Steht polygonales Mauerwerk global im Zusammenhang?

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Kommentare

  • kurtikurti User
    bearbeitet Februar 2020 #32
    @SamHal

    Hallo SamHal,

    Barbara hat ja schon einiges gesagt zum Thema "Beweise" und "logische" Schlußfolgerungen.
    Ebenfalls bliebe ja in der Tat bei "untergegangener" Hochkultur  die Frage nach Werkzeugen und Inschriften usw.usf. Flüchtlinge aus "Sundaland" müßten dann alles mitgebracht haben, um in aller Welt gleich Monumentalbauten zu errichten.
    Stell Dir nur mal vor, heutige Bauingenieure und sonstige Fachleute stranden auf einer Insel. Jetzt bau mal ein Hochhaus aus Beton oder riesigen Felssteinen. Sie wissen zwar wie es geht, aber sie können vor lauter Lachen nicht. Sie Bauen sich eine Laubhütte,  schnitzen sich Pfeil und Bogen und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heut.  ;)
    SamHal schrieb:
    Wenn genügend Querverweise vorhanden sind, gut. ABER: es tut mir leid, aber was die Konstruktion dieser Pyramiden angeht, gibt es einfach im Vergleich zur offiziellen Lehrmeinung einfach zu viele Ungewissheiten und Ungereimheiten, vor allem technischer Natur, egal ob sie von Cheops oder wem auch immer erbaut wurde. 
    Die Betonung liegt auf "Querverweise". Da genau liegt aber der Punkt an dem Du Dir die "Beweislücke" gezielt heraussuchst, um dann alles in Frage zu stellen. In einer Beweiskette kann und muß man bei Wissenschaften wie der Archäologie auch mal eine Lücke mit einer logischen Schlußfolgerung füllen.

    Beispiel: 
    Vorgefundene Hohlbohrung mit Spuren von Grünspann. Wandbild mit bohrendem Handwerker.
    Versuch: Kupferrohr, Knebel, Sand und Hornstein. Kreis wird angepickt mit Hornsteinspitze (wurden in Grab gefunden) Sand eingestreut und mit Kupferrohr ( wurde gefunden, aber nicht als Bohrer) gebohrt. Versuch funktioniert, ergo könnten die Ägypter es so gemacht haben.
    SamHal und Co: Das ist aber kein Beweis, dass die Ägypter es so gemacht haben und dauert viel zu lange.
    Kurti: 
    Dazu gibt es Versuche von D.Stocks und M.Lehner nebst Hochrechnungen für das Ausbohren eines Granitsarkophaks. Wird aber offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen.
    D.Stocks hat auch mit Hart-u.Hornstein eine Hieroglyphe in Assuangranit geschlagen und Vasen ausgebohrt. Wird auch offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen, sondern weiterhin vom Diamantbohrer gequasselt. 

    Hier ein weiterer Hinweis für den Bau der Pyramide durch Cheops ist seine Kartusche in der Entlastungskammer.

    Entlassungskammer, Kartusche von Cheops

    https://mysteria3000.de/magazin/die-konigskartusche-in-der-cheopspyramide/

    SamHal schrieb:
    Gibt es denn darüber hinaus Beweise für den Transport der 40 Tonnen Assuan-Granitblöcke aus 800 km Entfernung? Dies erscheint mir doch etwas schwieriger zu sein, als vergleichsweise sehr kleine 2,5t-Kalksteinblöcke aus wenigen Kilometer Entfernung zu transportieren und zu verarbeiten. Beim Brechen von Kalkstein reichen Werkzeuge aus Kupfer und Stein. Nicht so bei Granit. 
    Erkennt man erst mal an, dass die Pyramide zur Zeit des Cheops gebaut wurden, muß man zur Kenntnis nehmen, dass die schweren Steine der Entlastungskammer vor Ort liegen und das ist Fakt. Den Rest kann man nur aus Indizien erschließen. Da gibt es Bilder mit Schiff und Säulen, Schlitten mit Statuen von vielen Männern gezogen und Schlitten mit Steinquadern und Ochsengespann.
    Es gibt Spuren von Kanälen. Am Tempel der Sphinx liegt 15 Meter unter Schutt eine Kaimauer usw. Außerdem gibt es freigelegte Bohlenstrassen. In einem Steinbruch gibt es einen Rampenweg an dem in regelmäßigen Abständen Holzplöcke eingelassen waren. Es gibt alte Seilrollen und Reststücke von Hebeböcken. Aus solchen Pusselteilen läßt sich ein Bild machen wie die Ägypter die Transporte und Verladung bewerkstelligt haben könnten.

    In Nachfolgenden PDFs und E-Books kannst Du in Wort und Bild all dies nachlesen. Mehr weiß man nicht im Sinne von Beweis, aber die Schlußfolgerungen sind durchaus denkbare Lösungen. Hier kann man auch einige Anleihen bei Griechen und Römern machen, denn die hatten außer einem gehärteten Stahlmeißel auch nicht mehr an Technik zur Verfügung. Sie haben aber riesige Obelisken Transportiert und aufgestellt. Steht auch in Wort und Bild in einem der Bücher.

