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Praktische Tipps fürs Studium

a.brunna.brunn Halle (Saale)Admin

An dieser Stelle möchte ich nützliche Informationen und Tipps für alle diejenigen zusammentragen, die eine archäologische Fachrichtung studieren wollen oder kürzlich damit begonnen haben. Es wäre schön, wenn diejenigen, die schon etwas weiter (oder schon mit dem Studium fertig) sind, sich ebenfalls mit Hinweisen zu Literatur, Recherche, Referaten, Praktika etc. an diesem Thread beteiligen würden.

Ich beginne mal mit einer sehr nützlichen Handreichung, welche die DGUF für angehende Erstsemester zusammengestellt hat. In diesem PDF-Dokument werden schon mal die wichtigsten Fragen beantwortet, die für den Studienbeginn wichtig sind (Wie sollte man sein Studium planen? Welche Literatur ist für den Einstieg wichtig? Wie finde ich die Literatur? usw.). Außerdem gibt es darin viele Informationen, an die man vielleicht in den ersten Wochen des Semesters noch gar nicht denkt, sowie wichtige.

Die Handreichung für Erstsemester der Ur- und Frühgeschichte und andere archäologische Fächer gibt es hier zum Download.

Hat noch jemand weitere Tipps und Hinweise (vielleicht auch studienort-spezifische)? Dinge, die man im Studium unbedingt machen / gesehen haben / vermeiden sollte? Dann postet sie bitte hier.

Mit besten Grüßen,
Andreas Brunn

www.archaeologie-online.de

Getaggt:

Kommentare

  • a.brunna.brunn Halle (Saale)Admin

    PS: Ebenfalls hilfreich ist natürlich auch ein Blick in unseren Guide, wo wir in der Kategorie Studium & Praxis eine Menge Links zu Internetseiten zusammengestellt haben, die für das Studium nützlich sind.

    Mit besten Grüßen,
    Andreas Brunn

    www.archaeologie-online.de

  • Wie ist den das mit "Treasure Diving"?  Ich bin begeisterte Taucherin an wen genau muesste man sich da wenden?

  • a.brunna.brunn Halle (Saale)Admin

    Es gibt eine Ausbildung zum/zur Forschungstaucher/in, hier findest Du nähere Informationen dazu: http://unterwasserarchaeologie.de

    Mit »Schatztauchen« hat das allerdings wenig zu tun. Da geht es um Forschung und Denkmalschutz und nicht darum, irgendwelche Schätze zu heben.

    Unterwasserarchäologie erfordert umfangreiche Fachkenntnisse.
    Sporttaucher, die auf eigene Faust Unterwasserarchäologie betreiben, richten oft großen Schaden an, denn erst der Fundzusammenhang einzelner Gegenstände ergibt die richtigen und wichtigen Erkenntnisse über vergangene Zeiten.
    http://unterwasserarchaeologie.de/kommission/uwaudenk.html

    Mit besten Grüßen,
    Andreas Brunn

    www.archaeologie-online.de

  • Danke Andreas

     

    Ich bin noch verwoehnt dirch die USA.  Meim Tauchclub war ein Teil der Western Michigan Universitaet durch die wir Erlaubniss hatten an Schiffswracken im Great Lake zutauchen.  Wir hatten auch Glueck das unsere Mitglieder Professoren aus dem Gebiet Archelogie waren.

  • Hallo ,

    Nach dem Studium , was ware der schnellste Weg um einen Job zu kriegen?

    Sollte ich Online suchen oder irgendwie anders?

     

  • Hallo ,

    Nach dem Studium , was ware der schnellste Weg um einen Job zu kriegen?

    Sollte ich Online suchen oder irgendwie anders?

     

    Solltest du das Studium schon abgeschlossen haben und jetzt diese Frage stellen, muss ich dir - ohne dich beleidigen zu wollen - sagen, dass du wahrscheinlich keinen Job in der Archäologie finden wirst. Allgemein wird dir gegen Ende des Studiums ein Job in Projekten angeboten oder du findest mit einem Prof. ein Diss.-Thema. Andere Wege sind selten und schwer. Ohne Dr. geht fast gar nichts.

  • MaggieMaggie User
    bearbeitet April 2016 #8

    woran liegt das? Wahrscheinlich habe ich die Antworten schon selber, es liegt mal wieder am Geld.

    Post edited by Maggie on
  • woran liegt das? Wahrscheinlich habe ich die Antworten schon selber, es liegt mal wieder am Geld.

    Was?

