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Fragment eines Objekts aus Zöblitzer Serpentinit

SvenHornSvenHorn LeipzigUser
bearbeitet 12. March in Funde #1

Hallo,

dieser Fund überraschte mich sehr. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein Bruchstück eines starken Rohres. Bei näherer Betrachtung sah ich aber die für den Zöblitzer Serpentinit recht typischen Einschlüsse https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/LokationMineralBilder?lokationid=8946&recurse=1 . Keramik würde ich ausschließen. Oder kennt jemand eine solche? Meliorationsrohre sehen hier anders aus!
Unweit habe ich auch schon einen kleinen Mörserstößel aus diesem Gestein gefunden. Nun ist Zöblitz aber doch ca 100 km entfernt.
Das hier vorliegende Fragment hätte aber zu einem Gefäß mit etwa 70 cm Durchmesser gehört. Das muss ein recht großer Pott gewesen sein. Die Wandungsstärke schwankt leicht zwischen 12 mm und 13 mm. Auch der Rand ist nicht perfekt beschliffen. Auf Grund der Patina gehe ich davon aus, dass das Stück schon über 100 Jahre in der Erde liegt. Ist aber nur ein Gefühl, kenne ich mich mit dem Gestein doch kaum aus.

Viele Grüße

 

 

 

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An dem Mörserstößel klebt ein Magnet, die Scherbe weist die gleiche magnetische Eigenschaft auf.

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Kommentare

  • Hallo Sven,

    der Serpentinit wurde auch schon recht gerne im Endneolithikum, beispielsweise im Passauer Raum aber auch in Linz für die Beilherstellung verwendet. Aus dem Material sind einige sogenannte Linzer Prunkäxte aus einschlägiger Literatur bekannt. Das gerade dieses Gestein stärker magnetisch ist war bekannt und gilt mitunter auch als Identifikationsmerkmal desselben.

    Bucentaur

     

  • SvenHornSvenHorn LeipzigUser

    Hallo Bucentaur,

    dass Serpentinit schon im Neolithikum als Rohstoff genutzt wurde, ist mir wohl bekannt. Stücke aus der Zöblitzer Varietät sind mir noch nicht untergekommen. Tatsächlich stammt das Stück aber von einer bandkeramischen Fundstelle. Da fand ich gerade auch ein Dechselklingenfragment und einen Bohrkern aus Aktinolith-Hornblendeschiefer. Denoch denke ich bei dem oben gezeigten Fund nicht an ein neolithisches Artefakt, eher an 17./18. Jahrhundert (nach Christus!). Dieser AHS zeigt übrigens ähnliche magnetische Eigenschaften auf, in unterschiedlicher Intensität.

    Viele Grüße 

     

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    Fragment einer Dechselklinge

    und

    Bohrkern einer neolithischen Hohlbohrung:

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    Bucentaur
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