römische Funde?

Hallo Gemeinde

Diese 2 Fundstücke was ich persönlich römisch einordnen würde bitten um genaue bestimmung.Fundort Niederösterreich auf einem Acker der ansonsten keine anderen Beifunde ergab.ca 5km davon entfernt war ein römisches Reiterkastel.Aber was genau sind diese Teile.Material Bronze und am linken Stück sind noch Farbreste oder evtl.Glasschmelz zu erkennen.Könnte das rechte Teil ein Rohling einer Scheibenfibel sein??

Was meint ihr dazu

Mfg 

Hendrix

Kommentare

  • Hier noch Bilder

    Möhlicherweise warbfas ganze Stück farbig da rundum farbrestebzu sehen sind

    Mfg

  • ReeclonReeclon SchweizUser

    Interessante zwei Objekte, aber ohne weitere Beifunde schwer. Aber das rechte Objekt ist keine Scheibenfibel. Die sehen auf der Rückseite anders aus. Beim anderen Objekt habe ich keine Ahnung. Aber merke dir: nicht alles was aus Bronze ist, muss zwingend römisch sein! Bronze ist ein Material, was über Jahrtausende bis in die heutige Zeit verwendet wird.  Aber anhand der Patina deiner Objekte kann man glaube ich die neusten 100-200 Jahre ausschliessen... 

    Nebenbei: woher weisst du überhaupt, dass es Bronze und nicht ein anderes Metall ist? O:-)

  • Hallo

    Also beim rechten bin ich sicher das es Bronze ist.Beim linken Stück hast du da evtl.gut erkannt und ist vielleicht eine Zinklegierung aber genau kann ich das nicht sagen.

    Schon klar das nicht alles was bronze ist römisch ist der Fundort würde dafür sprechen und darum auch das Fragezeichen?

    Das linke Teil dürfte absichtlich zerstört worden sein .Ein Teil der rundung sieht abgehackt aus?

    Mfg

  • ReeclonReeclon SchweizUser
    bearbeitet 14. January #5

    Hallo

    Also beim rechten bin ich sicher das es Bronze ist.Beim linken Stück hast du da evtl.gut erkannt und ist vielleicht eine Zinklegierung aber genau kann ich das nicht sagen.

    Schon klar das nicht alles was bronze ist römisch ist der Fundort würde dafür sprechen und darum auch das Fragezeichen?

    Das linke Teil dürfte absichtlich zerstört worden sein .Ein Teil der rundung sieht abgehackt aus?

    Mfg

    Ich könnte mir beim linken Teil eher ein Pflug vorstellen, der dein Objekt gehälftet hat :db:

    Aber wegen dem Fundort: WENN die Funde römisch wären, denke ich nicht, dass sie einen grösseren Zusammenhang mit dem 5km weiten Reiterkastell haben. Es kann natürlich sein, dass es verlorene Gegenstände sind, aber da hättest du sehr Glück gehabt. 

    Es gibt in 5km Umgebung sicherlich noch mehr als ein ehemaliges römisches Reiterkastell, oder?

    Und wie verschrottet war der Acker?  Das kann jenachdem auch noch ein Hinweis sein... :detective: 

  • Hallo Hendrix, gibt es in Österreich eigentlich eine gesetzliche Regelung bezüglich der Nutzung von Metalldetektoren durch nicht beauftragte Personen?

    Liebe Grüße. 

  • Maggie

    Hier die "amtliche" Antwort auf Deine Frage:

    ZITAT: 

    Wien, am 09.06.2015  
     
     
    Sehr geehrter Herr ..............
    zu Ihrer Anfrage vom 04.06.2015 teilen wir mit, dass jede Nachforschung durch Veränderung der Erdoberfläche bzw. des Grundes unter Wasser (Grabung) und sonstige Nachforschungen an Ort und Stelle zum Zwecke der Entdeckung und Untersuchung beweglicher und unbeweglicher Denkmale unter der Erd- bzw. Wasseroberfläche nur mit Bewilligung des Bundesdenkmalamtes vorgenommen werden dürfen.
     
    Diese Bewilligung kann gemäß der gesetzlichen Vorgabe nur an Personen mit abgeschlossenem einschlägigem Studium, also an akademisch ausgebildete ArchäologInnen, erteilt werden.
     
    Wird ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes ein Metallsuchgerät auf einem unter Denkmalschutz stehenden Grundstück verwendet, liegt grundsätzlich eine unerlaubte und strafbare Handlung vor, die vom Bundesdenkmalamt verfolgt wird.
    Weiters wird darauf hingewiesen, dass derartige Bodeneingriffe nur mit Zustimmung des/r Grundeigentümers/in zulässig sind. Aktuelle Eigentumsverhältnisse können über das Grundbuch der Republik abgefragt werden (gebührenpflichtig).
    Interessierte Laien haben allerdings die Möglichkeit, an wissenschaftlich geleiteten (und vom Bundesdenkmalamt genehmigten) Grabungen oder Prospektionen als MitarbeiterInnen teilzunehmen.
     
     
    Mit freundlichen Grüßen
    HR Univ.-Doz. Dr. Bernhard Hebert
    Leiter der Abteilung für Archäologie ENDE

    http://www.detektorforum.de/smf/auslandaktivitaten_expeditionen_reiseberichte/anfrage_bda_osterreich_was_sondeln_angeht_und_hier_hab_ich_die_antwort-t90417.0.html

    Ansonsten ist es ähnlich deeeeeeeeehhhhhhhhnbar wie bei uns. :-D

     

    Gruß

    Kurti

  • MaggieMaggie User
    bearbeitet 16. January #8

    @kurti vielen Dank für die ausführlichen Informationen.  Allerdimgs sehe ich wenig Spielraum für etwaige "Dehnungen":

    Wird ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes ein Metallsuchgerät auf einem unter Denkmalschutz stehenden Grundstück verwendet, liegt grundsätzlich eine unerlaubte und strafbare Handlung vor, die vom Bundesdenkmalamt verfolgt wird.
    Weiters wird darauf hingewiesen, dass derartige Bodeneingriffe nur mit Zustimmung des/r Grundeigentümers/in zulässig sind. 

