Sensationelle Entdeckung!

Einer spontanen Eingebung einer Restauratorin von attischen Töpferwaren verdankt die Archäologie eine verblüffende Entdeckung, welche die Forscher näher an die Menschen vergangener Kulturen heranführen wird, als jemals zuvor.

Was führte zu diesen neuen Möglichkeiten der Forschung?

Die Rillen auf dem Boden von Tongefäßen erinnerte die Angestellte eines Museums an die Rillen einer Schallplatte. Ein befreundeter Mitarbeiter eines Schallplatten-Presswerkes lies sich von der Idee anstecken und überreden, ein Experiment zu machen.

Nach mehreren Anläufen und unter Hinzuziehung eines Tontechnikers dann das sensationelle Ergebnis: Zu hören war eindeutig das Geräusch einer sich quietschend drehenden Töpferscheibe. Und dann, schwach aber deutlich, eine menschliche Stimme: der auf Altgriechisch gerufene Wunsch nach Wein: οἶνος.

 

BucentaurSixpackkurti

Kommentare

  • kurtikurti User
    bearbeitet 1. April #3

    RandomHH

    ​Ich kenne da griechische Vasen mit Abbildungen von denen ich gerne mal wissen möchte, was auf diesen Tonspuren zu hören ist !? :-P

     

    Post edited by kurti on
  • @Kurti: Nun, möglicherweise etwas ähnliches auf Altgriechisch:X-D

    "Esse quid hoc dicam, quod tam mihi dura videntur strata, neque in lecto pallia nostra sedent, et vacuus somno noctem, quam longa, peregi, lassaque versati corporis ossa dolent?

    nam, puto, sentirem, si quo temptarer Amore... [1, S. 8]

    Grüße, Steinmetz

    [1]: Ovid: Amores - Liebesgedichte, Lateinisch / Deutsch, Verlag Reclam, Stuttgart, 2007, ISBN 978-3-15-001361-8

     

     

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • Steinmetz

    Hallo Vinzenz,

    sicher hast Du Dich in den letzten 14 Tagen gewundert, dass ich dem hochgeistigen Geplaudere meinen scharfgeistigen Senf nicht beigegeben habe !? :-D

    Es war aber nicht die Last der Verantwortung eines Pharao, sondern ein neu verlegtes Glasfaserkabel, bzw. das "richtige" Umklemmen an dieses. Nach X Versuchen und Telefonaten schaffte es dann der beste Mann der Telekom, ein ehemaliger Wurstverkäufer mit Dreitagelehrgang, die richtigen Drähte an den richtigen Kontakt zu klemmen. Zu seiner Ehrenrettung muß gesagt werden, dass das "zwei" Drähte sind und da ist "ein" Mann natürlich total überfordert. O:-)

    Jut, aber jetzt ist der liebe Jung wieder online und das mit schnellstes Glasfaserkabel von ganzes Welt am Ar..... der Welt im Bayerischen-Wald.

    Jetzt werd nicht neidisch. Ibbenbüren bekommt auch irgendwann mal ein Glasfaserkabel. Wenn wir hier im Wald z.Bsp. unsere Nachrichten rein mit der Kraft unseres Geistes "beamen", dann bekommt ihr unser gebrauchtes Glasfaserkabel. :-P

    Nun aber zu Deinem Liebesgedicht von Ovid. Also, wenn ich das einigermaßen, fast ungefähr bis nahezu richtig übersetze, dann paßt das eher auf die Nächte eines alten Mannes.

    Frei nach Kurti und Goethe:

    Was soll ich sagen, die Matratzen sind so hart, die Decken bleiben nicht auf dem Bett und ich habe die lange Nacht ohne Schlaf verbracht und die müden Knochen schmerzen beim Drehen meines Körpers.

    Und das siehst Du auf der Abbildung der Vase? 

