Stein Platte mit Löchern was kann das sein

Frage mit Antworten
hallo zusammen ich habe diesen Stein beim wandern gefunden in der Türkei kann mir einer sagen was es bedeutet 

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  • Hallo Faruk,
    ich würde sagen, dass die Löcher/Vertiefungen natürlich entstanden sind. Auf Kalkstein (der Fels sieht so aus) kann es bei Regen und stehendem Wasser zu runden Auswaschungen kommen. 
  • RandomHHRandomHH User
    bearbeitet 15. August #3
    So ganz natürlich entstanden sieht das für mich nicht aus. Zumal zwischen den Mulden/Schälchen Verbindungslinien zu erkennen sind. (Ich habe bei dem Foto mal den Kontrast erhöht, dann sieht man das besser.)

    Bei uns im Norden kennt man sowas als Schalenstein:

    Ob es solche steinzeitlichen Artefakte auch in Anatolien gegeben hat, habe ich so schnell im Internet nicht finden können.

    Kannst du den genauen Fundort dieser Felsplatte angeben?
    Post edited by RandomHH on
  • Hallo und erst mal danke für die schnelle Antwort ja es ist in Yozgat und es ist nicht natürlich entscheiden weil es wirklich Verbindung zwischen den Vertiefungen gibt hier hab ich noch was für euch relativ neben einander auf der Steinplatte wenn man genau hinschaut sind viele kleine Kreuze 
  • Hallo Faruk,

    auf deinen neuen Fotos kann ich leider keine Kreuze erkennen. ;)

    Aber ich denke, dass dein Fund für Archäologen interessant sein könnte. Es gibt noch einen alten wissenschaftlichen Artikel (70er Jahre) zu solchen Steinen mit Löchern/Mulden in der Türkei. Und bei einer Ausgrabung in der Nähe von Göbekli Tepe hat man ebenfalls Steine mit Löchern/Mulden gefunden.

    Aber dieses Thema scheint noch nicht so präsent in der Archäologie. Benutze doch mal Google, um türkische Institutionen für Archäologie zu finden – und schicke ihnen deine Fotos!
    Faruk
  • RandomHHRandomHH User
    bearbeitet 15. August #6
    Nachtrag: Die bei Archäologen international gebräuchlichen Begriiffe für diese Löcher sind "cup marks" und "Cupules". ;)

  • Und was sollen die bedeuten ?
  • kurtikurti User
    bearbeitet 16. August #8
    ;RandomHH 

    Hallo Barbara,

    ich widerspreche Dir ja nur ungern, aber ich glaube nicht an "Schalensteine". Wenn, dann kalkige, fossile Einschlüsse deren Hohlraum mit Sediment gefüllt ist. Bei den beiden  größeren sieht man deutlich, dass das Loch kleiner und vertieft weiter geht. Außerdem sind manche Löcher oval oder gar knochenförmig.
    Auch die anderen Aufnahmen zeigen m.E. eine natürliche Verwitterung. Die "Kreuze" (?) könnten z.Bsp. noch verdeckte Einschlüsse sein !?

    ;Faruk 

    Ich denke, dass Du mal bei einem entsprechenden Fachforum nachfragst. Schau mal hier rein !

    Gruß
    Kurti

    Nachtrag:

    Ich habe zum Thema ein interessantes PDF gefunden. Hier wird auch auf "natürliche" Schalensteine eingegangen.

    http://www.ssdi.ch/Uebersicht/Schalensteine.pdf
    Post edited by kurti on
    reeholz
  • "cup marks" beschreibt auf Englisch diese von Menschen gemachten Vertiefungen in Steinen. Oft bringt es mehr Ergebnisse, mit englischen Begriffen zu suchen.

    "Cupules" ist ein lateinischer Ausdruck, den ich in einer Publikation für diese Vertiefungen gefunden habe.

