Scherbe vom Elbufer

Frage mit akzeptierter Antwort
Hallo Forum,

nachdem ich im letzten Jahr eine Scherbe am Rheinufer gefunden habe und ich hier freundliche und hilfreiche Erklärungen dazu gefunden habe, möchte ich meinen neusten Fund vorstellen.
Heute habe ich die auf den Fotos erkennbare Scherbe aus dem Elbwasser  bei Hohndorf gezogen. Die Innenseite läßt deutlich erkennen, dass es sich mal um ein handgetöpfertes Keramikgefäß gehandelt hat. Auf der Außenseite ist ein charakteristisches Muster mit einem kammähnlichen Werkzeug eingebracht. Die kürzere Mustereinbringung scheint umlaufend gewesen zu sein, wohingegen die anderen Rillen schräg dazu verlaufen.
Ist das neuzeitlich oder läßt sich aufgrund des Musters etwas über die Zeit der Herstellung und Herkunft sagen?

Ich bin gespannt, Stefan


Beste Antwort

  • #2 Akzeptierte Antwort
    Hallo Stefan!

    Das wird sich nur schwer oder eher gar nicht herausfinden lassen. Natürlich ist eine Entstehung um 1800 möglich. Älter wird es eher nicht sein, dafür ist mir die Magerung zu fein. Allerdings ist es genauso gut möglich, dass die Scherbe erst 20 Jahre alt ist. In meiner Region - wo die Wenden leben - ;-) hat jeder noch solche Krüge und Schüsseln in Benutzung und man kann sie auf jedem Töpfermarkt der Umgebung kaufen.

    Vielleicht besuchst du einfach mal das nächst gelegene Heimatmuseum, oft sind solche Steinzeugwaren dort ausgestellt.

    LG Luci
    StoneMan

Antworten

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    bin kein Keramiker.

    Sieht sehr hart gebrannt aus, klingt die Scherbe wie ein Glöckchen wenn Du mit einem Metall dran klopfst?
    Die Keramiker möchten sicher noch ein gutes scharfes Foto von der Bruchfläche sehen.

    Das Rheinufer ist seeeehr lang... ?

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • Hallo Stoneman,
    hier geht es um einen Fund vom Elbufer bei Hohnsdorf, nahe Lauenburg.
    Der Scherbenfund vor einem guten Jahr kam aus dem Rhein (s. https://forum.archaeologie-online.de/discussion/3829/groessere-scherbe-vom-rheinufer/p1).
     Die oben abgebildetete Scherbe sollte erst mal durchtrocknen. Noch wirkt sie dunkler und wahrscheinlich hat das aufgesogene Wasser auch Einfluss auf den Klang.

    Gruß, Stefan

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    OK - dann sei einmal vorsichtig, wenn Du Scherben von einem Acker aufsammelst.

    Denn die darfst Du nicht alle einfach durchnässen. Vorzeitliche Scherben könnten sich dadurch auflösen oder die Muster verlieren, das wäre fatal..

    Ich denke hier meldet sich noch jemand zu Deiner Scherbe.

    Gruß

    Jürgen

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  • Moin!

    Die Scherbe ist klar neuzeitlich, eine hart gebrannte Drehscheibenware. Ich würde sie ganz allgemein als Steinzeug/ Irdenware mit Ritzdekor ansprechen. Die Glasur hat sich wohl schon runter gewaschen.

    LG Luci
    https://www.grelly.de/itm/steinzeug-krug-muskau-ritzdekor-muskauer-krug-um-1800-233357121008



    kurti
  • Hallo Luci,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort!
    Neuzeit - ich habs geahnt! :)
    Gibt es vielleicht die Möglichkeit den Entstehungszeitraum noch weiter einzugrenzen? Bedeutet Dein angehängter Link, dass Du ein Herstelldatum von ca. 1800  für möglich/wahrscheinlich hältst?

    Viele Grüße, Stefan
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