    Schwertransporte per Schiff

    Bautechnik der Ägypter und Theorien zum Bau der Pyramiden
    Transport und Transportwege
    Steinbruchzeichen

    Assuan Steinbruch Vidio


    Doleritkugeln
    http://grahamhancock.com/phorum/read.php?1,1029996,1030017

    Noch ein paar Worte zu den fehlenden Inschriften in den Pyramiden.
    Das ist die Regel. Die Pyramide ist das Grab und stellt den Urhügel dar aus dem einst der Gott Amun, Re, Osiris entstieg. Der Name ist je nach gerade herrschender Priesterschaft verschieden.
    Im Totentempel gibt es dann die Inschriften, das sogen.Totenbuch usw. mit Statuen des Pharao. Oft ist hier auch ein extra Raum für sein Ka (Seele, Geist, Astralleib ? ) Da gibt es eine Durchreiche für Speis und Trank als Opfergabe. Möglicherweise auch eine Art Seelenloch für den Ba-Vogel. ( z.Bsp, zu sehen bei Djoser )
    Diese Einteilung läßt sich schon bei Mastabas mit zwei Räumen vorfinden. Nur einige, spätere  Pyramiden machen da eine Ausnahme. Das ist wohl auf die Priesterschaft zurückzuführen, die gerade tonangebend war oder auch auf den Wunsch des Pharao.  Es gibt von der Priesterschaft ein sogen "Buch der Tempel". In diesem ist alles Festgehalten über den Bau und die Ausstattung eines Tempels. Wird aber oft aus Kostengründen oder Zeitgründen nicht gänzlich so ausgeführt. Es gibt auch Tempel als "Unterbau" für den Urhügel mit See und Landschaft. Wahrschein war das Osireion ein solcher. Schon in prähistorischer Zeit wurde das Grab mit einem Hügel (Urhügel ? ) überbaut.

    Gruß
    Kurti

    Post edited by kurti on
  • Danke für die Links. Ich werde mich damit beschäftigen und lass mich gerne eines Besseren belehren. Es sieht ja auf den ersten Blick ganz überzeugend aus. Ob es im Einzelfall dort Unstimmigkeiten gibt, muss ich erst mal genau untersuchen.
    Irminfried
  •  
    SamHal schrieb:
    Ob es im Einzelfall dort Unstimmigkeiten gibt, muss ich erst mal genau untersuchen.

    Hallo SamHal,

    genau das machen die Archaeologen! Allerdings mit wissenschaftlichen Methoden!

    Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, dass Du mit deinem Hintergrund Fehler in der Argumentation der Archaeologen findest, aber es ist auch nicht unmöglich!


    Gruß,

    Hugin

    IrminfriedStoneMan
  • kurtikurti User
    bearbeitet Februar 2020 #35
    ;SamHal 
    ;Hugin

    SamHal schrieb:
    Ob es im Einzelfall dort Unstimmigkeiten gibt, muss ich erst mal genau untersuchen.
    Hugin Schrieb:
    Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, dass Du mit deinem Hintergrund Fehler in der Argumentation der Archaeologen findest, aber es ist auch nicht unmöglich!

    Hoffentlich nicht wie R. Prahl !  ;)

    Experimentalägyptologische Hartgesteinbearbeitung

    von Reinhard Prahl

    https://mysteria3000.de/magazin/experimentalagyptologische-hartgesteinbearbeitung/

    Kritik mit falschen Zahlen bezüglich des Experiments von Stock.

    ---------------------

    Rainer Lorenz schrieb hierzu im Fazit seinem Aufsatz ‚Kernbohrung im Alten Ägypten‘:

    ZITAT: „Angenommen eine Pyramidenlage des Alten Reichs hätte über 100 Bohrungen verfügt. Das ist weit mehr als man nachweisen kann. Unter den gegebenen Voraussetzungen, daß Stocks 20 Stunden für ein 6 cm tiefes Loch benötigt hat, und daß – wie auch Stocks hervorgehoben hat – ein geübter ägyptischer Arbeiter doppelt so schnell bohren könnte, wären selbst unter widrigsten Bedingungen in wenigen Monaten alle Bohrarbeiten von einem Fachmann und – sagen wir – einem Hilfsarbeiter sicher erledigt gewesen. Da man entsprechend mehr als ein Bohrkommando wird annehmen können, wird es nur ein Bruchteil davon sein. Das propagierte Zeitproblem existiert überhaupt nicht.“ ENDE

