Pannonische Glanztonware und TS Fragmente

Hallo zusammen!
Nach längerer Zeit habe ich mich wieder mit dem Fundmaterial des Vaters meines Schwiegersohnes befasst und dabei ganmz nette Sachen zu Tage gefördert. Nun möchte ich diese den Experten auf dieser Seite vorstellen - siehe Fotos:

Foto 1-3: Pannonische Glanztonware-Fragmente eines größeren Gefäßes mit eigenartiger Struktur; 3 Fragmente wieder zusammengefügt. Einzelne Stücke ca. 8 x 7 cm - zusammengefügt . 20 cm  x 17,5 cm

Foto 4 und 5: TS Bodenfragmente eines Teller oder Platte mit Töpferstempel - kann jemand den Stempel entziffern? Größe des Fragments

Vielleicht kann mir jemand mehr dazu verraten/erzählen?
Schon heute einmal ein kräftiges "DANKESCHÖN"!

Sandbergkelte

Kommentare

  • Hallo Sandbergkelte,
    vorausgeschickt sei, daß ich im Bereich Keramik nicht so bewandert bin. 😬 Aber der Stempel ist als "Octavi (und ein seltsames Zeichen, von dem ich zuerst dachte, es wäre ein F)" lesen.
    Bin dann durch ein bißchen googlen und über ein paar Verlinkungen zu einer Datenbank des RGZM gekommen. Dort finden sich Einträge zu Keramiken mit diesem Stempel, die in Italien und Frankreich gefunden wurden.
    Der Töpfer deines Scherben heißt (oh Wunder) "Octavius" 😉 und hat wohl im 1. Jh. n. Chr. in Zentralitalien produziert. 

    Zur Verdeutlichung hab ich mal - ich hoffe, das ist rechtlich in Ordnung - einen Ausschnitt des Eintrags beigefügt. 

    Soweit von mir. 



    kurti
  • kurtikurti User
    bearbeitet 28. November #3
    ;Sandbergkelte 

    Hallo Sandbergkelte,

    der Stempel "OCTAVI" dürfte wohl gelöst sein. Bei den anderen Fragmenten vermute ich Wand-oder Deckenverkleidungen mit rückseitigen "Putzhaftrillen"  oder sonstige "Haftrillen" für einen Materialauftrag !?

    Gruß
    Kurti


  • Herzlichen Dank für Eure Meinungen!

    @Reeholz:
    Kannst Du mir bitte den link zu Octavius schicken?

    Das eigenartige/seltsame Zeichen nach dem Namen habe ich zuerst auch für ein F = fecit gehalten, doch dann wieder verworfen. Auf der Abbildung ist nun super zu sehen, dass es kein F ist.

    @kurti:
    Diese Putzrillen bzw. Haftrillen, wie Du diese Rillen  bezeichnest sind auf der gebogenen Außenseite, daher denke ich, dass es sich dabei um Verzierungen auf einem Gefäß handelt. Aber wer hat solche Verzierungen  auf PGW gemacht?
    Schaue Dir nochmals die Fotos weiter oben an, vielleicht kannst Du mir doch noch mehr sagen!

    Grüße
    Sandbergkelte


  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    Sandbergkelte schrieb:
    ...

    @kurti:
    Diese Putzrillen bzw. Haftrillen, wie Du diese Rillen  bezeichnest sind auf der gebogenen Außenseite, daher denke ich, dass es sich dabei um Verzierungen auf einem Gefäß handelt. Aber wer hat solche Verzierungen  auf PGW gemacht?
    Schaue Dir nochmals die Fotos weiter oben an, vielleicht kannst Du mir doch noch mehr sagen!

    das kann man auf den Fotos nicht richtig erkennen - nur der, der das Ding in der Hand hat kann es sehen.

    Aus diesem Grunde muss man von einem Objekt immer (!) drei verschiedene Ansichten zeigen, damit sich der Betrachter am platten Monitor ein 3D-Bild bilden kann.

    Bei Keramik kommt es auf die Kontur (Bogen, Silhouette) an und zudem auf die Bruchkante,
    um die Magerung des Ton zu sehen.

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • kurtikurti User
    bearbeitet 29. November #6
    ;Sandbergkelte

    Hallo Sandbergkelte.

    ich bin in Sachen Keramik nicht der Experte. Sicher gab es, insbesondere im Neolithikum, solche feinen Kamm-Muster, aber ich kenne sie nur als "erkennbare" Muster im Zickzack usw.

    Da sind jetzt unsere Potteryfreaks gefragt.  ;)

    Mache bitte die entsprechenden Fotos wie sie StoneMan oben fordert und schon sieht man genau was es nicht ist !!!  :D

    Gruß
    Kurti

    Nachtrag:

    An einigen  Fragmenten spätantiker, pannonischer Keramik scheinen mir solche "musterlosen" Kammrillen erkennbar !?
    Post edited by kurti on
  • Danke Kurti!

    Werde versuchen das Ding von mehreren Seiten zu fotografieren.

    Gruß

    Sandbergkelte

  • Hallo zusammen!
    Ich habe nun versucht noch einige Fotos zu machen darauf kann man die Bruchkante sehen,
    um die Magerung des Ton zu erkennen.
    2 Fotos der Wölbung mit diesen Kammrillen!
    Und ein Foto wo man im unteren Teil auch so ähnliche Kammrillen sehen kann
  • kurtikurti User
    bearbeitet 29. November #9
    ;Sandbergkelte 

    Hallo Sandbergkelte,

    da sich die Kommentare in Grenzen halten melde ich mich noch mal.  o:)

    Es deutet alles daraufhin, dass es sich um pannonisch-norische Keramik handelt, die schon ähnlich in der Hallstattzeit gefertigt wurde und auf der spätlatenischen Feinstrichware beruht, die man bis in die römische Zeit herstellte.

    ZITAT Seite 49
    Bei der Keramik handelt es sich in erster  L inie  um die typische latène-zeitliche Kammstrichware (Abb. 77..............Der Kamm-strich setzt unterhalb des Randes (Rippe oder Kehle) an und  ist in verschiedenen Arten als zonaler, gebündelter und gekreuzter Kamm-strich vertreten. ENDE

    Schau Dir folgende Links mal an. 
    Über das verschiedene Material geben die Links ebenfalls Auskunft. 
    Vielleicht kann ja hier noch einer über das Material was sagen und verfügt über ein Fachbuch mit eindeutigen Abbildungen.
     
    Spätkeltisches Kammstrich Dekor (mit + anklicken und vergrößern )
    Feinstrich Keramik Hallstatt
    Feinstrich Keramik Latenezeit
    Gruß
    Kurti
  • Hallo Kurti!
    Vilen herzlichen Dank für die Links, ich werde diese übers Wochenende studieren!
    Schönes Wochenende und viele Grüße
    Sanbergkelte

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