Hi! Hat irgendjemand ne Ahnung um was es sich bei diesen Bodenstrukturen handelt?

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  • #2 Akzeptierte Antwort

    Oh, dass kann dauern. Da darfst Du nicht in Tagen rechnen, das kann auch locker Monate dauern. Es ist auch durchaus möglich, dass das Amt das nur registriert, zu den Akten nimmt und gar nicht tätig wird.  Ich würde das Areal, falls gepflügt, mal begehen und oberflächliche (Scherben-)Funde aufsammeln. Auf keinen Fall graben, weil dann könnte es strafbar werden, auch nicht sondeln. Ansonsten ruhig mal am Amt nachfragen, Kost`ja nix.

    TB

    Augensucher - Oberpfalz (Gott erhalt`s)

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  • Hallo FriDom, eine Möglichkeit zur Erkennung der Größe dieser Strukturen wäre nicht schlecht. Gibt es noch Luftbilder mit den natürlichen Farben von dem Areal?

    FriDom
  • Hi Maggie,

    Danke für Deine Antwort....Ich hab mal nachgemessen und herausgefunden, dass die äusseren "Kreise" od. "Hügel" ca. 25m und der Innere ca.35m im Durchmesser hat. 

    Luftbild hab ich auch...man sieht helle kreisförmige flecken auf einem Acker...wenn man das Bild von etwas weiter weg betrachtet kann man die konturen besser erkennen.

    lg

     

     

     

  • Hallo FriDom,

    eine Anomalie kann man erstmal erkennen, auf Deinem ersten Bild besser als auf dem farbigen. Die Anordnung sieht für mich nicht zufällig aus.  Ich denke mal Du hast einen bestimmten Verdacht, denn es war sicher nicht einfach mit Hilfe von z.B. google earth genau darauf zu stoßen.

    Nutze doch mal, falls noch nicht geschehen, kannst Du bei google earth die Funktion "historische Bilder anzeigen" (oben in der Piktogrammleiste) nutzen. Manchmal kann man da durch Aufnahmen in unterschiedlichen Jahreszeiten mehr sehen. Ansonsten rate ich Dir bei Deinem zuständigen Landesamt für Denkmalpflege nachzufragen, ob über die Fläche etwas bekannt ist. Eventuell kann man  auch vor Ort erkennen, ob es sich um noch sichtbare Aufschüttungen handelt. 

    Halte uns bitte auf dem laufenden,

    viele Grüße

    FriDom
  • Hi Maggie,

    Meine Frau diese Anomalien eher zufällig gefunden und da ich mich für Archäologie u. Geschichte interessiere bin ich dem etwas nachgegangen und habe mich an besagtem Ort umgesehen...es sind tatsächlich "Wellen" (die einmal "Hügel" waren?) auf dem Acker zu erkennen...interessant ist auch, dass man auf diesem Acker überall "Bruchsteine" findet....meiner Meinung nach unüblich...ich denke, dass diese "Bruchsteine" durch Pflügen an die Oberfläche gekommen sind und eigentlich zu diesen runden Gebilden gehören...ich habe mich etwas über das Gebiet informiert...also Kelten und Römerfunde gibt es in der Gegend...auch eine sogenannte "Römerstrasse" geht neben dem Acker vorbei...also könnte es sich vielleicht um Römische Hügelgräber handeln?

    Ich werde mich an das Denkmalamt wenden...danke für den Tip....Ich halte Dich am laufenden...wenn du noch gute Ideen hast bitte sag mir bescheid.

    Lg

    MaggieIrminfried
  • Also auf römische Hügelgräber würde ich nicht tippen, keltische schon eher. Ich würde die Sache mal beim zuständigen Landesamt für Denkmalpflege melden, vielleicht wissen die schon was und vielleicht einmal das Areal (falls gepflügt) begehen, vielleicht findet sich richtungsweisende Keramik.

    FriDom

    Augensucher - Oberpfalz (Gott erhalt`s)

  • Hi Theo123,

    Ich habe diesen "Fund" bzw. die Bilder dem für diese Region zuständigen Archäologischen Amt zukommen lassen...Ich habe nicht sehr lange auf eine Antwort warten müssen...Ein sehr netter Dr.der Archäologie hat mir geschrieben, dass es sich tatsächlich um eine kleine Hügelgräbergruppe handeln könnte...allerdings ist die Datierung nur anhand des Fotos nicht möglich...er meinte, dass norisch-pannonische Hügelgräber entlang einer Römerstrasse durchaus möglich sind...es fehlt allerdings der endgültige Beweis.