    R. Prahl

    ZITAT: Wenn man sich den Rest der Arbeit durchliest, die eigentlich in Bezug auf Stocks Forschungsergebnisse, wie auch auf andere ägyptologische Erkenntnisse bezogen sehr genau ist und sicher eine respektable Quellenleistung darstellt, muss man sich unwillkürlich fragen, wie der Autor zu so einem Fazit gelangen kann. Hätte er sich die Mühe gemacht, eigene Berechnungen anzustellen, hätte er zu denselben Ergebnissen kommen müssen, die hier vorgestellt wurden. ENDE

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    R.Prahl, Korrektur zu seiner Kritik an Stocks Experiment

    https://mysteria3000.de/magazin/zu-experimentalagyptologische-hartgesteinbearbeitung/

    ZITAT: Natürlich ändert dieser Wert die Berechnungen zugunsten Denys A. Stocks erheblich. Tatsächlich kann unter dieser Voraussetzung ein Sarkophag der Größe – wie er in der Cheopspyramide zu finden ist – unter diesen Voraussetzungen wesentlich schneller fertiggestellt werden: von einem Bohrteam in etwa 1,07 Jahren. 

    Doch diese Korrektur erklärt nicht die Herstellung von Grabkammern, die aus einem 185 t großen Granitblock herausgearbeitet wurden. Die entspricht in etwa viermal so viel Granit, wie bei einem Sarkophag abzuarbeiten sind. ENDE

    Das ist nun wiederum eine "Beschönigung" seiner Kritik. Er hat irrtümlich mit 2,8 cm Durchm. gerechnet. Es wäre besser gewesen den Beitrag zu löschen, denn die Korrektur liest von den "Berufsskeptikern" kaum einer. B) 

    Erstens hat Stock als unerfahrener Laie das Experiment gemacht und betont, dass die ägyptischen Facharbeiter wohl wesentlich schneller gewesen wären.

    Zweitens wird nicht das ganze Volumen ausgebohrt, sondern Stocks Berechnung in seinem Buch beruht auf 62 Bohrlöchern ( siehe Anhang)  a 11 cm Durchm ( frühere Berechnungen mit 8 cm Durchm.). Fl. Petrie hatte an der Innenwand solche Kreisbögen entdeckt, die einen Kreis mit 11 cm Durchm. ergaben.

    Stocks schreibt zum Zeitaufwand: Unter Verwendung des 62-Loch-Vorschlags für Khufus Sarkophag, die Verwendung von zwei Säge- und drei Bohrteams, die geeigneten 5 mm Säge- und Rohrwanddicken und die Berechnungen, die auf den angegebenen alten Schnittraten basieren, liegen die Zeiten für das aufeinanderfolgende Sägen und Bohren bei  4 bzw. 10 Monate, mit weiteren Monaten für das Bearbeiten und Polieren des Sarkophags und das Herstellen seines Deckels, insgesamt ungefähr 28.000 Arbeitsstunden. (Natürlich wären die Bohrzeiten und der verbrauchte Kupfer- und Sandverbrauch für 108 Löcher proportional größer. Die Verwendung von einzelnen Säge- und Bohrteams mit zwei und drei Arbeitern würde auch die Gesamtfertigungszeit erhöhen.) 

    R. Prahl kommt bei der Grabkammer auf das Vierfache des Sarkophags. !!!! ???? 

    Für den "Quarzitblock" ( oben schreibt er Granit ) gibt Prahl die Maße 6,20 x 4,25 x2,80 m = 73,78 und 185 t an. Ergo 185 : 73,78 = 2,50 t.  Volumen  der Kammer 85 t : 2,50 t = 34 m³.

    D.Stocks Maße für den Sarkophag des Cheops ( Kufu  ) ergeben für die Wanne ca. 1,17 m³ und das ist nicht 1/4 sonden  ca. 1/29.

    Hier wurde sicherlich nicht gebohrt, sondern  wie beim Obelisk im Assuan-Steinbruch vorgegangen. Die 2,5 t  / m³ deuten dazu mehr auf einen harten Sandstein hin und da ist der Bindung schon etwas lockerer als bei Quarzit oder Granit..

    Aber das stört diese Herrn nicht. Sie verbreiten Fake News im Netz und diese werden hartnäckig in den Foren der Präastronautikern verbreitet und nie berichtigt. Da kann man heute noch längst widerlegte Storys nachlesen.  

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    Kernbohrung, D. Stocks Experiment

    https://mysteria3000.de/magazin/kernbohrungen-im-alten-agypten/

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    Ich habe hier noch einen Ausschnitt aus dem damaligen Video mit dem ersten Experiment in Granit als Kopie gefunden. Die Videos über die Experimente sind alle  gelöscht, da sowohl Stocks wie Lehner Bücher darüber veröffentlicht haben.

    Granite Cutting and Drilling   


    Gruß

    Kurti

    Nachtrag:

    Ich habe oben die Berechnung der Grabkammer berichtigen müssen, da ich Prahls Angaben missgedeutet habe.  Schwer zu verstehen ist auch, warum er die Maße des Blockes angibt, wenn er sich auf das heraus gehauene Volumen der Kammer bezieht !  B)  

    Post edited by kurti on
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