Welche "Sprache" ist das?

Frage mit Antworten
Liebe Forummitglieder,


ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. 

Ich würde gerne wissen, um welche Sprache, sofern es sich um eine solche handelt, es sich hierbei handelt. Ich konnte sie nicht zuordnen. Da sie mich an Hieroglyphen erinnert, könnte es sein, dass es sich um eine alte Sprache handelt?

Würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könnt dieses Rätsel endlich zu lösen.



LG
Elisa

Antworten

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser
    Moin,

    sag uns doch auch noch alles was Du über das Teil weißt - woher, wieso, warum...
    Vielleicht kann man so die Herkunft eingrenzen.

    Dann kannst Du auch gerne im WWW suchen:





    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • Hilfreich wäre vielleicht auch zu wissen, was konkret du da fotografiert hast. Schrift auf Bast, Holz...? Es sieht nach einem Bucheinband aus. Wenn Ja, Foto der Innenseiten.
    LG Barbara
    StoneMan
  • RandomHHRandomHH User
    bearbeitet November 2019 #4
    Mal abgesehen von der "Sauklaue" des Schreibers scheint das ein schwieriger Fall zu sein. Aber vielleicht hat ja ein Forenmitglied schon mal diese Schrift gesehen. Hier aus meinen Lesezeichen zwei Seiten zum selber Recherchieren.

    Schriftbilder zum Durchklicken:

    https://www.omniglot.com/writing/

    Weiterführend eine tolle Seite, auf der vermutlich alle Schriften der Welt inklusive nicht mehr gebräuchlicher Schriftsysteme schön übersichtlich und mit zeitlicher Einordnung aufgelistet sind, leider nicht immer mit Schriftproben:

    http://scriptum.bplaced.net/

    Und: Ich glaube, dein Foto muss um 90 Grad im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden.

  • kurtikurti User
    bearbeitet November 2019 #5
    ;Elisa

    Hallo Elisa,

    wie RandomHH schon schrieb ist das ein schwieriger Fall und gehört m. E. in die Hände eines Spezialisten. Ich bin keiner !  :/
    Nach allem Anschein ist es eine Schrift im Bereich "Phönizisch - Altgriechisch - Altitalisch".
    Alleine in diesem Bereich gibt es aber schon etliche Abstufungen. Wegen dem "S" scheint sie mir eher ins "Altitalische" zu deuten.

    Hier mal ein Überblick was da alles zugehört:

    http://www.obib.de/Schriften/AlteSchriften/Lateinisch/Lateinische_Schriften.html

    http://www.obib.de/Schriften/AlteSchriften/Lateinisch/Lateinische_Schriften.html

    Ich habe im Anhang mal das Bild so gedreht wie es mir richtig scheint.

    Gruß
    Kurti
  • Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten!

    Jetzt habe ich gute Ansätze für meine weitere Recherche.
    Sollte ich das Rätsel lösen können, werde ich es euch hier mitteilen. Sollte es mir nicht gelingen, würde mich noch interessieren,  was für einen Spezialisten ich aufsuchen könnte? Mich lässt das irgendwie nicht los.

    @ Jürgen & Barbara 

    Ich habe leider nur dieses Foto und keine weiteren Informationen.

    @ Kurti

    Du hast recht. Gedreht sieht es mehr nach einer Schrift aus ;) 

    LG

    Elisa
  • Elisa schrieb:
    Sollte es mir nicht gelingen, würde mich noch interessieren,  was für einen Spezialisten ich aufsuchen könnte? Mich lässt das irgendwie nicht los.
    Vielleicht findest du hier unter den Gastdozenten jemanden, den du recherchieren, fragen und ggf. um weitere Kontakte bitten kannst:

    http://gerlin.phil-fak.uni-koeln.de/kvh/forschung/sprache_schrift/index.htm

    Elisa
  • Hallo zusammen!

    ich habe das Rätsel leider immer noch nicht gelöst.

    @ RandomHH

    Vielen Dank für den Tip! 

    LG

    Elisa
  • Hallo Elisa,
    ich bin gerade auf Deinen Eintrag gestoßen. Auch, wenn dieser schon etwas älter ist: falls Du noch nach einer Lösung suchst, ich komme ihr gerade näher.

    Kurti hat fast recht, ich würde das Bild aber noch horizontal spiegeln und um 180 Grad drehen. Links oben steht dann ein Lambda-ähnliches Zeichen. Der Grund dafür ist der Verlauf der Tinte, die Schrägstellung der Buchstaben und der Helligkeitsverlauf der Zeichen.

    Die obere Reihe Zeichen ist damit relativ deutlich und in einer Zeile nebeneinander geschrieben, die Reihen darunter sind es nicht - das heißt, die "Buchstaben" sind in Spalten untereinander geschrieben, ich vermute von links nach rechts. Wenn man die  \  als Worttrenner interpretiert (der schräge Strich sieht so aus wie ein Jinkim im Koptischen), besteht der Text aus vier Worten, die sich wiederholen (die Zeichenreihe \ I I n b \ kommt dreimal vor und lässt sich als Anhaltspunkt nehmen. Es gibt etwa 12-14 verschiedene Buchstaben (oder Ziffern). Koptisch ist es nicht. Einen Geheimtext würde man nicht so oft wiederholen, außerdem sind die Zeichen nicht sehr ordentlich geschrieben.

