Vorderasiatische Archäologie in der Türkei?

Frage mit akzeptierter Antwort
Hallo, ich wollte fragen ob es Archäologen unter uns gibt, die Erfahrungen damit haben, in der Türkei bzw. anderen vorderasiatischen Ländern zu arbeiten? Ist es ein Vorteil, in einer deutschen Universität studiert zu haben oder greifen diese Länder eher auf einheimische Archäologen zurück? Es interessiert mich, da ich einen türkischen Migrationshintergrund habe, die Sprache spreche und vielleicht durch ein Studium der vorderasiatischen Archäologie mich auch dort nach Berufsmöglichkeiten umsehen kann, falls es in Deutschland nicht klappt? Also mich würde es gerne interessieren, wie so die Erfahrungen sind, im Ausland zu arbeiten :)
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  • #2 Akzeptierte Antwort
    Hallo.

    Also ich habe an zwei Surveys in der Türkei teilgenommen (Projekte waren an deutschen Unis angesiedelt, aber in Kooperation mit einer türkischen Uni). Es gibt eine Seite der türkischen Antikenverwaltung, da ist aufgelistet wieviel einheimische (türk.) und wieviel ausländische Projekte gerade laufen (https://kvmgm.ktb.gov.tr/TR-251575/2019-yili-kazi-ve-yuzey-arastirma-faaliyetleri.html).

    Aktuell nehmen die einheimischen Projekte stark zu (zum Teil von der türk. Verwaltung gezielt "gepusht"), aber es gibt auch einige deutsche Projekte.

    Da die institutionelle Archäologie in der Türkei erst vor ca 60-70 Jahren eingerichtet wurde, haben viele in Deutschland studiert und wurden dann häufig "große Tiere" in der Türkei.
    Aber die türk. Archäologie wird immer "eigenständiger", aber dennoch ist ein oder mehrere Auslandsemester durchaus noch üblich (in Marburg sind immer wieder türk. Studenten in der Archäologie anzutreffen).


    Ich würde dir ein Studium in Deutschland empfehlen, da trotz der Fortentwicklung der Archäologie in der Türkei deren Bibliotheken meist noch nicht so gut bestückt sind, wie in den etablierten Instituten bei uns.

    Ansonsten dann vielleicht an einem Survey/einer Grabung (deutsch-türkisch) in der Türkei teilnehmen und so dann Kontakte zu türk. Archäologen aufnehmen. So können sich oftmals Möglichkeiten auftun.

    Und es schadet nie, wenn man die Landessprache kann 😉

    Gruß, Matthias 
    a.brunnIronMike
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