    Beide Begriffe habe ich dir angegeben, falls du selber weiter recherchieren willst. Denn "Schalenstein" wird als Bezeichnung nur in nördlichen Gebieten verwendet.
  • Hallo zusammen 
    also bin jetzt seit einigen Tagen unterwegs und habe an mehreren Stellen das gleiche gesehen laut denn Dorfbewohner soll hier vor vielen Jahren eine Kloster gewesen sein aber glaube nicht das dass miteinander was zutun hat viele sagen das es früher auch fiele verschiedene Volker hier gelebt haben von Römern und viel weiter vor Christus es haben auch viele Staturen und Gold gefunden ich habe selber römisches Geld gefunden auch andere sehr interessante Sachen 
  • ;Faruk 

    Hallo Faruk,

    mit den Klöstern und den gezeigten Funden haben Schalensteine nichts zu tun.
    Ich bin der Ansicht, dass es sich bei Deinen Abbildungen um natürliche Verwitterung handelt.
    Lies dazu meinen obigen Beitrag und die Links.

    Gruß
    Kurti
    StoneMan

  • Für eine Art "Schalenstein" bzw. eine Bearbeitung sprechen aber die relativ deutlichen Linien/Rillen zwischen einigen Mulden. Ansonsten lässt das Foto keine genauere Beurteilung zu. Keine Umgebung, kein Größenvergleich, Gesteinsart nicht auszumachen, Mulden teilweise mit Sand gefüllt... aber interessant sieht das schon aus.

    Das von dir verlinkte PDF kenne ich auch. Das betrifft aber eine andere Kultur. Der von mir gefundene Artikel aus den 70ern betraf Funde in der Türkei. Leider ohne Bildmaterial. Aber mit der Aussage, dass solche Funde noch nicht untersucht wurden. Augenscheinlich bis heute nicht.


  • kurtikurti User
    bearbeitet 22. August #13
    ;RandomHH

    Hallo Barbara,

    sicher ist es  so, dass das Bildmaterial und die Angaben eine Bestimmung nur vage zulassen. Mir ist auffällig an den Schalen, dass sie mit dünnen Löchern ( Kanälen ? ) weiter gehen. Ist für eine Schale ungewöhnlich und mir so noch nicht begegnet.
    In der Vergrößerung sehen die Rillen nicht geritzt oder eingeschliffen aus, sondern eher wie ausgewitterte Einlagerung eines anderen Materials.

    Ich bin da aber durchaus noch belehrbar, ehe ich meine Hand ins Feuer halte !  :D                                                                              
    Ich habe mich mal im Netz umgesehen nach Bildern und Beschreibungen von Schalensteinen in der Türkei und bin in Bild und Text fündig geworden. 

    Westanatolien, Cup-Marken und Zitadellen
    Christina Luke, Chris Roosevelt

    Wenn man sich das Bild betrachtet, so ist da eine gewisse Ähnlichkeit zum Bild von Faruk  gegeben.
    Für einen Vergleich wären aber bessere Abbildungen und Angaben erforderlich.



    Auffallend an dern Rinnen (?) ist, dass sie offensichtlich dem Verlauf "natürlicher" Risse folgen.

    Die Autoren sehen hier "Trankopferschalen"

    Weitere Bilder von Schalensteinen in der Türkei, die beim Anklicken manchmal einen Textbeitrag öffnen, kannst Du hier einsehen. Da sieht man sogar in Skulpturen solche Schalen.

    Interessant ist auch eine Stellungnahme des DAI zu den Schalen auf den T-Pfeilern von Göbekli Tepe.

    ArchäoForum


    ZITAT:
    Was die sog. "Schälchen" in der Oberseite der Pfeilerköpfe betrifft, haben Sie ganz recht - diese sollten sicher auch in dem von Ihnen genannten Kontext Berücksichtigung finden. Neben der auch von Ihnen bereits angeführten beachtlichen chronologischen Distanz zwischen dem Göbekli Tepe und den von Ihnen angeführten Beispielen gibt es im Moment auch berechtigten Grund zu der Annahme, dass diese schalenförmigen Vertiefungen nicht zwingend zum ursprünglichen Konzept der T-Pfeiler gehörten, sondern möglicherweise erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt, als die Anlagen bereits verfüllt waren und nur mehr die Pfeilerköpfe herausragten, hinzugefügt wurden. Dies erschwert eine entsprechende Ansprache und Interpretation natürlich. ENDE

    Vielleicht meldet sich Faruk ja nochmal mit besseren Bildern oder einer Beurteilung aus dem Fachforum ?

    Schaun mer moi, dann sehn mer scho !  B) 

    Gruß
    Kurti





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