    Wenn Du das Rätsel gelöst hast,
    sag Bescheid.
    Mark
  • RandomHHRandomHH User
    bearbeitet 25. May #10
    @MarkBuecker (und @Elisa)

    Diesen Thread hatte ich schon wieder vergessen.

    Den Tintenfluss als Anhaltspunkt für die Schreibrichtung und richtige Ansicht des Fotos zu nehmen, ist eine gute Idee.

    Aber ich denke, dein Vorschlag einer weiteren Spiegelung und Drehung verhilft nicht zur richtigen Ansicht.  Hier kommt eher die Ausrichtung der Kamera, normal (Querformat) oder hochkant gehalten, zum Tragen. Das Seitenverhältnis des Bildformats selber deutet eher nicht auf Smartphone (das man auch „überkopf“ halten kann). Und insofern kommt m. E. auch nur eine Bilddrehung mit oder gegen den Uhrzeigersinn in Frage. Also entweder beginnt der Text links oben mit einer Art „S“ oder einer Art „O“.



    Ich glaube inzwischen aber zumindest zu ahnen, wo sich das vorgestellte Fundstück verorten lässt: in Äthiopien. Irgendwann in der Zwischenzeit habe ich nämlich mal handschriftliche äthiopisch-orthodoxe Bibeltexte auf Holz (wie das vorgestellte Fundstück) gesehen.

    Und insofern (und aufgrund einiger optisch deckungsgleicher Zeichen – und ohne weitere "Entzifferungs"-Versuche) denke ich schon an Koptisch. Denn jede Handschrift gestaltet die einzelnen Zeichen individuell. Das macht handschriftliche Texte ja oft auch für uns selber kaum entzifferbar. Jeder Lehrer kann ein Lied davon singen. Und auf die „Sauklaue“ des Schreibers hatte ich schon in einem vorangegangenen Beitrag hingewiesen.

    Welche Sprache mit welchen Worten (und den dazugehörigen Zeichen) verwendet wurde, scheint auch nicht einfach zu beantworten. Siehe hier:

    LG Barbara

    Nachtrag: Sorry, vergessen darauf einzugehen:
    ..., die "Buchstaben" sind in Spalten untereinander geschrieben, ich vermute von links nach rechts. Wenn man die  \  als Worttrenner interpretiert (der schräge Strich sieht so aus wie ein Jinkim im Koptischen), besteht der Text aus vier Worten, die sich wiederholen (die Zeichenreihe \ I I n b \ kommt dreimal vor und lässt sich als Anhaltspunkt nehmen. Es gibt etwa 12-14 verschiedene Buchstaben (oder Ziffern). 
    Meine Idee dazu wäre, dass es sich um so etwas wie eine Gebetsformel handelt. Vielleicht nach Gesehenem geschrieben von jemandem, der der Schrift nicht wirklich mächtig war?


    kurti
  • kurtikurti User
    bearbeitet 26. May #11
    ;RandomHH
    ;Elisa

    Hallo Barbara,

    ich fahre auf Deinem Zug voll mit ! Natürlich umsonst !  :p

    Hallo Elisa,

    ich fürchte, dass da nur ein spezieller Schriftkundiger helfen kann und da bieten sich neben der 
    "Berliner Staatsbibliothek" z.Bsp. an:

    Berliner Arbeitskreis für koptisch-gnostische Schriften
    https://www.theologie.hu-berlin.de/de/professuren/institute/coptica

    Auch andere Bibliotheken für orientalisches Schrifttum  bieten sich je nach Deinem Wohnort an. Zum Beispiel in Bayern die

    Bayerische Staatsbibliothek
    https://www.bsb-muenchen.de/sammlungen/orient/

    Sicher kann man Dir dort einen Fachmann/frau nennen, der die das lesen und schreiben kann.  :D


    Gruß
    Kurti

    Post edited by kurti on
  • es freut mich, dass ich durch meine Neugierde noch ein paar Denkanstöße geben konnte. Ich stimme auch mit Barbara überein, ist gut nachzuvollziehen.
    Ich hoffe, dass das Rätsel noch gelöst wird.
    Mark
  • Hallo zusammen, ich habe das Bild in die Gruppe meiner Schüler aus aller Welt gestellt.
    Ein syrischer Schüler meinte, es wäre aramäisch. Ich kann es leider nicht verifizieren.
    Gute Grüße,
    Annelinde
    StoneMan
  • Vielleicht interessiert es noch jemanden, obwohl die Anfrage schon älter ist. Hier noch ein link zu aramäisch: https://images.app.goo.gl/6o7PGpj9USitU5fg9
    LG, Annelinde
  • Ansonsten gibt es bei den Suchmaschinen so eine Möglichkeit nach ähnlichen Bildern zu suchen. Da würde man evtl. auf eine oder andere ähnlich Quelle mit Antworten stoßen können.
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