Wer kennt diese Schrift?

Mein Freund hat eine kleine Bleitafel (13,4 x 7,2 x 0,3 cm, Gewicht 287 g) gefunden. Fundort: ein Feld im Gebiet von Ostrava, Tschechische Republik). In einem kleinen Regionalmuseum, wo er den Fund gemeldet hat, gab es keine Interesse, weil auf der Tafel sehr wenig zu sehen war. Ich habe Aufnahmen in der starken Beleuchtung gemacht und auch Fotos mit HOYA infrared Filter aufgenommen. Auf der Tafel befindet sich zwei Reihen von Ornamenten (auf dem Bild rot skizziert). Unter den Ornamenten ist eine Schrift, d. h. zwei Reihen der Schrift, in einer Reihe wahrscheinlich 6 Worte. Das Fragezeichen in der ersten Reihe (fünfte "Wort") der Skizze bedeutet, dass da Schrift unleserlich ist. Es handelt sich sicher um keine slavische Sprache. Lateinisch es ist auch nicht. Kann es eine germanische Sprache und Schrift aus der Zeit der Völkerwanderung (ca 4. - 6. Jahrhundert) sein? Oder geht es um altdeutsche Sprache? Der Finder will diesen Fund einem Museum geben, möchte aber gern wissen, was die Schrift auf der Tafel bedeutet. Ich habe an den Universitäten in Ostrava und Praha befragt und Fotos der Tafel geschickt. Die Antworten habe ich schon
 bekommen. Niemand weiss, was die Schrift bedeutet. Ich bin informiert, dass die Bleitafel in den nächsten Tagen dem Schlesischen Landesmuseum in Opava übergaben werde. Kennt jemand diese Schrift? Für jede Hilfe danke ich voraus.     

Kommentare

  • Hallo!

    Auf jeden Fall eine moderne Schrift. Ich würde denken eine Zwischending von Sütterlin und deutscher Schreibschrift.

    Ich würde lesen:
    Zeile 1: Metzeriny / Behton / Rafet / Kocha / Baul
    Zeile 2: Mothon / Bhiton / Reser / Broch / Bosi / Brotn..(?)

    Ob da jetzt was zu beudeuten hat weiß ich auch nicht. Von der Antike bis noch Ende des 19. Jhd. war es üblich Bleitäfelchen mit geheimen Zeichen zu versehen, um jemanden zu "verfluchen".

    Siehe s.g. Fluchtäfelchen.
    https://www.portal.uni-koeln.de/8506.html?&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4771&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=00b9940700fda8e4c6f7f5cdb540a158

    https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/starline/kulturwelt/article113344344/Bleitaefelchen-mit-geheimen-Spruechen-gegen-das-Boese.html

    Eventuell mal in diese Richtung weitersuchen.
    Dein Täfelchen wird aber aufgrund der Schriftart nicht älter als 100 Jahre sein.

    LG Luci
    AlexisStoneMankurtiIrminfried
  • ;Luci21


    Hallo Luci,

    Luci21 schrieb: Eventuell mal in diese Richtung weitersuchen.

    Habe ich mal gemacht, allerdings ohne Erfolg !  :'(

    Ich bin erst davon ausgegangen, dass die "roten" Zeilen eine Art Schrift darstellen und die lateinischen Worte die Übersetzung sind. 
    Ich konnte aber im ganzen Universum keine solche Schrift ausmachen. Was die lateinischen Buchstaben angeht, so hast Du sicher recht, wenn Du sie in den letzten hundert Jahren ansetzt. 
    Allerdings Dein "B" würde ich doch eher als "P" lesen, wie aus dem "B" bei dem Wort "Broch". (siehe Bilder unten)
    Bei dem "P" hat der, die, das Schreiber sicherlich eine Anleihe im 17.Jhdt. gemacht.

    Lateinische Schreibschrift
    Bei den lateinisch geschriebenen Worten fängt das Dilemma schon damit an, dass man bei den Buchstaben nicht weiß was Ritzung oder Kratzer ist. Egal wie man aber die Buchstaben interpretiert, es ergibt sich kein einheitliches "Sprachbild". Mal landet man in Polen, mal in Griechenland, mal in Deutschland und mal in Island. War jedenfalls eine schöne Reise.  ;)

    Ich habe mich dann in die geheime Magie begeben. Unter all den magischen "Schadzeichen" habe ich aber auch nichts gefunden was den "roten" Zeichen entspricht.
    Magische Schriften mit beschwörenden Zeichen gibt es ja eine Menge.

    Dabei bin ich auf das "Thebanische Alphabet" (Hexenalphabet) gestoßen. Hier gibt es zwar kein Zeichen welches mit den "roten" Zeichen identisch ist, aber man könnte sie aus den thebanischen zusammensetzen. Allerdings würden die Zeichen dann quer liegen.

    Thebanisches Alphabet
    Ganzer Artikel in Wikipedia
    Fazit:
    Wenn es eine "Fluchtafel" ist, dann hat der Schreiber seine eigenen Zeichen erfunden. Beim "Hexenalphabet" ist die Hexe ja auch unbekannt.

    Sollte die Tafel aber ein Bilingue darstellen, dann ist es wohl ein Fake !!!??  B)
    Es gibt ja da eine Menge "Artefakte", die besser "Artefake" hießen.
    Daneben gibt es ja auch das rätselhafte " Voynich-Manuskript".

    ;
    Alexis

    Hallo Alexis,

    auch wenn wir hier leider das Rätsel nicht lösen konnten, wäre es schön, wenn Du Dich melden würdest und uns mitteilst, was das Landesmuseum geantwortet hat ! 

    Bis dann

    Gruß
    Kurti



    IrminfriedLuci21Äskulap
  • ÄskulapÄskulap User
    bearbeitet 6. April #4
    das Voynich-Manuskript ist kein fake sondern bereits entschlüsselt
  • Da steht ,daß nur jemand der einzelne Baüme im Wald erkennt, sieht, daß die Pflanzen Organe darstellen.
  • kurtikurti User
    bearbeitet 7. April #7
    ;Äskulap
    Da steht ,daß nur jemand der einzelne Baüme im Wald erkennt, sieht, daß die Pflanzen Organe darstellen.

    Falsch ! Da steht klar im feinsten Latein: " Non poteris videre in silvam ad ligna " !  (Frei nach Kurti )

    Der Text ist eindeutig lateinisch und wenn Du das nicht glaubst, dann frag bei Frau Dr.Keller nach.  B)

    ZITAT:

    http://voynich-manuskript.de/ms408/impressum/

    Natürlich ist das Voynich-Manuskript mit seinen mehr als 100 unterschiedlichen Sonderzeichen nicht in Deutsch, Englisch, Spanisch, Tschechisch, Arabisch etc. verfasst, sondern schlichtweg in Latein. ENDE

    Wie wäre es mal, wenn Du mal eine Quelle angeben würdest !? ;) 

    Da hast Du ja freie Auswahl, denn in den letzten Jahren wurde das Manuskript mindestens schon zehn mal übersetzt. Auch bei den Sprachen kannst Du von Deutsch über Türkischen bis zu Hebräischen alles haben was Dein Herz begehrt.  o:)

    Gruß

    Kurti


    IrminfriedLuci21Äskulap
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