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Relief? Siegelkapsel? Maximilian I HRR

Hallo Zusammen,

 

ich habe dieses Relief, mit der vermuteten Abbildung von Maximilian I vorliegen. Es ist aus getriebenen Messing handgearbeitet mit resten einer Versilberung. Die Innsenseite ist mit Blei verkleidet. Durchmesser ist 7cm.

Ich habe viel recherchiert und glaube mittlerweile, es könnte sich vielleicht um den Deckel. Hier ein paar Beispiele:

http://www.arenbergfoundation.eu/en/history/house/armorial_1576.html

https://www.hermann-historica.de/de/siegelkapsel/l/16517?aid=15&lstatus=0&Accid=1151&currentpos=4

Könnt Ihr mir bei dem Stück weiterhelfen? Auch was eine Datierung angeht? Könnte ja schließlich auch Historistisch sein.

Viele Grüße

Andreas

 

Kommentare

  • Ich denke eher an den Deckel einer Taschenuhr. Unten ist das Scharnier weggebrochen. 

    LG luci

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser

    Moin Luci,

    da braucht man aber große Taschen... O.o

    Gruß

    Jürgen

    Ich bin Augensucher. Meine Funde werden gemeldet.

  • Hallo Zusammen,

     

    Danke für die Antworten. Für eine Taschenuhr ist es zu groß. Ich bin mittlerweile wieder weg von der Siegeltheorie. Scheinbar gab es solche Plaketten, wofür auch immer, sowohl in der Renaissance als freilich auch im Historismus...

     

    Beste Grüße

    Andreas

  • SteinmetzSteinmetz User
    bearbeitet October 2017 #5

    Hallo Andreas. Stilistisch passt das wohl in die Zeit Maximilians, Dürers und der Fugger, also in die Epoche der Renaissance. Das ist aber kein ausschließmicher Beweis dafür, dass das Stück wirklich so alt ist. Dafür bräuchte es weitere Indizien. Gibt es an dem Stück Punzen oder Signaturen? Ich erlaube mir einmal, eine gewagte These in den Raum zu werfen: 

    Maximilian soll sich laut einer Doku, deren Quellenangaben ich noch recherchieren müsste, für eine Normierung von Geschützen (Kanonen, Bombarden, Kleinstgeschütze etc.) und Geschützmunition eingesetzt und sogar selber Kanonen gegossen haben.

    Vielleicht handelt es sich ja um den Deckel eines Kleinstgeschützes - falls Deckel damals bei Geschützen Verwendung fanden. Ich bin auf dem Gebiet kein Experte, aber es wäre doch zumindestens naheliegend, dass der Lauf eines Geschützes z.B. während des Transports und bei Nichtnutzung z.B. gegen Feuchtigkeit durch Regen geschützt wurde. Möglicherweise gab es ja sogar Kleinstgeschütze mit zurückklappbaren Deckeln mit Scharnier...?

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • Hallo Steinmetz,

     

    Danke für Deine Antwort. Punzen o.ä. kann ich an dem Stück leider keine erkennen. Schade, dass die Innenseite mit Blei bedeckt ist - vielleicht hätten dort etwaige Spuren Rückschlüsse zulassen können.

    Die Theorie mit den Geschützen finde ich interessant. Bekannt ist mir soetwas jedoch nicht und im Internet habe ich nichts dazu gefunden, wobei ich mich auch nicht besonders mit Geschützen auskenne und auch die genaue Bezeichnung nicht kennen würde.

     

    Beste Grüße

    Andreas

  • Hallo,

    versilberter Geschützdeckel?

    Das war aber dann ein Prunkgeschütz!

    Vielleicht ein Dosendeckel?

     

    Gruß,

    Hugin

  • Hallo,

    versilberter Geschützdeckel?

    Das war aber dann ein Prunkgeschütz!

    Vielleicht ein Dosendeckel?

    Auf dem Bild der Rückseite bei ca. 7Uhr ist Loch im Rand sichtbar!

