Fundstück von einem Acker bei Dorum

OpalOpal BremerhavenUser
bearbeitet: 03. Februar in Funde

Hallo ihr lieben Menschen mit Fachkenntnis,

ich gehe regelmäßig mit meinem Metalldetektor auf Schatzsuche und habe nun auf einem Acker folgenden Fund gemacht. Ich dachte erst an eine Fibel, doch nach sorgfältiger Reinigung des Fundstücks, bin ich mir nicht mehr sicher. Ich bin sehr neugierig auf eure Ideen und würde mich freuen, wenn Ihr mir Details zu meinem Fund geben würdet.

Maße des Objekts:

Diagonal gemessen ca. 10cm lang, Dicke ca. 0,2cm

Vielen Dank im Voraus.

 

Opal

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Beitrag bearbeitet von Opal
  • OpalOpal BremerhavenUser

    Keiner von euch auch nur annähernd eine Idee? Ich würde wirklich gerne wissen, was ich auf dem Acker gefunden habe. Vllt könnt ihr mir ja auch einen Tipp geben, an wen ich mich wenden kann. 

    Danke für eure Hilfe. Opal

  • SvenHornSvenHorn LeipzigUser

    Hallo Opal, du Mitmensch ohne Kenntnis,

     

    Schatzsucher sind in der Archäologie nicht gern gesehen. Deshalb darfst du hier im Forum keine Antwort erwarten. :q:

    Kennst du dich mit der gesetzlichen Lage für die Verwendung eines Metallsuchgerätes in deinem Bundesland aus?

    Eine Ahnung scheinst du ja schon zu haben, wenn du von Fibel sprichst. :-"

    Wenn du ernsthaftes Interesse hast, wende dich doch bitte an das zuständige Landesamt für Archäologie!

    Wenn dieses Forum dich begeistert, würden wir dich gern hier kennenlernen, bitte stell dich doch mal kurz vor. Dann bekommst du eventuell auch noch Anregungen und eine Aussage zu deinem Fund.

    Viele Grüße

    Sven

    StoneManMaggieSteinmetz
  • OpalOpal BremerhavenUser

    Hi Sven,

    gehst aber ziemlich hart mit mir ins Gericht

  • SvenHornSvenHorn LeipzigUser

    ist aber nicht böse gemeint! B-)

  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 05. Februar

    Hallo Opal,

    den Wunsch danach, dass neue Mitglieder sich wenigstens kurz vorstellen, unterstütze ich voll und ganz.

    Die Konfrontation mit der Sachlage hat natürlich nix mit Unhöflichkeit oder übertriebener Reaktion zu tun. In der Sachlage gibt es eben keine Spielräume, welche erlauben, das Thema "weicher" zu betrachten. Nur, weil Metallsuchgeräte existieren, dürfen und sollten diese noch lange nicht in beliebigem Kontext eingesetzt werden.

    SvenHorn schrieb:

    Schatzsucher sind in der Archäologie nicht gern gesehen. Deshalb darfst du hier im Forum keine Antwort erwarten. :q:

    Darum hast Du von mir hier auch keinen stilistischen Hinweis bekommen und wirst ihn auch nicht bekommen.

    Nimms niemandem übel. Der Tipp mit dem zuständigen Landesamt für Archäologie wird auch von mir unterschrieben.:d:

    Herzliche Grüße,
    Steinmetz

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz
  • StoneManStoneMan NRW Nordland - Ruhrland - Weites LandUser Alter Hase

    Moin,

    Opal schrieb:

    Hi Sven,

    gehst aber ziemlich hart mit mir ins Gericht

    Nein, Sven war sehr sachlich und korrekt.

    Und es ist einfach so zu verstehen, dass er Dir und der Archäologie Unterstützung leistet.

    Nimm die Hilfe an.

