelfen.
Bin gelernter Bootsbauer und beschäftige mich schon lange mit experimenteller Archeologie. 
Viele wundern sich, wie man mit einfachen Mitteln  genaue rechtwinklige Bauwerke und Vermessungen ohne neuste Technik erstellen konnte. 
Ich möchte mein Wissen weitergeben.
Wohne in Hamburg und würde es bei einem Freifeldversuch es Euch gerne zeigen.
Skeptiker mit moderneren Messintrumenten sind erwünscht.
Werde nur Schnur und Holz benutzen.
Grüße Chris Szkutnik 

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Kommentare

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    das ist ja mal eine perfekte Begrüßung - Willkommen hier.

    Sicher ein interessantes Thema. Pyramiden habe ich noch nicht gebaut, auch keine Boote.

    Bin auch kein gelernter Holzwurm, die Bearbeitung von und mit Holz macht mir aber Spaß.

    Für den rechten Winkel in meinem Garten benötige ich selber auch nur ein Stück Holz und mache das "3-4-5-Dreieck" :)

    Für den Bau meines Gartenhauses kam auch die Schnur zum Einsatz, als Lot und
    auch mal für ein großes "3-4-5-Dreieck".

    Gruß

    Jürgen




    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • Moin Chris...und willkommen hier...

    für einen Besuch wohne ich leider zu weit weg... bin aber auch kein Skeptiker. :):smile:
    Bei meinen Bauvorhaben regiert auch das Simple...
    Den armen Altvorderen die Fähigkeiten abzusprechen, mit einfachen Mitteln phantastische Dinge zu bauen, versuchen hier leider immer wieder Leuts...
    Wir hatte hier schon Plasmastrahlen, Antigraviheber und den gesammelten Pseudoquark...
    Schön wenn Du den Nachweis für die Fähigeiten der vergangenen Kulturen bringst!

    Gruß
    Irminfried


  • Hi, danke Euch,
    Habe Euch eine Skizze angefertigt, damit auch weiterwegwohnende es testen können.
    Es ist ein 100% Verfahren. Die Maße sind nur zufällig gewählt.
    Die 345 Methode funktioniert nur in kleineren Maßstäben. Und wird mit Schnur ungenau. Ist aber sehr gut.
    Bei der Methode die ich Euch in der Skizze vorstelle wird die mittlere Schnur über den Daumennagel freigleitend von der oberen zur unteren Schnur geführt.
    Es sollte einigermaßen Windstill sein.

    Grüße Chris

  • SzkutnikSzkutnik User
    bearbeitet 9. January #5
    Hi,
    Sollte die Datei sich nicht öffnen lassen, sende ich sie Euch gerne per Email zu.
    Post edited by Szkutnik on
  • kurtikurti User
    bearbeitet 9. January #6
    ;Szkutnik

    Sie läßt sich mit "Rechtsklick" öffnen als PDF oder im neuen TAB. Bei letzterem kann man sie im Uhrzeiger umdrehen und die Zeichnung horizontal lesen.
    Ich versuche gerade Deine Gedanken nachzuempfinden !  ;)

    Gruß
    Kurti


  • kurtikurti User
    bearbeitet 9. January #7
    ;Szkutnik

    Nachtrag:

    Ich habe mal einen Screenshot gemacht. Ich erkenne allerdings den Witz an der Sache nicht ???  B)  
  • Hi kurti,
    Danke Dir fürs drehen.
    Was ist unverständlich?
    Erkläre es gerne
  • ;Szkutnik 

    Unverständlich ist da nichts. Nur mit einem Zirkelschlag geht es einfacher, denn dafür brauche ich keine parallelen Linien wie bei Deiner Methode !

