Könnte es sich hierbei um einen Faustkeil handeln?

Vor nun etwa 15 Jahren bin ich mit einem damaligen Freund beim Durchwühlen einer Baustellen-bedingten Bodenaushebung  auf eine interessante Reihe von verschiedenen Objekten gestoßen, darunter dieser mögliche Faustkeil / abgetragene Wüstenstein (?) > siehe Anlagen

Außerdem fanden wir in unmittelbarer Nähe verschiedene Edelsteine sowie einen kleinen Knochen der wohl von einem Tier stammte und nicht zuletzt noch diverse Schneckenfossile. Leider lagerten wir diese schönen Stücke bei meinem Freund im Garten. Die Mutter hielt es wohl für "Müll" und schmiss es kurzdarauf in die Tonne. Wir waren damals gerade mal im zarten Alter von 10 und haben diese Funde somit auch nicht der Behörde gemeldet.

 

Übrig geblieben sind eben leider nur dieser Stein und ein Schneckenfossil. > siehe Anlage

 

Die Fundstelle befindet sich in Poing, einer Kleinstadt in Oberbayern. Ich muss noch anmerken, dass wir uns durch einen Kiesberg wühlten, der mittlerweile schon lange von Baggern etc. abgetragen wurde. Mittlerweile hat man Reihenhäuser auf das Areal errichten lassen, seit gut sieben Jahren.

 

Meine Frage lautet also zum einen wie im Titel zusammengefasst: Könnte es sich um einen Faustkeil handeln? Und zum anderen: Da noch viele weitere Edelsteine und Fossile in der Nähe lagen kam ich damals auf die Idee, dass es ja vielleicht sogar eine Grabstätte aus Zeit xy seien könnte?

 

Vielen Dank schonmal im Voraus für´s Durchlesen.

 

Beste Grüße Robert

 

PS: Bilder leider unbearbeitet, da sonst nicht uploadfähig

Kommentare

  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser

    Moin,

    es ist vermutlich ein glazial ausgewaschenes und durch Wind geschliffenes Geröll.

    Hier ähnliche Beispiele.

    Gruß

    Jürgen

    kurti

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • danke für die Einschätzung! Ja, die ähnlichen Beispiele schauen tatsächlich sehr ähnlich aus :)

  • Moinsens,

    dem "Faustkeil" hat sich Jürgen ja schon angenommen...

    Die "Schnecke" ist ein Ammonit. Ein extrem erfolgreicher Meeresbewohner, dessen Fossilien eine Zeitspanne von über 300.000.000 Jahren nachzuweisen sind....

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ammoniten

    Wie alt Dein Ammonit ist, kann ich nicht sagen, aber es ist ein schön erhaltenes Bruchstück...

     

    Gruß

    Irminfried

    StoneMan
  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser

    Moin,

    gut, dass Du aufgepasst hast Irminfried :d:

    Die Landschaft um Altötting ist das ältere Tertiär, das Paläogen und geht bis ins Miozän (Neogen), vor etwa 66 - 20 Millionen.

    Eine Bestimmung (Alter/Art) des Ammoniten kann ich leider auch nicht liefern. Nach dem Foto hätte ich den Ammonit sogar ins Jura (200 - 150 Mio) gesteckt.

    Meine Solnhofener Ammoniten sehen ähnlich aus - das sagt aber gar nichts!

    So etwas per Fotos, ohne genaue Herkunft bzw. Stratigraphie, zu bestimmen wäre nicht seriös.

    Gruß

    Jürgen

     

    Irminfried

    Ich bin Augensucher.

    Meine Funde werden in den LDAs gemeldet.

  • BucentaurBucentaur User
    bearbeitet August 2017 #6

     der vermeintliche "Faustkeil" dürfte schon aus Hornstein bestehen. Die vielen kleinen Mulden werden durch Wind und Wasser stark verrundete Frostausbrüche sein, eben typische Hinweise für thermische Einflüsse die diese oberflächlichen Veränderungen hervorbrachten. Falls es sich bei dem Ort Poing in Obb. handelt dann liegt der Ort ja prktisch vor den Toren Münchens in Richtung Ebersberg. Typisch wäre dieses erdgeschichtlich interessante Fundstück aber für ein Gebiet entlang der Donau auf tertiären Höhenrücken. Bei Poing gefunden dürften es aber die eiszeitlichen Gletscher bzw. Gebirgsflüsse dorthin transportiert und abgelagert haben.

     

    Dazu gibts auch vergleichbares bei Steinzeit-wissen

    http://www.steinzeitwissen.de/steinzeitlexikon/thermische-veranderung-von-feuerstein Bucentaur

     

     

     

     

    Post edited by Bucentaur on
    Irminfried
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