    Ich bin mir nicht sicher...aber mir scheinen diese "Hügel" etwas grösser als "normale" Römische Hügelgräber...ca.25-35m Durchmesser...vielleicht doch Keltisch?

    Ich werde mich dort nochmal umsehen...vielleicht finde ich ja brauchbare Hinweise. SPANNUNG! :)

    Lg

  • Kann es sein,​ dass der Befund ausserhalb Deutschlands zu suchen ist?

  • Korrektur: Bayern oder BaWü gehören ja auch zu Deutschland... Aber dann eher dort wenn Deutschland oder aber Oesterreich oder Tschechien/Slowakei

  • Bayern oder BaWü gehören ja auch zu Deutschland

    Je nachdem wen du fragst. X-D

  • kurtikurti User
    bearbeitet January 2016 #12

    @Maggie

    Kann es sein,​ dass der Befund ausserhalb Deutschlands zu suchen ist?

    Wenn der Fundplatz im Grenzland zwischen Noricum und Pannonien an einer Römerstrasse liegt, dann wohl in Österreich. Die Grenze verlief etwa in der Gegend von Zwentendorf an der Donau (Kastell  Asturum ).  Entlang der Donau ( Ister ) verlief die Limesstrasse. 
    Bestenfalls käme noch die Römerstrasse von Vindobona ( Wien) nach Virunum ( bei Maria Saal) in Frage, aber auch hier weit und breit nur Großösterreich. :-D
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e8/Roman_Empire_125_de.svg 

    Gruß

    Kurti

     

  • Hi! 

    Sorry, dass ich mich erst jetzt melde...Ich habe mit dem zuständigen Archäologen vom Niederösterreichischen Denkmalamt telefoniert und ihm die Bilder + örtlicher Beschreibung zukommen lassen...er hat sich kurze zeit später per email gemeldet und meinte, dass von dort noch nichts bekannt ist und es damit eine neue Fundstelle ist...nur von den fotos wollte er keine genaue datierung abgeben...er meinete aber, dass es entweder eisenzeitlich od. römisch ist.

    Das ganze ist jetzt schon fast 2 wochen her...ich habe ihn gebeten mich am laufenden zu halten...bisher habe ich noch keine informationen von ihm bekommen.

    Weiss jemand vielleicht wie lange das dauert bis eine neue Fundstelle untersucht wird und ob der Finder da überhaupt mit einbezogen wird?...was gilt eigentlich als Fund?...hat man rein rechtlich Anspruch auf einen "Finderlohn" od. wird man namentlich als Finder erwähnt...wäre eine nette Geste...Also ganz ehrlich...wenn ich keine Rückmeldung von der zuständigen Behörde bekommen sollte dann überlege ich mir schon ob ich nochmal eine mögliche Fundstelle melde...wäre es vielleicht besser gewesen zuerst mit dem Grundbesitzer zu sprechen?...so viele Fragen :)...ich bin einfachn nur gespannt und momentan etwas frustriert weil ich mir nicht mehr sicher bin ob ich das Richtige getan hab...jeder der etwas findet würde sich doch wenigstens über etwas Anerkennung freuen od bin ich nur zu ungeduldig?

    was soll ich Eurer Meinung nach jetzt tun?

    Lg,

    FirDom

     

  • Oh, dass kann dauern. Da darfst Du nicht in Tagen rechnen, das kann auch locker Monate dauern. Es ist auch durchaus möglich, dass das Amt das nur registriert, zu den Akten nimmt und gar nicht tätig wird.  Ich würde das Areal, falls gepflügt, mal begehen und oberflächliche (Scherben-)Funde aufsammeln. Auf keinen Fall graben, weil dann könnte es strafbar werden, auch nicht sondeln. Ansonsten ruhig mal am Amt nachfragen, Kost`ja nix.

    TB

    Hi Theo123!

    Vielen Dank für Deine Antwort...Ich werde mich bemühen nicht allzu ungeduldig zu sein. :)

    Sobald ich etwas Neues erfahre gebe ich bescheid.

    Hasta luego,

    FriDom

  • wenn Du Scherben suchen gehst, bitte einmessen. Nicht jede einzelne, sondern Konzentrationen. Achte auf rötlich gefärbte, auch wenn sie neuzeitlich erscheinen. Besser ist aber, Du hältst noch mal Rücksprache mit dem Amt, so würde ich es machen. Vielleicht hat einer Zeit und begleitet Dich.

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