    Gruß
    Kurti
  • 3 im gleichen Abstand gespannte Schnüre, die obere hat Einteilungen. Die mittlere ist die Übertragungsschnur.
    F ist Zugkraft , x ist Abstand der Schnüre.
    Schnur oben ist mit gleichen Abständen vormarkiert und kann mit Schnur mitte identisch auf Schnur unten übertragen werden. Es ergeben sich 100% Rechtwinklige Winkel und somit eine Kopie von Schnur oben zur Schnur unten.
    Grüße Chris 
  • Diese Technik wird heute immer noch im Bootsbau angewendet um Spanten rechtwinklig zur Mitschiffsline auszurichten und Maße von einer Bordseite zur anderen zu Übertragen.
    Gruß Chris 
  • Zirkelschlag funktioniert nur in kleineren Maßstäben, 
    Versuche es bei 20 Meter oder mehr.
    Mit Schnur wird es nicht funktionieren, da diese einen gewisse Dehnung ähnlich eines Gummibandes hat.
  • Technisch gesehen bei einer Schnur wäre es F1~F2~F3~F4 für einen Zirkelschlag mit einer Schnur.
    Somit für 20 Meter und weniger schon ungenau.
  • SzkutnikSzkutnik User
    bearbeitet 9. January #14
    Die Methode die ich hier beschrieben habe ist ähnlich dem Zirkelschlag, der Unterschied liegt darin, daß durch die parallelen im gleichen Abstand immer die gleichen Zugkräfte entstehen,solange sie freigleitend (Fingernägel, Umlenkrolle ) ausgeführt werden.
    F1=F1`
    F2=F2`
    F1+F2=F1`+F2` wenn der gleiche Abstand zur Mittellinie eingehalten wird.
    Dadurch ist a5 identisch zu a5` gespiegelt und bildet einen bei Verbindung von a5 mit a5` einen 100% 90° Winkel.

    Grüße Chris 
    Post edited by Szkutnik on
  • kurtikurti User
    bearbeitet 10. January #15
    ;Szkutnik

    Hallo Chris,

    ich glaube Dir ja, dass man so heute noch Boote vermißt. Für die gekrümmte Bordwand ist das auch von Vorteil.
    Ansonsten fällt es mir schwer zu glauben, dass sich bei diesem System die Elastizität der Schnur (Seil) weniger auswirkt als beim Zirkelschlag wie ihn sich die meisten Wissenschaftler vorstellen. Es gibt aber noch ein anderes Problem.
    ;Szkutnik schrieb:
    ....wenn der gleiche Abstand zur Mittellinie eingehalten wird.
    Genau ! Ich glaube nicht, dass die Ägypter in der Lage waren auf eine solche Strecke zwei Seile gestrafft parallel zu installieren.
    Die erste Schnur mußte gespannt werden und dann der Abstand für die parallel verlaufende abgemessen werden.
    Halte ich den Maßstab nur etwas schräg dann ist die Genauigkeit vorbei. Eine Schnur läuft dann schräg zur anderen und die Schnittpunkte liegen nicht mehr genau gegenüber, um einen 90° Winkel zu bilden. Dazu bräuchte ich einen Winkel, um den Abstand der beiden Seile korrekt zu gewährleisten. 
    Sicher kann ich einen Holzwinkel von 2x2m über einen Kreis herstellen. Den Kreis kann ich genau mit Brett und Nägel in eine ebene Fläche ritzen. Mit diesem Brett könnte ich aber auch genau so akkurat einen Zirkelschlag von 2m machen, denn mehr geben Deine Seile ja als Richtlinie für eine Fluchtausrichtung der Basislänge mittels Peilstäben nicht her.
    Machst Du den Abstand größer, dann wird das Problem mit der Parallelität noch eklatanter.

    Wenn ich einen langen Balken nehme ( 5,6 oder 7 m lang) und haue vorne und hinten einen gespitzten Metallstift herein, dann kann ich auf den Platten des nivellierten Geländes damit den Zirkelschlag  machen und habe eine bis zu 14 m lange Peilstrecke für den weitern Verlauf der ca.230m Basislänge.
    Übrigens kann der Balken ruhig krumm sein, denn die Nägel sind maßgebend und sitzen immer im gleichen Abstand an der gleichen Stelle.
    Ob mit Seil oder Balken, ich denke die vorhandenen Ritzungen im Plattenbelag des Plateaus lassen den Schluß einer Zirkelritzung zu.