    Gruß

    Jürgen

    Maggie
  • OpalOpal BremerhavenUser
    Opal schrieb:

    Ist ja auch gut, habe mir die Kritik auch nicht so zu Herzen gehen lassen, aber ich habe ein Problem damit, wenn hier unterschwellig von der "Sauberen Archäologie" gesprochen wird. Gerade im archäologischen Bereich wurden oft, unter angeblich kulturwissenschaftlichen Aspekten, Funde aus anderen Ländern (ohne deren Zustimmung) mitgenommen und hier in Deutschland ausgestellt. Noch heute haben viele Museen Beutekunst in ihren Schatzkammern, obwohl doch gerade diese offiziellen Stellen damit wesentlich sensibler umgehen sollten. Ich sage das nur, weil uns "Schatzsuchern" immer mit einer gerümpften Nase begegnet wird. 

  • SteinmetzSteinmetz User Alter Hase
    bearbeitet: 05. Februar

    Hallo Opal,

    was hat denn das Eine mit dem Anderen, was hat denn die Vergangenheit mit der Gegenwart zu tun?

    Solche Verallgemeinerungen, wie Du sie hier postulierst, verlangen in einem archäologischen Forum nach einer ordentlichen  Belegung. Das ist meine Meinung. Ich kann auch wirklich nicht nachempfinden, wo hier von "der sauberen Archäologie" gesprochen worden sein soll.

    Jeder hat irgendwelche Pobleme mit irgendetwas (bis auf wenige Ausnahmen vielleicht). Aber...

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

     

    Beitrag bearbeitet von Steinmetz
  • MaggieMaggie User Alter Hase

    @opal hast Du ​Dir mal über die gerümpfte Nase Gedanken gemacht?

  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: 05. Februar

    @Opal

    Hallo Opal,
    lies Dir das mal durch. Insbesondere Absatz I und III.


    http://transparenz.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen2014_tp.c.66030.de&asl=bremen203_tpgesetz.c.55340.de&template=20_gp_ifg_meta_detail_d

    Außerhalb des "Kontinents" Bremen steht ähnliches geschrieben ! :indy:

    Gruß

    Kurti

    Beitrag bearbeitet von kurti
  • SixpackSixpack User Routinier

    Es steht leider nirgends geschrieben,ob "Opal" im Auftrag der Denkmalpflege als Sondengänger unterwegs ist oder nicht.

    Solche ehrenamtlich Beauftragte, welche im Dienst der Denkmalpflege die Sonde schwingen,

    gibt es ja zwischenzeitlich auch in allen Bundesländern und sind auch eine Bereicherung für die Amtsarchäologie.

    Als Ehrenamtlicher wäre es für mich auch interessant, schon vor der Fundabgabe zu wissen,was ich da überhaupt gefunden habe.

    Sieht bei einer Fundmeldung irgendwie besser aus,wenn dort auf dem Meldezettel auch etwas steht. :-"

    Aber auf "Schatzsuche" ginge ich dann doch nicht, hört sich doch etwas zu abenteuerlich an.

  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: 06. Februar

    @Sixpack

    Es steht leider nirgends geschrieben,ob "Opal" im Auftrag der Denkmalpflege als Sondengänger unterwegs ist oder nicht.

    Es ist ja schön, dass Du erst mal an das Gute im Menschen glaubst, aber die Ansage und Reaktion von Opal waren doch eindeutig. O:-)

    In " Dorum, Niedersachsen" ist die Suche mit technischen Hilfsmitteln genehmigungspflichtig.

    § 12  Ausgrabungen
    (1) Wer nach Kulturdenkmalen graben, Kulturdenkmale aus einem Gewässer bergen oder mit technischen Hilfsmitteln nach Kulturdenkmalen suchen will, bedarf einer Genehmigung der Denkmalschutzbehörde. Ausgenommen sind Nachforschungen, die unter der Verantwortung einer staatlichen Denkmalbehörde stattfinden.

    § 3  Begriffsbestimmungen 
    ........................(2) Baudenkmale sind bauliche Anlagen (§ 2 Abs. 1 der Niedersächsischen Bauordnung), Teile baulicher Anlagen, Grünanlagen und Friedhofsanlagen, an deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht. 
    (4) Bodendenkmale sind mit dem Boden verbundene oder im Boden verborgene Sachen, Sachgesamtheiten und Spuren von Sachen, die von Menschen geschaffen oder bearbeitet wurden oder Aufschluss über menschliches Leben in vergangener Zeit geben und aus den in Absatz 2 genannten Gründen erhaltenswert sind, sofern sie nicht Baudenkmale sind.
    (5) Bewegliche Denkmale sind bewegliche Sachen und Sachgesamtheiten, die von Menschen geschaffen oder bearbeitet wurden oder Aufschluss über menschliches Leben in vergangener Zeit geben und die aus den in Absatz 2 genannten Gründen erhaltenswert  sind, sofern sie nicht Bodendenkmale sind. 