    Es ist eine einfache Angelegenheit des Angebotes und der Nachfrage sowie von Qualifikationsstandards. Jemand der einen Job zu vergeben hat, wird ihn an die Person vergeben, die er für am besten hält. Wenn von 10 Bewerbern 7 einen Doktor haben, nimmt man zumeist einen, der einen Dr. hat. Zusätzlich ist ein Dr. die Mindestqualifikation in vielen wissenschaftlichen Bereichen und das mit Recht. Ich kenne nur eine Handvoll Master/Magister/Diplom Arbeiten, die als wissenschaftlich gelten können und das auch nur nach starker Überarbeitung. Sind ja auch nicht als wissenschaftliche Arbeiten gedacht, sondern als Fingerübung, um zu belegen, dass man methodisch sauber arbeiten kann. Eine wissenschaftliche Arbeit in ist in einem solchen Zeitrahmen ja auch gar nicht zu leisten.

    Fazit: Wenn ich einen der wenigen Jobs zu vergeben haben, die es in der Archäologie gibt, entscheide ich mich für die am besten qualifizierte Person, die mir auch sonst zusagt. Zumeist gibt es meiner Erfahrung nach einen Grund, wenn einem keiner einen Job oder ein Dr.-Thema direkt nach dem Abschluss anbietet!

  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2016 #10

    Vielleicht irre ich mich ja, aber könnte es vielleicht, eventuell, möglicherweise und unter gewissen Umständen eine größere Nachfrage geben, wenn man genug Geld hätte, um das eigentlich notwendige Personal einzustellen ? Manchmal ist es auch nicht das Schlechteste, wenn Theorie durch Praxis zum Können wird.O:-)

  • astrofratzastrofratz RheineUser
    bearbeitet April 2016 #11

    @Kurti

    Da hast du sicher recht. Es gibt viel mehr zu tun, als die Archäologen in Lohn und Brot leisten können. Aber wer soll das bezahlen. Es ist ehr sogar so, dass es immer weniger Geld für die Geschichtsforschung gibt.
     

    Zusätzlich sollte man bedenken, auch wenn man direkt nach dem Studium einen Job ergattern konnte, dass nicht heißt, dass man den lange hat. So bei mir geschehen. Die Stellen werden immer mehr eingedampft.

  • @Astrofratz

    Da hast du sicher recht. Es gibt viel mehr zu tun, als die Archäologen in Lohn und Brot leisten können. Aber wer soll das bezahlen. Es ist ehr sogar so, dass es immer weniger Geld für die Geschichtsforschung gibt.

    Das mit dem Geldmangel war ja der springende Punkt den Maggie vermutet hat und von p.b. wohl nicht so gesehen wird, wenn er daraufhin fragt: "was"?

    Gruß

    Kurti

    Maggie
  • @Astrofratz

    Da hast du sicher recht. Es gibt viel mehr zu tun, als die Archäologen in Lohn und Brot leisten können. Aber wer soll das bezahlen. Es ist ehr sogar so, dass es immer weniger Geld für die Geschichtsforschung gibt.

    Das mit dem Geldmangel war ja der springende Punkt den Maggie vermutet hat und von p.b. wohl nicht so gesehen wird, wenn er daraufhin fragt: "was"?

    Gruß

    Kurti

    Stimmt, sehe ich anders. Aktuell wird ziemlich viel Geld für "Geschichtsforschung" ausgegeben. Klar könnte man immer mehr machen und ausgeben, aber es sieht besser aus als noch vor 20 oder 25 Jahren. In Teilen liegt es auch an den Leuten: Statt immer in das Horn des Kulturpessimismus zu stoßen, sollte man Projekte beantragen und Mittel einwerben. Mich persönlich nervt diese negative Einstellung und das Geheule, man kriegt zu wenig Geld. Das ist echt zu einfach.

  • @p.b.

    Statt immer in das Horn des Kulturpessimismus zu stoßen, sollte man Projekte beantragen und Mittel einwerben. Mich persönlich nervt diese negative Einstellung und das Geheule, man kriegt zu wenig Geld. Das ist echt zu einfach.