    Lies Dir mal diese und die folgenden Seiten zur Nivellierung und Markierung der Cheopspyramide durch.
    Auffällig ist dabei folgende Beobachtung an einer Mittellinie (Nord-Südachse) :

    ZITAT:

    http://www.benben.de/Architektur/Cheops/Cheops22.html

     Unter dem östlichsten Verkleidungsblock befand sich eine Ritzung - sie ist heute nicht mehr zu sehen [ 6 ] - die über die Nordkante hinaus reichte. Nachmessungen hatten ergeben, daß es sich dabei um die in das Pflaster geritzte Nord-Süd-Achse der Pyramide handelte [ 7 ]! Die Ritzung befand sich 115,090 m von der Nordwestecke und 115,161 m von der Nordostecke entfernt [ 8 ]. ENDE

    So ganz stimmt die Ortsangabe nicht ! Der "östliche" Verkleidungsblock kann so nicht stimmen ! ????  B)

    Diese herausragende Ritzung eignet sich hervorragend für die "Zirkelritzung". Ob auch andere Seiten oder Ecken diese vorragenden Ritzungen hatten, ist mangels Pflastersteinen nicht mehr feststellbar.
    Demnach wäre es denkbar, dass man ausgehend von der Mittellinie der Nordseite nach rechts und links den Zirkelschlag machte und so die erste Basisseite von der Mitte der Nordseite ( Ausnordung) aus konstruierte. Jetzt brauchte man nach rechts und links nur die halbe Basislänge abstecken und konnte dann von den Ecken aus die Ost-u.Westseite mittels Zirkelschluß weiterführen.
    Für das Ausrichten mittels Peilpfählen sprechen z.Bsp. die Lochreihen im Felsuntergrund zur groben Ausrichtung, um die zu nivellierende Fläche um den Mittelfels abzustecken.

    Fazit:
    Wie auch in der Fachliteratur zu lesen, weiß keiner nichts genaues, aber das zu 100 % !  :D

    Gruß
    Kurti

  • Ok,
    Wir reden bei einer Pyramide von 100m und mehr. Es funktioniert eine Zirkelschnur bei diesen Dimensionen nicht mehr. Ein Zirkelbrett wird bei diesen Dimensionen auch nur zur Entfernungsmessung gedient haben.
    Nun erweitere ich wie man parallele Linien im großen Stil erstellen kann.
    Mit dem Zirkelbrett. 
    Einfach bei den Endpunkten der Schnur  einen Kreisschlag mit dem Zirkelbrett machen.  Die Position der nächsten Schur berührt nur diesen Kreis . 100% Paralell. 
    Grüße Chris 
  • ;Szkutnik

    ;Szkutnik
    Wir reden bei einer Pyramide von 100m und mehr. Es funktioniert eine Zirkelschnur bei diesen Dimensionen nicht mehr. 

    Das Prinzip ist ja nicht als Zirkelschlag über die ganze Länge der Basis gedacht, sondern nur einige Meter nach vorne und nach hinten. Der Mittelpunkt ist die Ecke der Pyramide. In alle drei Punkte wird ein Peilstab mit Lot gestellt. Das ist dann die richtungsweisende Strecke, die dann durch weitere Peilungen verlängert wird. Wie willst Du sonst eine lange Gerade herstellen  ?

    Deine Zeichnung würde ja nur 2 m Peilstrecke hergeben ! Eine Vergrößerung erfordert einen Winkel für die Parallelmessung.

    Dein neues Prinzip habe ich allerdings nicht kapiert. Wäre eine einfache Handskizze möglich ? Vielleicht hast Du ja wirklich eine geniale Lösung gefunden !!!  o:)

    Gruß

    Kurti


  • @kurti

    Die Maße von 20m und 1m sind nur zufällig gewählt um das Verfahren zu erklären. Verändert ist es nicht, nur erweitert, wie man parallelen bilden kann.
    Aber ich werde Euch eine weitere Skizze anfertigen.

