Altägyptische Bildhauerei

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  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2018 #123

    Hugin


    das heisst also, dass das Schilf in einem Zikkurat verhindert hat, das dieses an der Basis auseinanderfiel. Kann man also sagen, das Schilf entspricht der Stahlarmierung im heutigen Beton?

    So könnte man die Aussage, dass aufgrund seiner Zugfestigkeit Schilf auch als Anker und Binder in Lehmziegelstrukturen integriert wurde, jedenfalls deuten.
    Andererseits ist nur die Rede davon, dass dadurch Risse beim Setzen verhindert werden sollten. So auch bei Wikipedia und der Autor beruft sich auf eine Menge Fachliteratur.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bautechniken_im_Alten_Ägypten

    ZITAT: Im Mauerinnern finden sich seit der 1. Dynastie gelegentlich in regelmäßigen Abständen Einlagen von Matten, die das Reißen eines Ziegelblockes beim Trocknen und Setzen verhindern sollen. ENDE

    Steinmetz                             

    Hallo Vinzenz,

    was mich viel mehr wundert ist die Übersetzung aus der klar hervorgeht, dass die Fächer mit Schilf gefüllt werden.

    ZITAT: Es wird eine Rampe von 730 Ellen mit einer Breite von 55 Ellen gemacht, bestehend aus 120 Fächern , die mit Schilf und Balken gefüllt sind, mit einer Höhe von 60 Ellen auf seinem Gipfel, in der Mitte von 30 Ellen, sein Teig 15 Ellen, seine Basis von 5 Ellen. ENDE

    Die Frage ist, wieviele Fehlinterpretationen gibt es bei solchen Textübersetzungen dort, wo man den wahren Sachverhalt nicht kennt und nachvollziehen kann !? =:-O

    Wurde Jesus gar nicht ans Kreuz genagelt, sondern mußte zur Strafe ein Kreuz für Barnabas zusammennageln und durch die Strassen nach Golgatha tragen ?  Er war ja gelernter Zimmermann !!!!! O:-)

    Immerhin wissen wir jetzt, dass es Rampen mit einer Höhe von ca. 30m gab. Für das Alte -Reich ist allerdings eine solche Höhe bisher nicht nachgewiesen. Im nachfolgenden Link sind die Reste einer solchen Rampe mit der Unterteilung in Fächer zu sehen. 

    https://www.uni-kassel.de/fb14bau/fileadmin/datas/fb14/Institute/IKI/Stahl-und-Verbundbau/Lehre/Antike-Konstruktionen/Schlitten-und-Rampen.pdf

    ZITAT:  Es gibt keine Hinweise auf Rampen höher als 30 m und das auch nur aus dem Neuen Reich (Papyrus Anastasi) ENDE

    Gruß

    Kurti

  • HuginHugin User
    bearbeitet April 2018 #124

    @Kurti

    Andererseits ist nur die Rede davon, dass dadurch Risse beim Setzen verhindert werden sollten. So auch bei Wikipedia und der Autor beruft sich auf eine Menge Fachliteratur.

    Interesse halber :

    Sind eigentlich Dehnfugen bekannt? Bei so großen Bauwerken, wie z.B. Zikkuraten oder Pyramiden lassen sich Risse ja eigentlich gar nicht vermeiden (z.B. durch Temperaturunterschied zwischen Sonnen- und Schattenseite bzw. Tag und Nacht), es sei denn, man hätte Dehnfugen!

     

    Gruß,

    Hugin

  • @Steinmetz

    Laut meinen Berechnungen beträgt die Neigung der Rampe ~4,77°. Jetzt frag mich aber nicht, welche Steigung die Rampe hat. Das zu berechnen, hat sich mir Dank püttenbecker Abitur nie erschlossen.

    Geht auch ohne Abitur :

    https://rechneronline.de/steigung/

    8,34% (8,34m Höhe auf 100m Weg).

    Hmm, scheint nicht sooo steil zu sein, es sei denn mann wolle einen paar Tonnen schweren Steinblock hinazfschaffen.

     

    Gruß,

    Hugin

  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2018 #126

    Hugin

    Sind eigentlich Dehnfugen bekannt?

     Ich fasse das eigentlich als eine Art Dehnungs-u.Schrumpfungsfuge auf.

    Ich habe mir nochmal Gedanken über die 120 Fächer der Rampe gemacht.   ( manchmal mach ich solche Denkversuche :-D) Ohne zusätzliche ein bis zwei Längsmauern in der Mitte wären das alle 3,10 m eine Quermauer und mit einer Längsmauer alle 7,20 m usw. Das wäre ziemlich viel Mauerwerk !

