Roter Sandstein

Frage mit Antworten

Guten Abend,

Mir ist am Rande eines Ackers, wo der Bauer all die grossen Steine, welche vermutlich einst auf dem Feld waren, deponiert hat, dieser grosse rote Sandstein aufgefallen, welcher dem Anschein nach menschliche Bearbeitungsspuren aufweist. Da auf dem Feld einst ein, vermutlich mittelgrosser, römischer Gutshof stand, nimmt es mich wunder, ob dieser Stein im Zusammenhang mit dieser Siedlung stehen könnte (Architekturfragment??). Auf dem gleichen Steinhaufen lagen auch die zwei Leistenziegelfragmente, welche ich zum Grössenvergleich neben den Stein gelegt habe. Der Stein hat eine Länge von ca 40cm, Höhe ca 20cm und Breite ca 15cm.  Mir ist natürlich total bewusst, dass eine Bestimmung (vorallem durch Fotos) nicht möglich ist, aber vielleicht ist es ja möglich zu sagen, ob ein antiker Ursprung völlig auszuschliessen ist oder ob es sich lohnen würde nochmals zum Feld zu gehen und den Sandstein näher zu begutachten...

Vielen Dank im Voraus und Grüsse

Antworten

  • bearbeitet April 2018 #2
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  • MacUserMacUser EuropaUser
    bearbeitet April 2018 #4

    Hallo Steinmetz,

    Besten Dank für diese ausführliche Einschätzung. Das Stück wurde, ohne den Ort genau zu präzisieren, in der Nordwestschweiz gefunden. Ich weiss, dass zum Beispiel das Basler Münster aus einem ähnlichen Stein, wie dieser gefundene Sandstein, gebaut wurde. Ich meine (da bin ich mir aber nicht sicher), dass die Steine für den Bau des Münsters im Mittelalter von den Ruinen der Römerstadt Augusta Raurica geholt wurden. Ich werde mal schauen, ob ich etwas über die Steinbrüche von Augusta Raurica herausfinden kann.

    Grüsse

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  • SongiSongi NürnbergUser

    Es kostet dich nichts nochmal zu untersuchen. 

  • MacUserMacUser EuropaUser
    bearbeitet April 2018 #7

    @Steinmetz

    Danke! Ich werde mal schauen, ob ich etwas über den historischen Kontext des von Dir genannten Steinbruchs herausfinden kann. 

    Ich habe noch ein Bild eines weiteren Sandsteins, welcher auf dem gleichen Steinhaufen lag, angefügt. Die Strukturen könnten auch Bearbeitungsspuren sein (oder vielleicht auch nur durch z.B Regen verursacht). Diesen Stein habe ich zwar nicht genau eingemessen, aber ich schätze mal, dass er einen Längsdurchmesser von ca 15-20cm hat. 

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  • MacUserMacUser EuropaUser
    bearbeitet April 2018 #11

    @Steinmetz ;

    Das mit dem Spitzeisen ist mir auch in de Sinn gekommen. 

    Ich habe bis jetzt kein Indiz gefunden, welches einen römerzeitzlichen Ursprung ausschliesst, aber leider auch keines, welches die Vermutung unterstützt. Ich wüsste aber nicht woher sonst so ein, wie von Dir vermutet architektonisches Fragment, herkommen könnte. Historisch gesehen war auf diesem Gelände nach der Römerzeit nicht viel los (ausser der Stein stammt wirklich von den letzten 50 Jahren). Auch zu bedenken ist, dass es nur einzelne zerstörte Fragmente sind, die auf dem Haufen zwischen den Steinen und Ziegeln vom Feld lagen, eine normalgerechte Entsorgung von Sandsteinen würde ich als unwahrscheinlich einstufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fragmente vom Acker kommen und so mit der römerzeitlichen Siedlung in Zusammenhang stehen könnten, ist nach diesen Überlegungen gar nicht so gering. Vielleicht übersehe ich aber auch ein Detail, welches einen neueren Ursprung aufdecken würde. Doch wie die Wissenschaftsphilosophen so schön sagen: Bis die Gegenhypothese nicht widerlegt werden kann, sind alle Schwäne weiss. :-D

    Am ergiebigsten wird es wohl sein, wenn ich bei der nächsten Fundvorlage dem Archäologen die Bilder zeige.

    Grüsse

  • bearbeitet April 2018 #12
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