    Ich bin da kein Insider, aber ich höre und lese da immer etwas ganz anderes. Bei mir jammert der Amtsarchäologe und ich kenne einige die einen Plagiator haben, einige Jahre Forschungsarbeit betrieben haben und jetzt arbeitslos sind oder einen Würstchenstand aufgemacht haben. Spinnen die jetzt alle oder sind die nicht richtig informiert wie man ans große Geld kommt ? Wenn Du Mittel und wege kennst, dann informiere mal Deine mittellosen Kollegen. K:-)

    Kein Geld für archäologische Projekte
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/nrw-streicht-finanzierung-von-archaeologie-und-denkmalpflege-a-891307.html
    Um-/Neuorientierung nach dem Studium
    http://www.bachelormaster.archaeologie.uni-mainz.de/Dateien/Nach dem Archäologiestudium.pdf

     

    Gruß

    Kurti

  • Wenn du magst, kann ich dir die vielen Drittmittel-Projekte im Bereich Archäologie aufzeigen. Weiter die Museen - auch neu gegründete - oder SFBs, in denen Archäologen Stellen haben. Natürlich sind die Befristungen eine Pest und es könnte alles toller sein, aber es ist besser als vor 25 Jahren (siehe deinen ersten Link). Die Entwicklung ist in der Archäologie eher positiv.

    Meinen mittellosen Kollegen brauch ich das nicht erklären, denn genau da liegt deren Problem: Alles vorgekaut bekommen. Man sollte sich im Studium doch auch fragen, wie kann ich damit Geld verdienen und wie machen das Andere. Da brauch ich doch nur Lebensläufe erfolgreicher Kollegen lesen und krieg ´ne Idee. Klar kann ich Pech haben, doch davon habe ich wahrlich wenige getroffen. Die meisten sind mit der falschen Erwartungshaltung und/oder Selbsteinschätzung los marschiert.

    Zu deinen beiden Links

    1. Genau wie ich andeutete, ist es HEUTE besser als damals als diese Damen und Herren mit dem Studium fertig waren. Zusätzlich hat laut ihren Biographien nicht EINER mal eine Iniative zur Eigenfinanzierung ergriffen. Tut mir leid, da fehlt das Verständniss dafür wie die Welt der Wissenschaft funktioniert. Dass die DGUF erwartet, dass der Staat alle ihre Mitglieder anstellt und wirklich jeden Archäologen durchfüttern soll, ist wenig überraschend. Ein Berufsverband, der aus meiner Sicht der Archäologie mehr schadet als nutzt.

    2. Spiegelartikel ist obsolet. Hier der Haushaltsplan NRW für 2016. In Teilen wird sogar mehr in die Denkmalpflege investiert als 2014 und 2015.

    http://www.haushalt.fm.nrw.de/daten/hh2016.ges/daten/pdf/2016/hh09/kap510.pdf

  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2016 #16

    @p.b.

    Man sollte sich im Studium doch auch fragen, wie kann ich damit Geld verdienen und wie machen das Andere....... Die meisten sind mit der falschen Erwartungshaltung und/oder Selbsteinschätzung los marschiert.

    Hier bin ich voll Deiner Meinung. Es gibt ja einige, die z.Bsp. hier im Forum "vorher" Erkundigungen einholen und da hast Du ja auch bereits realistische Schilderungen  abgegeben.
    Der springende Punkt ist aber doch, dass mehr Fachpersonal gebraucht wird als vorhanden ist und dieses Personal kann nicht eingestellt werden weil der Etat nicht reicht. Ich setze da voraus, dass die Schilderungen stimmen und so manches nicht wissenschaftlich ausgewertet wird und in grauen Kartons verschwindet oder ohne nähere Untersuchung nur als Luftbild vorhanden ist usw.usf.

    Hier der Haushaltsplan NRW für 2016. In Teilen wird sogar mehr in die Denkmalpflege investiert als 2014 und 2015.

    Es ist richtig, dass der Etat etwas angestiegen ist, aber hier muß man z.Bsp. die Ausgaben in den Jahren davor betrachten und da geht es erst mal gewaltig herunter. 
    Haushalt 2012 Kapitel 09 510 Denkmalpflege
    http://www.haushalt.fm.nrw.de/daten/hh2012.ges/daten/pdf/2012/hh09/kap510.pdf
    Kritik Haushalt Denkmalpflege
    http://www.dguf.de/index.php?id=293
    Was ist eigentlich mit den Einsparungen durch das "Verursacherprinzip" ? Das Gesetz ist doch bereits in Kraft, oder ?

    Meinen mittellosen Kollegen brauch ich das nicht erklären, denn genau da liegt deren Problem: Alles vorgekaut bekommen. 

    Das habe ich nicht gemeint, sondern wie man Gelder für neue Projekte bekommt.