    Grüße Chris 
  • Hi an Alle 
    Hier ist meine neue Skizze.
  • Das gleiche  als .jpg
  • kurtikurti User
    bearbeitet 11. January #21
    ;Szkutnik

    Hallo Chris,

    hat ein bisschen gedauert mit der Antwort. Man muß das ja erst geisterlich verarbeiten !  :D

    Dein System hat leider ein Problem und das ist der Felskern sowohl in der Cheopspyramide wie in der Chefrenpyramide. Deshalb ist ja auch hier die Vermessung durch eine Diagonale nicht möglich.
    Du kannst deshalb nur separat, beidseitig des Felsens auf dem nivellierten und mit Platten belegten Umweg arbeiten.
    Die Nivellierung wird wegen der Aussenverkleidungssteine und der Kernmauer dahinter wohl ca. 5 oder auch 6 m über die Basiskante nach innen reichen. Mehr wohl kaum.

    Ansonsten hast Du natürlich demonstriert, dass man mit Kreisen parallele Linien herstellen kann, aber das kann man auch mit Zirkelschlägen und Kreisbögen. 
    Bei Lichte betrachtet machst Du nichts anderes wie Zirkelschläge und das funktioniert mit der von mir vorgestellten Methode genau so. 
    Ich kann auch bei dieser Methode eine Gerade fortführen ohne Peilung, sondern mit jeweils anschließenden Kreisbögen und ziehen einer Querlinie im 90° Winkel. (siehe Anhang)
    Danach geht es weiter wie begonnen. So kann ich eine fortlaufende “gerade” Linie ziehen  und  die  ist mindestens so genau wie mit Deiner Methode, aber der Aufwand ist weniger voluminös !

    Bei Deiner Methode ist aber zu befürchten, dass es mit so langen, dicken Seilen nicht funktioniert und präzise genug wird.
    Wenn ich mich nicht irre, mußt Du auch für jeden Kreis den Mittelpunkt neu im 90° Winkel festlegen, um die Mittellinie zu ziehen. Einfach am Seil anlegen geht nicht, denn das ergibt das gleiche Problem wie mit dem schiefe Messstab.  Also auch hier sind wieder  "Zirkelschläge" angesagt !
    Wenn Du mit "Ritzlinien" arbeitest, dann mußt Du aber Kreis an Kreis setzen !

    Noch kurz zu der Seilvermessung der Ägypter. Es gibt Wandbilder mit den Knotenseilen und es gibt, gewissermaßen als Grundsteinlegung, vielfach ein Bild mit der Seilspannung durch den Pharao und einen Gott.
    Bauplätze, Mauern, Strassen, Felder usw. wurden  sicher  so vermessen, aber wenn es präzise sein mußte waren wohl  nach grober Vermessung mit Seil und Knotenschnur das Messdreieck, Lot und Zirkelschlag gefordert. Auch die Längenmessung war wohl mit Messstäben genauer.

    Siehe zu diesem Thema:
    Messwerkzeuge und Längenmasse im Alten Ägypten
    Pyramidenbau mit Rampen und Seilwinden – ein Beitrag zur Bautechnik im Alten Reich
    Seite 53

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    darf ich einmal zurück auf LOS gehen ;)
    Szkutnik schrieb:
    ...
    Die 345 Methode funktioniert nur in kleineren Maßstäben. Und wird mit Schnur ungenau. Ist aber sehr gut.
    Bei der Methode die ich Euch in der Skizze vorstelle wird die mittlere Schnur über den Daumennagel freigleitend von der oberen zur unteren Schnur geführt.
    Es sollte einigermaßen Windstill sein.
    ...
    Ich sehe es nicht als Kritik.