    Gruß

    Kurti

    Beitrag bearbeitet von kurti
  • SixpackSixpack User Routinier
    bearbeitet: 06. Februar

    In " Dorum, Niedersachsen" ist die Suche mit technischen Hilfsmitteln genehmigungspflichtig.

    § 12  Ausgrabungen
    (1) Wer nach Kulturdenkmalen graben, Kulturdenkmale aus einem Gewässer bergen oder mit technischen Hilfsmitteln nach Kulturdenkmalen suchen will, bedarf einer Genehmigung der Denkmalschutzbehörde. Ausgenommen sind Nachforschungen, die unter der Verantwortung einer staatlichen Denkmalbehörde stattfinden.

     Eben der Hinweis darauf fehlt!

    Könnte also sein oder auch nicht.

    Wir wissen es nicht,wenn er es nicht geschrieben hat.

    (Und selbst dann würde es angezweifelt,da es niemand nachvollziehen kann.)

    Deshalb darf man sich hier nicht wundern, dass es so gut wie keine Funde hier zu sehen gibt, wenn man sieht, wie hier als grundsätzlich alle Sondengänger", erst einmal unter Generalverdacht gestellt werden.:q:

    Im Normalfall sind es sowieso nur Anfänger, die hier tatsächlich eine Antwort der "Experten" erhoffen.

    Da gibt es zum Bestimmen andere Foren.

    Und wenn "Anfänger" hier als so angemacht werden,verleidet es doch manchen gleich, sich überhaupt ans Amt zu wenden.

    Von dem her ist das Problem auch ein Stück weit hausgemacht.

    Ich persönlich würde mich hüten, hier überhaupt ein Bild reinzustellen,

    da mir der Ärger über etwaige Rechtfertigungen dann doch zu groß wäre,die dann sowieso angezweifelt werden!

    Durfte diese spezielle Erfahrung ja auch schon bei einem reinen Lesefund aus dem Kelleraushub machen!

    Selbst da wurde mir Raubgräberei vorgeworfen! >:(

     

    Gruß von einem der Genehmigten aus BW.  =:-O

    Beitrag bearbeitet von Sixpack
  • SvenHornSvenHorn LeipzigUser

    trotz allem sollten doch offensichtlich Ahnungslose darauf hingewiesen werden, dass sie nicht einfach mal auf "Schatzsuche" gehen können. Offensichtlich ist auch nicht allen bekannt, dass so gut wie alles einen Eigentümer hat. Deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass man alles, was man findet behalten kann!

    Ich würde mich allerdings auch sehr über mehr Fundstücke hier im Forum freuen, ich wollte Opal auch nicht verschrecken, eher ermutigen, sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Und erklären, warum er in diesem Forum keine Antwort auf seine Frage erwarten kann. Es ist halt ein Forum, das sich von den unseriöseren "seht her, was ich gefunden habe" -Foren unterscheidet.

    Also nur Mut, zeigt eure Funde auch hier, wenn sie Frage  aufwerfen und von archäologischem Interesse sind. 

    Viele Grüße

    Sven

     

     

  • kurtikurti User Urgestein

    @Sixpack

    Im prinzipiellen Prinzip hast Du ja prinzipiell recht. :-D "SvenHorn" hat aber alles andere als den bösen Häscher gespielt sondern eher wohlwollende Anmerkungen gemacht ! O:-)

    Gruß

    Kurti

  • MaggieMaggie User Alter Hase

    Die Absichten der illegalen Sondengänger sind leider nicht ganz einfach zu beweisen. Persönlich gehe ich davon aus, dass der größte Teil schon bewusst und mit einer gewissen Vorbereitung zu Werke geht - was dann auf bekannten Fundflächen und ausgewiesenen Denkmälern nichts mehr mit "Schatzsuche" zu tun hat, sondern mit gezielter Raubgräberei. Ein Metalldetektor kann nicht zwischen Fibeln und neuzeitlichem Schmuck unterscheiden, genauso wie eine Pistole nicht zwischen gut und böse. Deswegen halte ich das Verbot der privaten und somit nicht genehmigte Nutzung  für gerechtfertigt.