    Könnte es sein, dass mit den 120 Fächern die Mauerfächer gemeint sind, die mit Schilf, Balken und Lehm verbunden sind. Der Begriff "Fächer" wäre dann so zu verstehen wie bei uns in "Fach-werkhaus" !?

    Gruß

    Kurti

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  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2018 #128

    Hugin

    Steinmetz

    Geht auch mit Abitur von höhere Sonderschule ! :-D

              100 (%)  x 60 (Ellen Höhe)      =        8,33 %

                 720 (Ellen Länge)

     

  • bearbeitet April 2018 #129
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  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2018 #130

    Steinmetz

    Dass bei Lehmbauten mal was reisst und nachgeschmiert werden muss, gehört zum Bauen mit Lehm ja dazu. 

     Hallo Vinzenz,

    deshalb wurde ja Schilf in Abständen mit Lehm eingemörtelt, um beim Setzen und Auftrocknen diese Risse zu vermeiden. Kucke hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bautechniken_im_Alten_Ägypten

    ZITAT: Im Mauerinnern finden sich seit der 1. Dynastie gelegentlich in regelmäßigen Abständen Einlagen von Matten, die das Reißen eines Ziegelblockes beim Trocknen und Setzen verhindern sollen. ENDE

    Wenn dadurch jetzt Fächer entstehen, dann könnten diese mit den "120 Fächern" gemeint sein.

    Gruß

    Kurti

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  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2018 #132

    Steinmetz

    Zu den Fächern habe ich zur Zeit echt keine sinnvolle weiterführende Idee...O.o

    Ich hatte es oben schon mal erwähnt. Woher kommt die Bezeichnung Fach-werkhaus ? :?:

    "........ bestehend aus 120 Fächern , die mit Schilf und Balken gefüllt sind,....." :!:

    Es könnte sich bei den "Kästen, Fächern" also um Verankerungen durch Balken und Setzfugen aus Schilf gehandelt haben, die man z.Bsp. treppenförmig in den hohen Teil der Mauer einbaute.

    In die Lehmziegelmauern von "Medinet Habu" wurden auch Balkenroste zur Verankerung eingebaut. Man könnte sich das dann in der Rampenmauer als eine Art "Fachwerk" vorstellen.

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  • Hallo,

     

    wenn ein schwerer Stein über eine solche Rampe bewegt wird, entstehen lokal große Kräfte, die die Rampe auseinanderreißen. Die könnte man mit eine "Fachwerkkonstruktion" auffangen und ableiten. Gäbe es ein Bild, könnte man einen Statiker fragen.

     

    Gruß,

    Hugin

  • bearbeitet April 2018 #135
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  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2018 #136

    Hugin

    wenn ein schwerer Stein über eine solche Rampe bewegt wird, entstehen lokal große Kräfte,

    Angesichts der Masse, wie sie eine solche Rampe darstellt, war das Gewicht der transportierten Steine weniger relevant. Es war vielmehr das enorme Gewicht der Füllung mit Schutt und Sand was die Mauerwände auseinander trieb. Deshalb die zusätzliche Verankerung mit Balkenrosten und zur Vermeidung von Setzrissen die Schilfmatteneinlagen.

    Trotzdem ist das alles erst mal reine Spekulation, denn der Text hat dem Übersetzer offenbar Schwierigkeiten bereitet ! O:-)

    Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass die Rampe über die ganze Höhe eine Breite von 55 Ellen hatte. Vielleicht ist das mit den 15 Ellen doch anders zu vestehen. :?:

    Was den Statiker anbelangt, so ersetzte man den durch "doppelt und dreifach hält besser" ! :-DSiehe die mächtigen Krag-und Giebelgewölbe.

    Steinmetz

    Man hat Deine Klage wohl gehört !? :-P

    https://www-docs.b-tu.de/dfg-graduiertenkolleg-1913/public/Veranstaltungen/DFG-GRK-1913_Workshop_UndulierendeMauern_20160205.pdf

    Gruß

    Kurti

  • bearbeitet April 2018 #137
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  • bearbeitet April 2018 #138
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  • bearbeitet April 2018 #139
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  • Irgendwie hat sich das ursprüngliche Thema jetzt verlagert… ;-)

    @Steinmetz: Das Tütchen Sahara-Sandstaub kannst du für deine Poliererprobungen behalten. Ich habe mir für meine Zwecke schon etwas abgezweigt. Ich dachte mir schon, dass dieser „Sand“ nur für abrasive Zwecke im allerfeinsten Bereich zu gebrauchen wäre. Ich weiss leider nicht mehr, wo genau ich das aufgesammelt habe – ist einfach zu lange her. Aber das wird wohl im Bereich des ehemaligen Nil-Schwemmgebietes gewesen sein.