    Ich denke mal, dass die Tonspur folgendes mit weiblicher Stimme von sich gibt : "Oὐ μὰ Δία ἦν δ' ἐγώ - Beim Zeus, nein, sagte ich "! Sie sagte es leider zu spät ! >:)

    Aber jetzt Schluß mit dem Schweinkram. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt und Du fertigst Dein Steinprodukt ! Sieht übrigens schon ganz ordentlich aus ! :db:

    In diesem Sinne Gruß

    Kurti

  • SteinmetzSteinmetz User
    bearbeitet 3. April #6

    Lieber Kurti, Hallo,

    gewundert ist gar kein Ausdruck! Was wäre das aktuelle Gewurschtel hier im Forum ohne Dich. Wie man sieht, verlaufen die Diskussionskurven hier im Forum dann nach beinahe buddhistischem Vorbild Richtung spiegelgeglätteter Ozeanoberfläche der immerwährend glückseligen Langeweile - die sehr freundliche und unterstützende Korrespondenz weniger aktiver Forenmitglieder ausgenommen.

    Könnte man dieses Forum eigentlich in eine Auskunftei umwandeln? Dann würden die alteingesessenen hier für die ewig gleichen Antworten zu den ewig gleichen Anfragen wenigstens ein Bisschen was dazu verdienen.O:-)

    Ich hatte mir tatsächlich ernsthafte Sorgen über Deine Abwesenheit gemacht, war schon neidisch, weil ich glaubte, Du wärest vielleicht schon auf einer Everest-Expedition unterwegs. Aber was Du beschreibst, erklärt ja alles. Du meinst also, ich könnte mich beim besten Dienstleister des Planeten bewerben?

    Dass Du Deinen Pflichten als Pharao nicht gewachsen wärest, würde mir natürlich niemals in den Sinn gekommen. Also musste es einen schwerwiegenden Grund geben. 

    Selbstverständlich bin ich neidisch auf eine schnelle Internetverbindung in einer "Großstadt", in der bei den Nachbarn nebenan bereits fleißig gebuddelt wurde um ins neue Zeitalter der Glasfaserkommunikation überzuwechseln. Aber ich habe dann demnächst ja Dein altes Kabel.

    Zum Ovid-Zitat gibt' nur soviel zu sagen, dass man immer so zitiert, wie man sich selber fühlt. Außerdem hätte die detaillierte Beschreibung des Vasenmotivs das überaus notwendige Jugendschutzgesetz in seinen selbsterschaffenen Stolperfallen a la Facebook-Zensur sicherlich überfordert. 

    Da ich mit meinem Knick in der Optik  beim Lesen eines Buches selten über die ersten beiden Seiten hinauskomme, habe ich natürlich, faul wie ich bin, einfach die ersten Zeilen, den so genannten "Motor des Werks gewählt. Ich konnte ja nicht erst das ganze Werk in mein smartes und ungemein alltagspragmatisches Smartphone übertragen. Dabei erwies es sich als ganz praktisch, dass das Werk eine Reclam-übersetzung besitzt. Dank püttenbecker Abitur, inklusive dem Erwerb von maximal 1 1/2 Sprachen also, hätte ich ansonsten natürlich kein Wort verstanden von dem, was da steht:

    "Was mag das bedeuten, daß mein Lager mir so hart scheint und daß meine Decke auf dem Bett nicht halten will? Hab ich nicht die Nacht schlaflos zugebracht, lang, wie sie ist, und mich hin und her gewälzt, daß mir die müden Knochen weh tun? Eigentlich müßte ich es doch merken, wenn irgendein Liebesgott mich in Versuchung führte; oder pirscht er sich etwa heimlich heran und setzt mir tükisch zu mit verdeckten Winkelzügen? So wird's sein. In meinem Herzen haftet der zarte Pfeil. Amor, der wilde, hat sich in meiner Brust eingenistet und stiftet dort Verwirrung." [1, S. 9].

    So, jetzt aber Schluss mit dem Thema. Müde werden mir die Augen und mitlesen wird hier sonst bald keiner mehr, habe ich doch gewagt, Lyrik in diesem Thema anzubringen und das Wort "Buch" erwähnt. (Für alle jüngeren Mitleser: Das ist so eine Art Highspeed-Glasfaserkabel-Smartphone ganz ohne Akku und mit Seiten, die man umblättern und direkt lesen kann).