    ( ZITATp.b.: ......Statt immer in das Horn des Kulturpessimismus zu stoßen, sollte man Projekte beantragen und Mittel einwerben. )


    Gruß
    Kurti

  • Wie gesagt man kann immer mehr machen. Klar sind die Kollegen überlastet wie Pflegepersonal, Polizei, Lehrer, Richter und quasi jeder im öffentlichen Dienst. Über Generationen stumpfes Beamtenbashings haben dazu geführt, dass keiner sich gegen die Kürzungen wehrte, sondern "man den Beamten mal zeigen musste, was es bedeutet zu arbeiten". Die Folgen sind bekannt und ein Teil davon ist die schlechte Lage und die miesen Verträge für Denkmalpfleger, Lehrer, Pflegepersonal etc. Aber das ist an sich ein anderes Thema, von dem die Denkmalpflege nur ein minimalster Ausschnitt ist.

    Trotzdem bleibt es Fakt, dass es noch nie soviele Drittmittel-Projekte im Bereich der Archäologie gab wie heute. Noch nie waren soviele Docs und Postdocs - wenigstens befristet - in Lohn und Brot. 

    Ich bleibe dabei, dass Jemand, der eine Erklärung braucht, wie man Gelder von Drittmittelgebern erhält im heutigen Wissenschaftsbetrieb nichts verloren hat. Das mögen viele als traurige Entwicklung sehen, doch sind die damit verbundenen Anträge, Gutachten und Verfahren Kontrollmechanismen, die sicher stellen sollen, dass Forschungsgelder nicht sinnlos verpulvert werden. Ob das System ideal ist und stets funktioniert, bleibt eine andere Frage.

  • @p.b.

    Gut, belassen wir es dabei. Deine Stimme wurde gehört. Ich fürchte nur, das gegenteilige Stimmen dadurch nicht verstummen werden. :-D

    Gruß

    Kurti

  • Wisst ihr was? , möchtet ihr einen Job sucht mal auf einer Jobbörse , ich suche seit 2 Wochen auf https://jozoo.de/ und habe noch nichts gefunden , echt toll oder? Wenn ihr nichts zu tun habt versucht es doch mall . Viel glück,

  • kurtikurti User
    bearbeitet April 2016 #20

    @Kathaj

    Was, schon 2 laaaaaange Wochen? Da kann ich nur sagen: " Augen auf bei der Berufswahl"! O:-)

    Mach es doch wie Schliemann, werd erst reich und dann Archäologe/in ! :-P

    Post edited by kurti on
  • Mach es doch wie Schliemann, werd erst reich und dann Archäologe/in ! 

    Ja, dass versuche ich ja auch. Nur so langsam ist knapp die hälfte der Jahre rum um reich zu werden. Bis jetzt fehlte die zündende Idee. 

  • @astrofratz

    Nur so langsam ist knapp die hälfte der Jahre rum um reich zu werden. Bis jetzt fehlte die zündende Idee. 

    Immer positiv denken! Du hast noch gut eine Hälfte vor Dir und es gibt immer wieder erfolgreiche Spätzünder ! :-D 

  • Das mit der Unterwasserarchäologie klingt sehr spannend! Möchte jemand zufällig in diese Richtung gehen bzw. kann von seinen Erfahrungen berichten? :) 

  • https://www.test.de/Studienkredite-Guenstige-Zinsen-fuer-Studierende-4607759-4607764/

    btw hat mich sehr verblüfft dieser Artikel. Habt ihr euch auch mal mit dem Thema beschäftigt?

  • Das Jobangebot geht immer nach Angebot und Nachfrage des Arbeitsmarketes.  Und einen Besuch bei Arbeitsamt kann ja auch net schaden.   Allegemein was ich in den letzen 30 Jahre selbst beobachtet habe ist ein abgeschlossenes Studium immer gut und es zeigt das, derjeniger  die Disziplin hatte  mehrere Jahre was durchzuziehen.  In den USA habe ich gelernt das es gar net mal so schlecht ist während des Studiums nach dem Arbeitsmarkt umzusehen. Da ist es auch normal das man mindestens 8 verschiedene Jobs im Leben hatte. Im Zweifel kann man ja immer noch Existenzgründer werden und seinen eigenen Traum verwirklichen.  Ich kenne viele bei denen ein Hobby plötzlich zur bezahlten Arbeit wurde.  Der Arbeitsmarkt hat immer was anzubieten im Bereich Forschung, Lehre, Medizin, Schutz, Rechtswesen, und Finanzen.  Man muss flexibel sein, denn in jeder Ausbildung ist immer ein Teil das mit anderen Berufen verknüpfbar ist und Quereinsteiger weitere Möglichkeiten gibt.  Ein guter Arbeitgeber bildet auch weiter aus damit man sich nicht selbst Weiterbilden mit einem neuen Studium.

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