    Auch wenn sich das Assuan-Granitstück als zu klein und zu spröde erwiesen hat, würde mich ein Versuchsergebnis bei der Bearbeitung interessieren, das zumindest fragmentarisch, in einem kleinen Bereich, zum Ende geführt wurde. Ich stelle mir da eine polierte Oberfläche und zwei rechte Winkel bei der Vertiefung für die Hieroglyphe vor. Ich wäre dafür auch bereit, dem Steinmetz eine Extra-Ration Dünnbier zu spendieren!

    Ich als handwerklicher Laie (Trial-and-Error-Erfahrungen) würde das Teil zur Simulation eines großen Blockes mit mehr „Beharrungsvermögen“ zur Bearbeitung gut gepolstert in einen Schraubstock einspannen, anstatt es in der Hand zu halten. Ist diese Überlegung naiv?

    Bei mir haben aktuell in meiner Freizeit schnöde Gartenarbeiten Priorität vor archäologieschen Themen. ;-)

    Gruß von Barbara

     

  • bearbeitet April 2018 #141
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  • bearbeitet April 2018 #142
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  • bearbeitet April 2018 #143
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  • Steinmetz

    Nur noch mal zur Erinnerung. 

    Zu diesem Thema schrieb  z.Bsp. Gernot L. Geise Folgenden Blödsinn:


    ZITAT: Doch lassen wir Franz Löhner selbst zu Wort kommen zu seinem praktischen Nachweis der Granitbearbeitung:
    „Zunächst versuchte ich es mit Sägen. Ich besorgte mir Kupferbleche in verschiedenen Stärken. Weiche, halbharte und hart gehämmerte Kupferbleche schnitt und trieb ich in verschiedene Sägeformen. Ich baute Sägen mit glatter Schneide oder wie Eisensägen gewellt, mit größeren oder kleineren Zähnen. Damit versuchte ich, Granit zu sägen. Teilweise, indem ich Quarzsand oder Korund, ja, sogar Stahlsand, als Schleifmittel benutzte. Doch alles, was ich nach stundenlangen Bemühungen zustande brachte, war eine kaum sichtbare Ritzspur in dem Granit. In der gleichen Zeit und mit gleichem Einsatz hätte ich sicherlich etwa zwei bis drei Spaltvorgänge mit dem entsprechenden Werkzeug zuwege gebracht.
    Dann versuchte ich es mit Bohren. Ich baute mir einen ägyptischen Bogenbohrer, wie er auf verschiedenen Abbildungen zu sehen ist. Nach einigen Versuchen fand ich das richtige Bogensehnenmaterial und die richtige Bogenspannung heraus und begann mit unterschiedlichen Holzstäben und sogar mit Kupferstäben zu experimentieren. Dabei verwendete ich verschiedene Sände und Schlämme aus Wasser, Wasser-Öl-Emulsionen, Milch und Molke, um die Sände zu binden und eine stärkere Erhitzung des Bohrstabes zu verhindern. Doch so sehr ich mich auch bemühte, ich brachte nur eine etwas verfärbte Stelle auf der Granitoberfläche zustande.
    Erst mit einem Bohreisen aus gehärtetem Stahl hatte ich Erfolg und bohrte einige Löcher in den Stein. In diese Löcher steckte ich dann getrocknete Holzstäbe, befeuchtete sie, um durch das quellende Holz den Stein zu spalten. Doch die Kraft des Holzes reichte nicht aus. Die Stäbe saßen unverrückbar fest, der Stein jedoch brach nicht. Daraufhin versuchte ich es mit hölzernen, steinernen oder kupfernen Geräten, den Stein zu ritzen, wieder unter Verwendung verschiedenster Sände und Schlämme. Es gelang mir erst mit einem Hammer und Meißel aus Stahl."
    ENDE

    http://www.gernot-geise.de/aegypten/dateien/txtsteinbearbeitung.html

    Gruß

    Kurti

  • bearbeitet April 2018 #145
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  • bearbeitet May 2018 #146
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  • fastdocumentsfastdocuments germanyUser
    bearbeitet May 2018 #149
    MOD

    Gelöscht wg. SPAM/PHISHING

     

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  • Zutaten sind angekommen. Kann losgehen ;-)

    LG Luci

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