    Einerseits schreibst Du, es "wird mit Schnur ungenau" und im selben Zuge verwendest Du für Deine Methode eine Schnur - zudem sollte es sogar ´windstill´ sein.

    Bei meiner Hütte oder der Aufteilung des Grundstückes bin ich im Bereich 5 bis 20 m.
    Beim mir ist weniger Wind als in HH :)

    Wo ist jetzt der Unterschied zur Genauigkeit?

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • Moin Kurti

    Überdenke den Zirkelschlag, er wird sehr ungenau im Freien Feld.
    Wir müssen beide Techniken mit Leuten die sich dafür interessieren experimentel testen.
    Leider ist meine längste Handgefertigte Schnur nur 5m lang.
    Handelübliche Schnur muss daher reichen.
    30m x 30m oder 50m x50m würde ich empfehlen zum ausprobieren.
    Letzteres würde ich bevorzugen, können aber auch gleich 100m testen.
    Dokumentieren und Ergebnisse vergleichen.
    Soll ja reproduzierbar sein.

    Grüße aus Hamburg 

    Chris
  • Hi Jürgen

    Deine Frage finde ich gut.

    Aus meinem Beruf als Bootsbauer und Tiefbauer:
    Ich verwende Schnur zum Linienspannen. Ausschließlich. Nennt sich ja auch Richtschnur.
    Wirst mir aber bestätigen, daß diese sich dehnen läßt. Je nach Feuchtigkeit sogar unterschiedlich.
    Welche genaue Kraft F ich zum Ziehen aufwende kann ich nicht bestimmen.
    Bei 20m sind 40bis 50cm möglich.
    Deswegen kann man nur ungenau einen Zirkelschlag damit machen. Genauer ist ein Zirkelbrett
    Für 345 Verwende ich einen Metermaß und fluchte mit Schnüren.
    Selbst bei der Fluchtschnurr die straff gespannt wurde, wird man beim drüberwegpeilen ein Durchhängen feststellen. Schuld ist Fg.
    Wenn noch Wind dazukommt (quer zur Schnur) (das ist böse) hat man zusätzlich Fw.
    Deswegen  versucht man schnell wie möglich dazwischen Hilfsstangen einzuschlagen.

    Hoffe ich konnte helfen.

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin Chris,

    Zitat StoneMan:
    Für den Bau meines Gartenhauses kam auch die Schnur zum Einsatz, als Lot und
    auch mal für ein großes "3-4-5-Dreieck".

    Ich setze mal den Punkt den ich versäumt habe:
    Für den Bau meines Gartenhauses kam auch die Schnur zum Einsatz, als Lot. (Punkt)
    Und auch mal für ein großes "3-4-5-Dreieck".

    Hätte ich natürlich ausführlicher schreiben müssen - mit Dachlatte o.ä. und Bleistift.

    Zirkelschläge habe ich noch nie machen müssen. Und für Grenzlinien nehme ich auch Schnüre,
    klar recken sich Schnüre.

    Und alternativ zur Wasserwaage kann ich auch mit einer Schlauchwaage umgehen.

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • SzkutnikSzkutnik User
    bearbeitet 12. January #26
    Hi Jürgen

    Alles richtig gemacht  :)

    Hoffe auf Interessierte für das Experiment.
    Schätze ca 4 Stunden für den Versuch. 
    Hoffe, daß auch ein Vemesser mitmacht der das Ergebnis mit neuster Technologie kontrolliert. 
    4 oder mehr  Mithelfer wären Klasse.
    Mit Kontrolle und Klön insgesamt 6 Stunden. 🤣
    Grüße  Chris 

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    E : HH = Schnurlänge > 300 km ...zu weit :/

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • kurtikurti User
    bearbeitet 12. January #28
    ;Szkutnik

    Hallo Chris,

    bei allen Überlegungen sollte man sich immer auch an das halten, was man aus Zeichnungen, im Original oder Schrifttum kennt. 
    Wir kennen Lotwaage und Winkel aus Holz, Messstäbe und Ellen wie lange Knotenseile und die Zwölfknotenschnur (Tripel )

