Zukunftsforschung

SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
bearbeitet: 20. September in Plauderecke

Was glaubt ihr, welche Berufsbilder sich im Bereich der Archäologie zukünftig noch entwickeln KÖNNTEN, weil alte und evtl. überkommene überflüssig  werden? In welche Richtung entwickelt sich das Berufsbild Archäologie in den nächsten Hundert Jahren? Siehe zum Vergleich z.B. Kfz-Mechaniker vs. Mechatroniker...

Herzliche Grüße,

Steinmetz

 

Beitrag bearbeitet von Steinmetz

Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: 20. September

    @Steinmetz

    Nur mal ganz grob. Wenn man sich heutige Prospektionsmöglichkeiten mit allen möglichen Strahlengeräten anschaut, desweiteren 3D-Animationen und digitale Datenbänke, dann kann man sich schon einen "Archäotroniker" vorstellen. Möglicherweise verzichtet man in Zukunft auch auf großflächige Ausgrabungen weil man sich ein genügend aufschlußreiches, "elektronisches" Bild des Bodendenkmals machen kann. Die Anfänge sind jedenfalls schon greifbar und im Ansatz durchaus schon Gegenwart.

    Das Denken und daraus resultierende fachlich fundierte Rückschlüsse werden durch die technischen Möglichkeiten zwar erleichtert, aber ansonsten bleibt das wohl noch leidige, organische "Hirnarbeit":-D

    Gruß

    Kurti

    StoneMan
    Beitrag bearbeitet von kurti
  •  

    Auch wird die Archäologie wahrscheinlich stärker privatisiert und Ausgrabungen von Unternehmen durchgeführt. Diese Unternehmen (hoffe ich zumindest) können dann nicht nur staatlich sondern auch privat engagiert werden. Sie stehen dann in frei Marktwirtschaftlicher Konkurrenz zueinander und haben so den Druck gute Arbeit zu leisten. Durch die Diskrepantz in Investitionsbereitschaft bei Staatlichen Behörden und Privaten Unternehmen wird wohl mehr Geld in die Ausrüstung fließen d. H. man wird alle modernen Mittel die den Ablauf einer Ausgrabung erleichtern einsetzen. Wenn diese Geräte einfach zu bedienen sind wird man auch auf geringer bezahlte und weniger gut ausgebildete Leute zurückgreifen können und hat nur noch ein paar Archäologen die die Daten am PC auswerten. Auch könnten diese Unternehmen ihren Lohn an den gefundenen Objekten fest machen, so dass eine Suche mit viel Ausbeute an Objekten gewinnbringender ist als eine Suche ohne Erfolg. Wegweisend auf diesem Gebiet ist odyssey marine exploration.

    Gruß Eddi 

    Irminfried
  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: 20. September

    @Eddi123

    Leider sind ja die "Privaten" schon häufig im "Geschäft" !

    Dazu nur ganz kurz: "Wo Geld und Schätze im Spiel sind da ist die Korruption nicht weit":-*>

    Wo nichts "Wertvolles" zu erwarten ist machen wir das Loch halt wieder zu damit der geplante Luxusbau schnellstmöglich fertig wird und Gewinn abwirft. Das ist dem einen oder anderen Bauherrn schon mal ein paar Cent wert. O:-)

    Ist natürlich nur ein rein fiktives Beispiel. :-D 

    Die "freie Marktwirtschaft" hat jedenfalls nicht nur Sonnenseiten und oft werden die Schatten auf der anderen Seite länger und länger. >:)

    Ansonsten paßt "odyssey marine exploration"  bestens in Dein Weltbild bezüglich "Teilhabe am Kulturgut".

    https://de.wikipedia.org/wiki/Odyssey_Marine_Exploration

    Gruß

    Kurti

    StoneMan
    Beitrag bearbeitet von kurti
  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 20. September

    Danke für Eure interessanten Antworten.

    Leider hat mein Mobiltelefon den gesamten Rest meiner aufwändig auf Minitasten eingetippten Antwort beim Speichern gelöscht. Soviel zum Thema immer stärker um sich greifenden Einsatzes von optimierter Technologie...

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

     

    StoneManLuci21
    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • IrminfriedIrminfried User Alter Hase

    @Eddi und @ Kurti:

    die "Privaten" sind z.Bsp. in Brandenburg seit inzwischen über zwei Jahrzehnten in der Spur.

    Und es funktioniert sehr gut in Zusammenarbeit mit dem Amt und den unteren DS- Behörden. Es wird mehr dokumentiert als z.Bsp. in Thüringen, wo dem Amt einfach die Mittel fehlen mehr Rettungsgrabungen durchzusetzen ...

    Auch treibt dies den Einsatz moderner Techniken, wie die Doku mit Drohnen und die Photogrammetrie voran....

    Eine private Buddelei aus rein pekuniären Gründen darf einfach nicht stattfinden, da wir am Ende hier dann Verhältnisse wie bei den sibirischen Elfenbeinjägern, oder momentan im nahen Osten  bekämen....

