Welche Sprache/Schrift ist das?

SabrinaFSabrinaF SteinabrücklUser

Ich habe einen eingerahmten Text bekommen, dessen Ursprung leider unbekannt ist. Ich würde gerne näheres darüber in Erfahrung bringen. Kann mir jemand sagen, um welche Sprache/Schrift es sich dabei handelt?

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  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 21. April

    Hallo Sabrina,

    auf den ersten Blick assoziiert das mir in Teilen eine tibetische Schrift. Aber ich kann mich auf die Schnelle natürlich irren und schaue mir das ganze später noch einmal in Ruhe an. Der Annahme tibetischer Schrift spräche allerdings schon einmal die Schreibweise von Oben nach unten ein wenig entgegen, aber das mag kein Ausschlussgrund sein. Ein wirklicher Experte in Sachen tibetischer Schrift lässt sich aber sicherlich auftreiben, sofern es sich um tibetisch handelt. Hättest Du vielleicht mal ein bessereres Foto, vor allem geschärfter, von dem Schriftstück? Dann können die hoffentlich zahlreich im Forum vertretenen Schriftexperten auch sicherlich mehr dazu sagen.

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 21. April

    Auf manche Schlussfolgerungen kommt man natürlich erst nach ausführlicher ÜberlegungO.oX-D

    Bitte ein Bild besserer Qualität einmal so ins Forum einstellen, dass der schwarze Strich sich oben befindet und eine horizontale Linie bildet. Und nach Möglichkeit bitte ein Bild, auf dem der gesamte Text abgebildet ist.

    Herzliche Grüße,
     

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 21. April

    Liebe Sabrina, also:

    Das ist wohl mit recht großer Gewissheit tibetische Schrift. Der Schwarze Strich wäre in dem Fall (nach bestem Wissen) also nach oben zu stellen und das gesamte Dokument wird somit "quer" gelesen (meines Wissens von links nach rechts).

    Damit steht natürlich die Annahme im Raum, dass es sich um einen tibetischen Gebetstext handelt (Heilmantra etc.), beziehungsweise um Texte und Verse (buddhistische Weisheiten) handelt, die etwa von Buddhistischen Mönchinnen und Mönchen u.a. in Klöstern und buddhistischen Zentren oder zu buddhistisch orientierten Anlässen rezitiert wurden und auch heute noch werden - je nachdem, wie alt das Dokument ist - und woher es stammt.

    Es kann natürlich theoretisch auch eine "Flohmarktreliqiue" sein, also touristisches Souvenir o.ä.

    "Sehr interessant wäre also, mehr über die Hintergründe zu erfahren, wie es zu dir gelangt ist, und woher genau es stammt. Ein Foto besserer Qualität wäre sehr sinnvoll und spannend auch im Hinblick auf die Frage des Papiers. Auch lässt sich so vielleicht ein bisschen besser erahnen, mit welcher Drucktechnik es vielleicht hergestellt wurde, ob es sich etwa um eine Fotokopie, einen Computerausdruck oder gar (was nicht ausgeschlossen sein muss) um ein handschriftliches Dokument handelt. Vielleicht ist es aber auch einfach nur Massenware - die allerdings eben auch in buddhistischen Kreisen in Gebrauch ist.

    Zwecks Entzifferung dessen, was da geschrieben steht, lässt sich das eine oder andere zusammenrecherchieren. Die beste Adresse für die konkrete Übersetzung eines solchen Textes wäre aber meines Erachtens eine freundliche Anfrage an ein buddhistisches Zentrum (etwa in Hannover) eventuell mit der Aussicht auf eine Spende für gemeinnützige Zwecke;-), oder aber du wendest dich an Tibetologische Fakultäten, bzw. entsprechend kompetente Studierte dieses Studienfachs. Und mit etwas Glück findest du ja auch hier im Forum jemanden, der sich mit dem Tibetischen wirklich gut auskennt; oder das hier jetzt liest und sich im Forum  anmeldet um uns daran teilhaben zu lassen, was da interessantes geschrieben steht.

    In der Zwischenzeit werde ich schon einmal versuchen, das eine oder andere Schriftzeichen zu sondieren und mit dem mir zur Verfügung stehenden, bescheidenen Wissen in einen etwaigen Sinnzusammenhang zu bringen.

    Ich bin gespannt auf ein besseres Foto, denn jetzt möchte ich natürlich auch wissen, was da in Gänze geschrieben, bzw. gedruckt steht.:-

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    Genutze Quellen waren:

    [Keine Haftung für in Quellenangaben notwendigerweise enthaltene Links. Quellenangaben stellen KEINE Linkempfehlung dar.]

    Seite „Tibetische Schrift“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. November 2016, 09:27 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tibetische_Schrift&oldid=159611730 (Abgerufen: 21. April 2017, 10:26 UTC)

     

    Nachtrag: Nimm doch wenn möglich bitte das Schriftstück aus dem Bilderrahmen und Fotografiere es ohne die abdeckende Glasscheibe, dann gibt es auf dem Bild auch keine irritierende Spiegelungen.

    Maggie
    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • SabrinaFSabrinaF SteinabrücklUser

    Lieber Steinmetz!

    Ich wusste nicht, in welche Richtung die Schrift zu lesen war.

    Das mit detaillierten Bild ist nicht so leicht, weil das Schriftstück ziemlich lang und sehr schmal ist, aber ich werde es versuchen.

    Über die Herkunft weiß ich leider sehr wenig, da sein Besitzer leider verstorben ist. Aber er war Kunstsammler und ist viel gereist. Er hatte den Text hinter Glas und besonders ausgestellt, daher gehe ich davon aus, dass er auch irgendwie "besonders" ist.