    Mit den bekannten Hilfsmittel kann ich z.Bp. Zirkelschläge machen, nivellieren und Strecken peilen. Für den 90  Winkel kämen also in Frage die Zwölfknotenschnur, Zirkelschläge, große Holzwinkel, Messstäbe für ein Tripel und z.Bsp. ein Eckquadrat. Letzteres hat Mark Lehner ja auf dem nivellierten Felsgrund entdeckt wie auch Lochreihen zum nivellieren und peilen.
    Ich erwähne das, weil es schon genügend Experimente mit außergewöhnlichen Hilfsmitteln gibt, die aber letztlich nichts beweisen. 
    Bis jetzt sind wir ja auch in diesem Rahmen geblieben.

    Nun zu Deiner Methode.
    Dein erster Vorschlag hatte den Mangel, dass Du einen 90° Winkel haben mußtest und zwar um einen solchen mittels der Mittelschnur herzustellen. Ging so aber nicht.

    Dein zweiter Vorschlag geht wegen dem Felsen nicht. Nebenbei bemerkt mußt Du dann die Kreise auf der Nord-Südlinie ziehen und dann die Parallele ziehen und hier wieder "auf" dieser den nächsten Kreis ziehen, denn sonst braucht Du wieder den 90° Winkel den Du aber nicht hast.

    Es bleibt also erst mal nur bei der Längenmessung mittels Kreis. Kreisbogen genügt aber ! Was ist da jetzt der Unterschied zu meiner vorgestellten Methode aus der Fachliteratur?

    Du kannst jetzt bestenfalls noch am Endpunkt der Nord-Südlinie Kreise und Parallen ziehen, um dann mittels Deiner Mittelschnur ( oder besser Zirkelbrett ) einen 90 ° Winkel anzusetzen. Jetzt kannst Du Parallele an Parallele konstruieren und jeweils den Zirkelschlag wiederholen und die Schnittpunkte auf den Linien verbinden, um die Basiskante zu erhalten, denn Du hast weder im Westen noch im Osten einen Polarstern !!!
    Überdenke den Zirkelschlag, er wird sehr ungenau im Freien Feld.
    Was unterscheidet jetzt diese Methode von meiner vorgestellten ?????  Im prinzipiellen Prinzip, prinzipiell im Prinzip nichts !!! :p

    Ich bestehe auch nicht auf der Weiterführung der Linie mittels Zirkelschlägen. Hier ist nach wie vor das Peilen der Favorit.  

    Was die Messung anbelangt hat Dorner experimentiert und die Stabmessung war genauer. Stäbe sind ja auch auf Bildern dokumentiert.
    Ich habe das nur demonstriert, um klar zu machen, dass Du nichts anderes machst als Zirkelschläge.  o:)

    Was willst Du also jetzt im Experiment beweisen ? Wenn überhaupt, dann würdest Du beweisen, dass die Zirkelschlag-Methode funktioniert, aber genau das hast Du ja infrage gestellt !  Das Brett oder den Balken hatte ich ja auch schon !!

    Übrigens gibt es in dier Sache schon Experimente von Unterberger. Bekannt sind ja schon sein Wasserbecken und das Hilfsrechteck neben der Pyramide. Nichts davon läßt sich aber bei irgendeinem Bau nachweisen oder geht aus Bildern hervor.

    Du kannst ja mal mit ihm Kontakt aufnehmen. Er wohnt allerdings in Innsbruck !


    Gruß
    Kurti








  • Moin Kurti 


    Zeichnung 1 und 2 sind gleich, einen rechten Winkel verwende ich nicht. Ich konstruiere mit der Schnur einen rechten Winkel.
    Die 2. Skizze ist nur erweitert, wie man parallelen erstellen kann, sowie die Entstehung eines Quadrates.
    Es ging mir erst mal nur um eine Methode, die mit Sicherheit die wenigsten kennen. Die ich aber weitergeben möchte. 
    Das Hindernis Fels hast Du eingebaut. Würde mit der von mir erwähnten, nicht getesteten Alternative in meiner 2. Skizze aber machbar sein. Kreativität bei Hindernissen vor Ort.