     

    Gruß

    Irminfried

    Luci21Eddi123
  • Luci21Luci21 User Amateur
    Steinmetz schrieb:

    Leider hat mein Mobiltelefon den gesamten Rest meiner aufwändig auf Minitasten eingetippten Antwort beim Speichern gelöscht. Soviel zum Thema immer stärker um sich greifenden Einsatzes von optimierter Technologie...

    Das ist den Leuten früher bestimmt auch schon passiert :-)

    So wie Moses - kommt mit 3 Tafeln á 5 Geboten vom Berg runter, stolpert - und zack eine Tafel kaputt ...  X-D

     

    Von daher - Kopf hoch

    LG

  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: 21. September

    @Irminfried

    die "Privaten" sind z.Bsp. in Brandenburg seit inzwischen über zwei Jahrzehnten in der Spur.

    Und es funktioniert sehr gut in Zusammenarbeit mit dem Amt und den unteren DS- Behörden. 

    Das ist mir bekannt und solange eine Firma vom Amt "beauftragt" und die Grabung "beaufsichtigt" wird ist dagegen nichts zu sagen. Dennoch ist Vorsicht geboten, wenn sich die Sache erst mal breit etabliert hat und die Firmen sich gegenseitig auf die Füße treten. Kürzlich hat ja hier "wiesflecker" die ersten negativen Auswirkungen geschildert. Es sagt sich immer so schön, dass der Markt sich selbst regelt. Tut er auch, aber nicht immer im Sinne des Erfinders. :-D

    Eddi`s Vorstellungen gingen aber in eine andere Richtung und sowas wie "odyssey marine exploration" darf auf keinen Fall Schule machen.

    Auf anderen Gebieten haben wir ja hinreichend "Kommerzwissenschaft" und wenn man sich kritische Sendungen wie Zoom, Visite, Panorama usw. anschaut, dann kann man regelrecht zum "Wutrenter" werden. >:(

    @Luci21

    So wie Moses - kommt mit 3 Tafeln á 5 Geboten vom Berg runter, stolpert - und zack eine Tafel kaputt ...  

    Auf der dritten Tafel standen wahrscheinlich alle schönen Dinge die Spaß machen und verboten wurden. Scherben bringen also wirklich Glück ! O:-)

    Gruß

    Kurti

    IrminfriedMaggieLuci21
    Beitrag bearbeitet von kurti
  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 21. September

    @Lucy:

    LOL.

    Also wissen wir, dass wir nichts (oder nur die Hälfte wissen) (qed)...

    Ich lasse mich davon natürlich nicht entmutigen. Ich möchte auch nicht wissen, wieviele Tonscherben nötig waren, um das erste brauchbare Gefäß der Menschheitsgeschichte herzustellen...

    Aber irgendwie scheint es mit den Smileys oder der Zitierfunktion zusammenzuhängen...

    Ein archäologischer Zukunftsarchivforscher wird sich deshalb in 100 Jahren vermutlich jahrelang den Kopf darüber zerbrechen, was ich wohl ursprünglich speichern wollte...

    LOL...@Kurti:

    Und ausgerechnet die Ditte Tafel ist verloren gegangen worden... :( LOL

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    Luci21
    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • IrminfriedIrminfried User Alter Hase

    zu Moses fällt mir eher ein, daß der Gutste nach einem besonderen Stechapfelrausch von seiner Schwiegermutter genötigt wurde, 100 mal die überlieferten Texte auf eine Tafel zu schreiben (wer kennt das nicht?) :-"

    ... du sollst immer still sitzen...
    ... du sollst Deinen Lehrer ehren....
    ... etc....

    Und hiervon ist eben ein Exemplar übriggeblieben und tradiert worden....

     

    Luci21
  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 22. September

    @Irminfried:

    :D Zumindest diese "Erziehungsmethode" hat es an manchen Schulen tatsächlich - zwar teilweise in tradierter Form in die Überlieferung bis heute geschafft. Überlieferung und Tradierung sind hartnäckig.

    Herzliche Grüße, 

    Steinmetz

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: 22. September

    @Irminfried

    Vorsicht !

    Moses ist im Islam ein bedeutender Prophet und wird häufig im Koran genannt. Auch, dass er die Gebote Allhas überbrachte. Er ist ein "Kalim Allah", einer der mit Allha sprach. Wer den Propheten Moses beleidigt der beleidigt den Propheten Mohammed und Allha ! :indy:

    Eine Reise in den Orient  würde ich Dir im Moment nicht anraten !!! O:-)

     

    Beitrag bearbeitet von kurti
  • IrminfriedIrminfried User Alter Hase

    @Kurti: Wieso? habe doch nix geschrieben, daß sich Moses mit vergorenen Getränken in diesen Zustand versetzte.... O:-)

    @Steinmetz: deswegen schrubte ich dies, denn ich kenne das auch aus eigener Erfahrung, wobei ich schon Kreide und Tafel oder Papier und Füller nutzen durfte und nicht Hammer und Meißel... K:-)

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.

Hallo!

Du bist momentan nicht angemeldet. Um Beiträge schreiben zu können, musst Du Dich zunächst anmelden. Du kannst Dich auch mit Deinem Archäologie Online-Benutzerkonto anmelden. Dazu musst Du Dich dort einloggen und dann wieder zu dieser Seite kommen.