    Zur Kartusche des Chur-ti-Re:

    Feuersteinknollen und Stangenkupfer zu organisieren, erweist sich als schwieriger als erahnt, aber ich finde auch, dass sich das Arbeitsergebnis am Assuan-Granit angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten bei einem Nullkommanull-Budget sehen lassen kann. Ausreden wie:"Es wäre schon längst fertig wenn..." machen aber natürlich keinen Sinn. So bleibt die einfache Entkräftung obskurer und undurchdachter, aber ungemein populärer und kassenwirksamer Theorien auch noch eine Weile spannend, bevor die große Ernüchterung vor der Tür steht und die Tür eintritt. Das Wort "Makulatur wird in heutigen, närrischen Zeiten Dank der in Arbeit befindlichen Kartusche des Chur-Ti-Re einen ganz neuen Stellenwert erlangen, auch, wenn heutzutage mit Hightech-Tapeten tapeziert wird und es zum Thema Natursteinbearbeitung in der Antike eigentlich keine wirklich offenen Fragen mehr gibt.

    In diesem Sinne erst einmal fröhliche und hoffentlich wirklich schnelle Internetverbindung ohne Nachbesserung.

    Grüße, Steinmetz

    :-P

     

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • Meine Güte, bei bestimmten Themen laufen männliche Forscher anscheinend Gefahr, einer gewissen BeTriebsblindheit zu unterliegen. Tz tz.

    Darf ich also die Herren darauf hinweisen, dass ein paar Gedanken zu physikalischen Vorgängen angebracht gewesen wären? Die Tonspur kann selbstverständlich nur Geräusche abbilden, die sich während der Arbeit auf der sich drehenden Töpferscheibe durch feinste Schwingungen auf den weichen Ton übertragen haben. Die Bemalung wird aber NICHT auf der Töpferscheibe, sondern erst nach der Trocknung appliziert.

    Mal ganz abgesehen von der Frage, ob nach agierenden Modellen gearbeitet wurde.

  • SteinmetzSteinmetz User
    bearbeitet 3. April #8

    Hallo Barbara. Nun, die männliche Spezies benötigt zu manchen Themen nun einmal gewisse, nur kompliziert und umständlich erscheinende Annäherungstaktiken. Das hat die Natur so vorgesehen. Außerdem sei mir vergönnt, Kurti nach solch langer Zeit der Abstinenz ordnungsgemäß zu begrüßen. Aber als Themeninhaberin komme ich Deinem Wunsch natürlich gerne nach, den ins Offtopic-Gewässer abgedrifteten Austausch zum eigentlichen Thema zurückzurudern.:-P

    Zu den "Tonrillen": Wahscheinlichkeitstheoretisch ließen sich auf diversen und nicht von Menschenhand geformten Objekten und Materialien möglicherweise diverse ähnliche Effekte erzielen. Es wäre spannend, zu erfahren, was die Natur und alles erzählen würde und in welchen Sprachen. 

    Der von Dir gepostete Beitrag ist hochinteressant, sind doch alle Voraussetzungen für einen echten Tonabnehmer gegeben. Die dahinterstehende Theorie hätte aber nur Bestand und eine Chance, wenn sich der Effekt in einem Versuch wiederholen ließe. Ansonsten wäre die Beweislast dafür, ob es sich um in die gewünschte Richtung interpretierte Untersuchungsergebnisse oder schlicht und ergreifend um Zufall handelt, zu groß.

    Ein Versuchsaufbau hierfür wäre ja nicht sonderlich aufwändig.

    Zum Thema, gibt es bereits seit längerem interessante Erkenntnisse mit gewisser Verwandtschaft: Die Knochenplatten des menschlichen Schädels bilden in den Bereichen, in denen sie im Laufe des Lebens fest zusammenwachsen, tonrillenförmige Strukturen aus, die einer Schallplattentonrille sehr gleichen. Es gab, wenn ich mich richtig erinnere, auch Versuche, menschliche Schädelrillen entsprechend hörbar zu machen und es wäre wohl eine interessante Frage, was wir selbst und zu sagen hätten. Die Quelle für diese Untersuchungen ist mir aktuell jedoch entfallen.

