Konservieren von Metallgegenständen

Hallo,

kennt jemand gute Möglichkeiten, um Metallgegenstände sicher einzupacken und zu konservieren?

Grabungsfrische Objekte können wir oftmals erst nach einem halben Jahr und mehr restaurieren. Danke für Infos!

Kommentare

  • gonzogonzo User
    bearbeitet September 2003 #2
    du solltest die metallgegenstände zuerst in destilliertem Wasser auskochen dann in zitronensäure entrosten. dannach mit acethon trocknen und mit einer drahtbürste den trockenen rost wegbürsten. am schluß sollte der ganze rost verschwunden sein. den nun sauberen gegenstand im destilliertem Wasser entsalzen. die salze sind ausgeschwemmt wenn das wasser keine verfärbungen mehr aufweist. zum konservieren hat sich meiner meinung nach am besten ganz normales wachs bewährt. wachs in einem topf erhitzen den gegenstand hineinlegen und ein paar minuten darin belassen. das wachs dringt so auch in die kleinsten ritzen ein. das objekt herausnehmen und unter kaltem wasser abschrecken. so bleibt auf dem gegenstand eine dünne wachsschicht haften. wenn man alles sauber gemacht hat bleiben diese gegenstände über mehrere jahre gut konserviert. (habe viele objekte so behandelt und weisen nach 5 jahren immer noch keine neuen rostspuren auf)
    Post edited by gonzo on
  • thorstenthorsten User
    bearbeitet October 2003 #3
    Hallo Gary,

    wenn es nur darum geht die Zeit bis zur Restaurierung, die ja ihrerseits wieder Reinigung und Konservierung umfasst, zu überbrücken, dann empfehle ich das Einfrieren. Das geht natürlich nur wenn die Fundmengen nicht zu groß sind.

    Gruß Thorsten
    Post edited by thorsten on
  • Danke für Eure Anworten!

    Hat jemand schon Erfahrungen mit diesen Absorberpäckchen gemacht? Da gibt es doch so ein Verpackungssystem, um Feuchtigkeit zu entziehen, sodass Korrosion gar nicht erst auftreten kann. Auch Sauerstoffentzug wäre doch sicherlich geeignet. Hat die schon jemand mal eingesetzt?

    Gary
  • Hallo Gary,

    sage bitte um welche Metalle (Eisen? Kupferlegierungen?) es sich handelt und von welchen Mengen wir sprechen.

    Praktische Erfahrung habe ich weder mit Absorberpäckchen noch mit Sauerstoffabschluss. Das erste mag eine nützliche Zusatzmaßnahme sein, aber wirklich vertrauen würde ich ihr nicht.

    Sauerstoffabschluss hingegen ist sicher eine wirkungsvolle Maßnahme. Wenn die Möglichkeit besteht die Gegenstände in einer inerten Umgebung (Edelgas, Stickstoff, wohl auch Kohlendioxyd) zu lagern, so müsste dass das Problem beheben. Vielleicht geht auch das Evakuieren und luftdiche Einschweißen in Plastikfolie. Das alles ist natürlich viel mehr Aufwand als Einfrieren. Ist dieser Zusatzaufwand gerechtfertigt?

    Gruß Thorsten
  • Hallo Thorsten,

    es handelt sich um Eisenfunde, viele kleine (max. 20cm lang), je nach Ausgrabung.

    Habe folgende Seite beim Stöbern entdeckt: www.martel-preserving.com. Anscheinend werden die Objekte zusammen mit den Absorberpäckchen und einem Indikator in Folie eingeschweißt. Der Sauerstoffgehalt soll auf unter 0,1% reduziert werden, das wäre gar nicht schlecht, zumindest könnte dann keine Korrosion entstehen. Der Indikator ist für die Überwachung.

    Für die Ausstellung sicherlich nicht geeignet (wer will schon eingeschweißte Objekte zeigen?), aber für dauerhafte Aufbewahrung vielleicht gar nicht schlecht?! Zumindest lt. Hersteller hätte man Schutz für einige Jahre. Je nachdem wie teuer das ist, könnte man es zumindest für hochwertige Objekte einsetzen.

    Kennt das System jemand?

    Gary
  • Hallo Gary,

    ich kannte dieses interessante Produkt bisher nicht. Deinen Überlegungen stimme ich zu. Freilich muss der Sauerstoffentzug jedes Mal wieder durchgeführt werden, wenn das Objekt aus seinem Beutel entnommen wurde. Solltest du etwas zu den Kosten in Erfahrung bringen können lasse es uns bitte wissen.

    Gruß Thorsten
  • Hallo,

    so, habe mich mal erkundigt. Anscheinend bleiben Objekte in dem Zustand, wie man sie z.B. aus dem Boden geholt hat, wenn man sie sofort mit diesen Absorbern einschweißt. Die Firma verfügt über langjährige Erfahrungen damit, anscheinend setzen das bereits viele Museen schon ein.

    Man braucht allerdings viel Equipment: Einmal die Absorber, dann ein Sauerstoffanzeiger, der sich entsprechend verfärbt, die Folie als gasdichter Behälter und dann noch ein Folienschweiß-gerät. Normale Geräte aus dem Haushalt sind wohl nur bedingt einsetzbar. Die haben wohl aber auch Geräte zum Ausleihen.

    Dementsprechend wie groß das Objekt ist, kostet es halt auch. Wenn man massig Objekte hat, wird dieses System wohl kaum einsetzbar sein (Kosten), aber bei kleineren oder mittleren Stückzahlen durchaus denkbar. Werde mal checken, ob ein Probeversuch unser Budget zulässt.
  • Hallo,

    ich habe auch einige Gegenstände aus Eisen die teilweise schon richtig rostig sind und die ich gerne konservieren möchte.
    Leider bin ich kein Fachmann auf diesem Gebiet, kenne mich auch nicht soo aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass beim sog. "Entrosten" auch ein Teil der Materialsubstanz verschwinden geht, oder der betreff. Gegenstand dann nur noch sehr dünn ist.
    Meine Frage ist: Gibt es bezahlbare Materialien (Flüssigkeiten), mit denen man rostige Gegenstände aus Eisen einpinseln kann und die dann so konserviert werden?
    Hilft es evtl. auch -nur ein paar Stunden- in Öl einzulegen und trockenzutupfen?
    Habe mal gehört dass schon die Römer mit Öl konservierten.
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Viele Grüße maiki
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