    Ob es auch wertvoll ist, weiß ich nicht. Das Papier wirkt alt, aber ich glaube ziemlich sicher, dass es bedruckt oder irgendwie "gestempelt" wurde. Die Schriftzeichen befinden sich auf der Vorderseite und auf der Rückseite. An den Papierrändern befindet sich teilweise orange Farbe.

    Anbei versuche ich es noch einmal mit einem besseren Bild!

    Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Hilfe!

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  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 21. April

    Liebe Sabrina,

    das macht ja überhaupt nichts, die tibetische Schrift ist ja speziell und man muss das Prinzip, sie zu lesen kennen.

    Sehr interessant ist die Drucktechnik! Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es sich um einen Holzdruck oder etwa um eine Lithographie handeln könnte.

    Das ist definitiv ein tibetischer Text. Foto 2 und 3 sind richtig herum, alle anderen Fotos sind falsch herum. Ich empfehle dir aufgrund des Umfangs des Textes wirklich, dich an ein buddhistisches Zentrum zu wenden. Ich kann zwar versuchen, mir das eine oder andere zusammenzureimen, aber im Gesamtkontext wird es nur durch einen meisterlichen Übersetzer klar. Es sei denn, es gäbe z.B. im Internet irgendwo einen absolut identischen Text. Aber viel spannender ist es natürlich - finde ich - mit dieser Kultur in Verbindung zu treten, wenn man das will. Es gibt im Internet eventuell Adressen für Übersetzungsservices von buddhistischen Schriftsachverständigen. Ob diese für dich kostenlos wären und ob sie den Text auch Übersetzen würden und was das ganze kosten könnte, kann ich allerdings nicht sagen. Eine Seite, die ich zum Thema gefunden habe, bietet Übersetzungsservices z.B. nur kostenlos für Dharmaschüler an.

    Am besten fragst du dich mal schlau - oder, wenn es dir nichts ausmacht, gibst du mir die Erlaubnis, deine Fotos zu verwenden und mal bei einem Buddhistischen Zentrum nachzufragen, worum es sich handeln könnte und ob man eine Übersetzung bekommen kann. Auf jeden Fall ist das Ganze SEHR interessant! ich will mal schauen, ob ich das eine oder andere annähernd entziffern kann.

     

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

  • SabrinaFSabrinaF SteinabrücklUser

    Hallo Steinmetz!

    Danke für Deine lieben Ratschläge. Gerne kannst Du natürlich auch die Fotos verwenden!

    Das werde ich sicherlich machen.

    Habe übrigens nach ein wenig Eigenrecherche herausgefunden, dass ein Gong und eine Schale dazugehören. Habe auch beides gefunden.

    LG

    Sabrina 

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  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 25. April

    Liebe Sabrina,

    das wird ja immer spannender!

    Wie groß und schwer ist die Schale? Kannst du sagen, aus welchem Material sie ist? Klingt sie beim (vorsichtigen) Anschnippen mit dem Fingernagel oder handelt es sich etwa um eine lackierte Holzschale (wovon ich ausgehe)?

    Gehört der Holzhammer als Schlägel zur Schale oder könnte es sich eher um eine Zeremonial-, Ess- oder Teeschale handeln? Gibt es irgendeinen Nachweis darüber, dass alles tatsächlich zusammengehört?

    Danke für die Erlaubnis, die Fotos verwenden zu dürfen. Ich werde auch einmal versuchen, näheres über die Texte zu erfahren!

    Es wäre natürlich - auch wenn das für dich jetzt nochmals einen Aufwand bedeutet, wunderbar, wenn du von beiden Seiten des Papiers nochmals Fotos machen kannst, auf denen der Text jeweils vollständig zu sehen ist. Am besten könntest du - wenn du magst -  das ganze einmal so fotografieren, dass auf jeder Seite ein bisschen Fotorand um die Aufnahme des Papier herum stehen bleibt. Bei entsprechender Fotoqualität und Auflösung kann man das Bild dann vergrößern. Es ist also kein Problem, wenn das Papier auf dem Foto entsprechend klein aussieht, Hauptsache, die Auflösung ist beim Fotografieren und Hochladen hoch genug.

    Am besten stellst Du das Papier mit dem Text - auf einem anderen, entsprechend großen Stück Pappe oder Papier liegend - dafür auch einmal zum Fotografieren so - etwa an einen auf einem Tisch liegenden Buchrücken oder an eine Wand (z.B. auf einem Tisch, der an einer Wand steht), dass Licht von der Seite auf das Papier fallen kann. Am besten das ganzen aber nicht direktem Sonnenlicht aussetzen, das lässt z.B. auch Aquarelle schnell verblassen (teilweise werden Aquarelle deshalb nicht dauerhaft ausgehängt, sondern in Sammelmappen aufbewahrt). Wenn das Papier aufrecht steht, ist das Fotografieren möglicherweise auch einfacher für dich. Das Papier dabei auf ein anderes Stück Papier oder Pappe zu legen, hat den Sinn, es einmal zu stabilisieren, vor Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen und um zu vermeiden, dass von Hinten Licht durch das Papier fällt. Da beide Seiten bedruckt sind, würden sonst der Text der Rückseite beim Abfotografieren möglicherweise durchscheinen.

    Wie sich gezeigt hat, lassen sich die Schriftzeichen sehr gut entziffern und zuordnen, bedürfen aber für eine Übersetzung eben eines kompetenten Übersetzers.

    In gespannter Erwartung dessen, was da gedruckt und geschrieben steht!

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz

    Ich bin Grenzwissenschaftler: Ich erweitere stetig die Grenzen meines Wissens.

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