    Vielleicht für eine Kette?

    Einen Verschlussmechanismus hätte ich gegenüber dem abgebrochenen Scharnier erwartet ...

     

     

    Gruß,

    Hugin

  • Ich tippe auf einen Bierkrugdeckel!

    Ist das Innere vielleicht Zinn?

     

    Gruß,

    Hugin

  • Danke, Hugin, für die Rückmeldung.

    Es sind zwei Löcher im Rand - auf der ggü liegenden Seite ist noch eines. Beide sind aber mEn später angebracht worden.

    Bezüglich des Verschlussmechanismusses hätte dies auch wie im 1. Link verschlossen werden können:

    http://www.arenbergfoundation.eu/en/history/house/armorial_1576.html

     

    Wenn man mal das vermeintliche, abgebrochene Scharnier außer Acht lässt, könnte die Plakette auch einst in einer runden Holzbox eingelassen gewesen sein. Aber Möglichkeiten gibt es da wohl viele...

    Beste Grüße

    Andreas

  • Womöglich war die Plakette mal Teil einer Kette. So in Richtung Schützenkönigskette oder Bürgermeister Kette. Das würde die beiden Löcher erklären.

     

    https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=NM0lMdmZ&id=239B958C68C96ED4D36A22CDC17E0FEA2500CF84&thid=OIP.NM0lMdmZmtayUBrBc7gNIAFNC7&q=b%c3%bcrgermeisterkette&simid=608044659408046828&selectedIndex=21

    Gruß,

    Hugin

  • SteinmetzSteinmetz User
    bearbeitet October 2017 #12

    @Hugin:

    Das mit dem handgetriebenen und versilberten Messing habe ich glatt überlesen...

    Aber der Aufwand für einen Prunkbierkrug wäre ja der gleiche gewesen... 

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    - BITTE NICHT NACHMACHEN! -

  • Das mit der Kette ist auch eine Idee. Ich frag mich, wozu man das Teil mit Blei innen ausgelegt hat?!

    Anbei noch ein besseres Bild, auf dem man die Feinheiten gut erkennt.

     

    Beste Grüße

    Andreas

  • Dazu hab ich es mit etwas Balistol abgewischt. Dabei ist mir noch ein merkwürdiges Detail aufgefallen: Links neben dem Reichsapfel befindet sich eine Struktur, die eine person darzustellen scheint, welche die Kugel schiebt... Jemand eine Idee dazu?

     

    Beste Grüße

    Andreas

  • Ist das Blei oder Zinn`?

     

    Gruß,

    Hugin

  • Hmm, gute Frage. Ich denke, dass es Blei ist, zum Einen Aufgrund des Gewichtes, zum Anderen wegen der Korrosionsspuren. Aber letztendlich sind sich beide Metalle ja sehr ähnlich. Kann man das irgendwie feststellen ohne größeren Aufwand?

  • jsuchosjsuchos BerlinUser

    Hallo,

     

    würde sagen es ist der Deckel einer Schnupftabakdose - evtl. mit Blei verstärkt für Stabilität oder damit es nicht so leicht aufgeht. Ist wohl mal am Scharnier abgebrochen und evtl. durch die 2 nachträglich angebrachten Löcher wieder befestigt oder anderweitig weitrverwendet worden.

  • Hi,

     

    Tabakdose denke ich eher nicht, zumindest wenn an der Bruchstelle wirklich einmal ein Scharnier war. Dann müsste es auf der hinteren Seite sein.

     

    Beste Grüße

    Andreas

  • Habe noch dieses Relief im Netz gefunden. Die Darstellungen sind sehr änhlich. Auch mit dem Reichsapfel. Finde nach wie vor diese Figur, die scheinbar den Apfel schiebt bei dem Blechrelief sonderbar. Hat dazu jemand eine Idee?

     

    https://www.khm.at/objektdb/detail/93249/

     

    Beste Grüße

    Andreas

     

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