Handelt es sich hier um steinzeitliche Schaber?

Frage mit akzeptierter Antwort
Guten Abend,

ich habe hier zwei Funde aus Schleswig-Holstein, die ich in diesem Jahr entdeckt habe. Der erste Fund ist vom Januar. Bei einem Spaziergang, unterhalb einer Abbruchkante an der Ostseeküste in Angeln (Höhe Neukirchen), fand ich den freigespülten Schaber (vermutlich). Er fiel mir sofort auf, da er offensichtich bearbeitet worden war und die schmale Schabseite ziemlich scharfkantig war. Kleine Einkerbungen zur Schärfung konnte ich ebenfalls erkennen. Der Schaber (?) liegt sehr gut in der Hand und würde sich zur Tierfellbearbeitung eignen.

Das zweite Stück habe ich erst kürzlich bei mir in der Nähe entdeckt. Zwischen Bargfeld-Stegen und Kayhude lag dieser große Schaber (?) in der Nähe der Burg Stegen in einem frisch ausgehobenen Entwässerungsgraben in ca. 1,50 mtr. Tiefe. Der bearbeitete Stein, es sind Abschlagspuren zu erkennen, fiel mir durch seine helle Farbe und bearbeitete Form auf. Er liegt sehr gut in der Hand (s. Foto Schaber 2 Foto 7 und 8). Für den Handballen, zum Umfassen, war der Stein leicht gebogen beschlagen worden. Die Schabklinge war eher grob. Evtl. durch Arbeiten abgebrochen - oder so gewollt, da für er evtl. für gröbere Arbeit benutzt wurde (zum Entrinden oder für Erdbeiten).




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  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites Land
    #2 Akzeptierte Antwort
    Moin,

    Teil1
    Das sind Beschädigungen wie sie häufig durch die "Brandungs-Geröll-Mühle" an der Küste entstehen.
    Bearbeitungsmerkmale sind das nicht.

    Teil 2
    DITO

    Beides leider keine steinzeitlichen Werkzeuge / Schaber.

    Gehe mal oberhalb der Abbruchkante auf die Äcker und suche dort - das wird erfolgreicher sein.

    Viel Erfolg und zeige Deine nächsten Funde hier.

    Gruß

    Jürgen
    Luci21

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

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