    Beste Grüße;)

    Post edited by Maggie on
  • kurtikurti User
    bearbeitet 16. January #9

    Maggie

    Außerhalb eines "Denkmalschutzgebietes" darf er, aber nicht graben und nicht gezielt nach archäologisch............usw.usf.

    Ersparen wir uns hier die detaillierten Hinweise auf das Dehnbare. O:-)

    Beliebte Fundorte sind deshalb ja auch der Acker, am umgestürzten Baum, das Bachbett, die Kiesgrube usw. :-D

    Die Genehmigung des Grundstückseigners ist seine Sache und gemeint ist ja nur der Eingriff (Grabung), denn ansonsten ist das Betreten von Wald und Flur jedem erlaubt. Er darf nur keine Flurschäden verursachen oder gegen das Naturschutzgesetz verstoßen und muß gegebenenfalls Wegegebote beachten.

    Natürlich empfehle ich hendrix1972 bei seinen nicht ganz zufälligen Funden auch dringend, dass er sich mal mit einer amtlichen Stelle in Verbindung setzt. Falls er das nicht schon gemacht hat. :indy:

    Gruß

    Kurti

    Post edited by kurti on
    Maggie
  • Hallo Gemeinde

    Keiner braucht sich sorgen machen ich suche  nicht auf BDM Geschützten Boden.Und wenn ich schreibe 5km von einem römischen Reitetkastell heißt das noch lange nicht das dies BD ist.Ich bin keiner der Barbarenschätze oder ähnliches unterschlägt und dann so tut als hätte er nicht gewußt was das ist.Denn Namen urheberrechtlich schützen läßt und noch Geld damit verdient.Jeder weiß sicher was ich meine.Die einverständnis des Grundstückseigentümer habe ich sehr wohl alles andere wäre dumm und nicht vertretbar.Graben ist nicht nötig,nach dem der Pflug seine Runden dreht mussnmans nur mehr aufheben.Und geziehlt ist eine unterstellung.Was ich etwas traurig finde ist das man immer gleich als Illegaler Sondler oder etlicher div.Ausdrücke hier deklariert wird.Die Gesetzlage braucht mir keiner erklären die kenn ich . Und es gibt genau so Schauergeschichten über Archis wie von Sondler da hätte ich einiges auf Lager zumindest in Österreich.Schwarze Schafe gibts auf beiden Seiten.Und sind wir uns doch mal ehrlich.Was für Funde sind für die Archäologie von interesse ,Ackerfunde die dann irgenwo in Schachteln irgendwo im Archiv verschwinden und vergammeln..Ich glaube das diese ignoranz das beidseitige Verhältnis zu Sondlern nicht unbediengt verbessern wird ,was schade ist.Primär ist es euer guter Recht so was zu hinterfragen.Ich habe aber das Gefühl das man sich darüber aber mehr kümmert als um eine gebetene Zuordnung.Und noch was.Es ist nicht immer nötig Fundzusammenhänge und Fundumstände einen raus zu kitzteln denn die sind nur manchmal entscheidend für eine Bestimmung,das heißt nicht das es unwichtig ist.Ich dachte das hier studierte Facharchäologie statt findet die so was auf anhieb wissen sollte.In punkto Funde müsste euch ja schon so einiges unter gekommen sein.Das ist kein Angriff und ich will auch niemand beleidigen .

    Ich denke das in Deutschland je nach Bundesland div.Örtlichkeiten bzgl.Sondler bevorzugt werden und andere gar keine Chance auf eine Nfg haben.Eigentlich sollten so was auf Bundesebene geregelt sein,ist es aber nicht.Betrifft mich aber persönlich nicht und ist mit egal.Würde die Archäologie mit Sondler enger zusammen arbeiten auf Ehrenamtlicher Basis was sich bei euch ja wesentlich verbessert hat würde das in der Sondlerszene wenige schwarze Schafe geben,denn viele machen das aus Liebe zur Geschichte im Ort  und nicht aus Habgier.Naja vielleicht ist es ja in Zukunft trotzdem möglich das ich mich bevor ich was melde und eigentlich einen Ansprechpartner habe was ich auch schon erwähnt habe,mögliche Funde hier ein zu stellen und eure Meinung dazu hören.

    Denn hätte ich schlechtes Gewissen hätte ich mich erst gar nicht hier angemeldet.Das nur wegen einer Zuordnung zu tun warum da gibts etliche andere Foren.Ich hoffe das nur die hâlfte die diesen Thread lesen haben in Zukunft auch einen Sondler eine Antwort erteilen ohne Vorurteile.

    Danke

    Mfg hendrix

     

     

  • kurtikurti User
    bearbeitet 17. January #11

    hendrix1972

    Ich verstehe Deine Situation in Osterreich durchaus. 
    https://derstandard.at/2000049660989/Wie-Laien-in-die-Archaeologie-einsteigen-koennen
    Du mußt aber auch verstehen, dass wir Wert darauf legen, dass Du Deine "archäologischen" Funde meldest. Diese Aussage hast Du bisher nicht gemacht.
    Vielleicht nimmst Du mal Verbindung zu den im Link genannten Adressen auf.

    Gruß

    Kurti

    Post edited by kurti on
    StoneMan
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