    Hoffentlich kommt auch niemand auf die Idee, die Tonrillenplatte am Boden der besagten Vase rückwärts laufen zu lassen, den der Interpretationsspielraum würde dabei ungleich größer werden und nach Manier mancher Menschen schier unerhörtes zu Tage fördern. Und noch ein Beispiel dafür, wo wir versteckt übermittelte antike Tondokumente ausmachen könnten, fällt mir ein: Im Bereich der antiken Drechselkunst.

    Grüße, Steinmetz

    Post edited by Steinmetz on

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • ;RandomHH

    @RandomHH schrieb:

    Die Tonspur kann selbstverständlich nur Geräusche abbilden, die sich während der Arbeit auf der sich drehenden Töpferscheibe durch feinste Schwingungen auf den weichen Ton übertragen haben.

    Hallo Barbara,

    was glaubst Du, was sich in griechischen Töpferwerkstätten im damaligen Künstlermilieu so alles abspielte ? Vor allem, wenn der Wein gebracht und getrunken war !! Die Vase ist halt eine Wiedergabe in Bild und Ton. O:-)

    Steinmetz

    Hallo Vinzenz,

    schön, dass Du mich vermisst hast ! :-)Auf Everest-Expeditionen schicke ich aber heute nur noch meinen Astralleib, denn sonst geht es mir so wie dem lieben Ovid auf seinem harten Lager ! =:-O

    Deine Übersetzung mit "hartem Lager" kommt natürlich der Dichtkunst eines Ovid näher als meine "harte Matratze", aber krumm und buckelig liegen tut man sich auf beiden. :-D

    Was Deine Steinmetzarbeit betrifft, so wäre natürlich"ein" Silexsplitter kaum dienlich, denn da wird man einige Stücke verschleißen. Was haben eigentlich damals die Versuche mit Kieselsteinsplittern gebracht ? Wenn alle Stricke reißen mußt Du halt ein paar Deiner Diamanten hernehmen. Du wirst doch sicher so ein paar 20-Karäter in der Schublade haben die Du nicht mehr brauchst !? :-PAnsonsten wünsche ich Dir ein fröhliches Schaffen an meiner Kartusche, aber denk daran, dass auch ein Chur-ti-Re nicht ewig lebt.

    Gruß

    Kurti

  • SteinmetzSteinmetz User
    bearbeitet 3. April #10

    @Kurti: Nur, um sicherzustellen, dass hier keine Mißverständnisse entstehen: Die Übersetzung von Ovids Text stammt natürlich vom Reclam-Verlag.

    Diamanten? X-D

    Schön wär's. Ich hab aber nur die chemisch-physikalische Vorstufe von Diamanten in Form von Graphit in der Stifteschublade liegen. Über Chu-Ti-Re' s Kartusche unterhalten wir uns besser im anderen Thema weiter. Ich geb mir zwar Mühe, aber versprechen kann ich natürlich nix. Wie gesagt, Materialbeschaffungsprobleme lassen sich nicht von heute auf Morgen bewältigen...

    Ansonsten können wir, was den Everest angeht, einen Club aufmachen. Dann können wir dort astral einen Eiskaffee trinken, ganz schnell ein Foto machen und wieder aufwachen.:-P

    Grüße, Steinmetz

     

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • Was macht denn eigentlich der Fortschritt des Tonscheibenschallplattenexperiments?

    Grüße, Steinmetz

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • Aufgrund mangelnder Forschungsgelder liegen die Experimente zur Zeit brach. Verhandlungen mit privaten Fernsehsendern für Infotainment-Formate sind angeschoben. Arbeitstitel: Das wilde Leben der alten Griechen. Mögliche Umsetzung bis 1.4.2019.

    ;-)

  • X-D:-D

    Das klingt doch super! :db:

    Grüße, Steinmetz

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

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