    SvenHorn: "Ich würde mich allerdings auch sehr über mehr Fundstücke hier im Forum freuen, ich wollte Opal auch nicht verschrecken, eher ermutigen, sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Und erklären, warum er in diesem Forum keine Antwort auf seine Frage erwarten kann. Es ist halt ein Forum, das sich von den unseriöseren "seht her, was ich gefunden habe" -Foren unterscheidet.

    Also nur Mut, zeigt eure Funde auch hier, wenn sie Frage  aufwerfen und von archäologischem Interesse sind. "

    Wenn wir dies zulassen, gewähren wir den raubgrabenden Sondengängern aber einen großen Gefallen. Zum Lohn gibts auch noch eine Expertise!

    Diese Fundstücke sind leider aus jeglichem Kontext gerissen und haben somit keine archäologische Relevanz mehr. Besser wäre die Übergabe der Fundstücke an das zuständige Amt inklusive aller Informationen und die Einstellung der illegalen Betätigung.

  • SvenHornSvenHorn LeipzigUser
    bearbeitet: 06. Februar

    Ich schrieb:

    ...Also nur Mut, zeigt eure Funde auch hier, wenn sie Frage aufwerfen und von archäologischem Interesse sind. "

    darauf Maggie:

    Wenn wir dies zulassen, gewähren wir den raubgrabenden Sondengängern aber einen großen Gefallen. Zum Lohn gibts auch noch eine Expertise!

    Diese Fundstücke sind leider aus jeglichem Kontext gerissen und haben somit keine archäologische Relevanz mehr. Besser wäre die Übergabe der Fundstücke an das zuständige Amt inklusive aller Informationen und die Einstellung der illegalen Betätigung.


     Das ist ganz richtig. Ich meinte damit auch uns, die wir von den Landesämtern beauftragt sind und unsere Funde melden und abgeben. Aber das kann natürlich jeder hier von sich behaupten. Ich denke aber wir sollten da Vertrauen haben, die "Schwarzen Schafe" verraten sich schon allein.

    Vor der Veröffentlichung bedeutenderer Sachen sollten wir aber die zuständigen Stellen kontaktieren.


    Viele Grüße

    Sven

    Beitrag bearbeitet von SvenHorn
  • HuginHugin User Alter Hase

    Na ja, die "sorgfältige Reinigung" des Fundstückes lässt wohl unter Umständen eine mögliche Sekundärverwertung nicht völlig ausgeschlossen erscheinen ...

  • MaggieMaggie User Alter Hase
    bearbeitet: 06. Februar

    SvenHorn:

    ​ Ich meinte damit auch uns, die wir von den Landesämtern beauftragt sind und unsere Funde melden und abgeben.

    Sorry und ich meinte damit genau die anderen :) 

    Wie Sven schon schrieb, sollten wir immer versuchen die Leute (illegale Sondengänger) auf den richtigen Pfad zu bringen und ihnen klar zu machen, wieviel Schaden möglicherweise angerichtet wird. Wird aber sicher nicht bei allen helfen ....

    viele Grüße

    SvenHorn
    Beitrag bearbeitet von Maggie
  • ElbgermaneElbgermane User Novize

    Ohne alles gelesen zu haben aber das nie im Leben eine Fibel.Das neuzeitlich und nicht wirklich alt.Kauf dir mal das Buch Fibeln erkennen und bestimmt um die 20 eus.

  • theo123theo123 User Alter Hase

    Ich denke das ist in die Epoche des Jugendstils zu datieren. Z.B. Jugendstilbrosche

  • charly2008charly2008 User Routinier

    Habe auch in Richtung Jugendstil gedacht. Möglicherweise ein Möbelbeschlag.

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