    Es geht um genauste Vermessungstechnik mit einfachen Mitteln.

    Die Ägypter haben es bewiesen mit Ihrer 100% Genauigkeit bei der Einmessung der Pyramiden. Das hat mich fasziniert.

    Mir ist persönlich nur aufgefallen, daß die aus meiner Bootsbauerlehre stammende Technik der genauen Winkelkonstruktion bei solchen größeren Bauwerkseinmessung sehr gut anwendbar ist und auch genauste Ergebnisse liefert. 
    Ihr wisst ja, daß ich inzwischen länger Tiefbauer bin, habe damit sogar einen Bauleiter und Vermessungstechniker zum Staunen versetzt. Der Vermesser kam 2 Tage zu spät, und ich hatte alle Punkte 100% eingemessen. Er hatte alle Punkte mit seinem Digitalteodoliten nur noch bestätigt.
    Die Baugrube war übrigens ca 45 m lang. 

    Die von mir vorgestellte Technik wird auch verloren gehen, wenn ich sie nicht weitergebe. 
    Deswegen möchte ich sie durch experimente Archeologie weitergeben und Vorort erklärbar machen.

    Grüße an Alle 

    Chris





  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin Chris,

    Szkutnik schrieb:
    ...
    Mir ist persönlich nur aufgefallen, daß die aus meiner Bootsbauerlehre stammende Technik der genauen Winkelkonstruktion bei solchen größeren Bauwerkseinmessung sehr gut anwendbar ist und auch genauste Ergebnisse liefert.
    ...
    da wäre mal die Quelle interessant, aus der die Bootbaulehre ihr Wissen zieht.

    Mir persönlich ist nämlich aufgefallen, dass viele Menschen meinen, wir Jetztmenschen wären doch genial - was wir alles erfunden haben.

    Wie oft haben die gestaunt, wenn ich denen unsere Altvorderen etwas nähergebracht habe.

    Da staunte eine Dame, als ich ihr die römische Fibel erklärte und, dass unsere Sicherheitsnadel eben nicht von uns erfunden wurde.


    Römische Fibel, Ende 1. Jhd.



    Oder wenn ich denen ein 3000 Jahre altes Steinbeil zeigte - und siehe da, die Form wie unsere Beile.




    "Es begann mit der Technik", Pierre Honoré



    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • SzkutnikSzkutnik User
    bearbeitet 12. January #31
    Moin Jürgen

    Genau richtig geschrieben. 
    Dieses Konstruieren wie ich es beschrieben habe kennen auch nicht alle Bootsbauer.
    Habe es auch noch nie in den wenigen Bootsbaubüchern gefunden. 
    Selbst mein damaliger Berufsschullehrer (Gymnasium Lehrer der nur durch seine Praktika sein Fachwissen erlangte, er durfte überall in den Werften nur Propfen bohren ;)  )hat diese Methode als Falsch abgetan. Mit Bemerkungen, daß ich ein Idiot und dumm sei.
    Klar, daß dieser beim Rektor von mir geladen wurde und eine Abmahnung erhalten hat.

    Nun, die Werft in der ich gelernt habe, ist die Bootswerft Empacher in Eberbach
    Ursprünglich war die Werft in Königsberg angesiedelt. Auf Grund der Flucht aus Königsberg zum Ende des WK2  wurde die Werft in Eberbach ansässig und baute wieder Boote.

    Diese Technik wurde von Handwerker zu Handwerker beigebracht.

    Möchte nicht, daß sie verloren geht. Die Digitalisierung schreitet voran. Nicht umsonst nennt es man das Verlorene Jahrhundert.


    Grüße aus Hamburg Chris 
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