Funde von Bingerbrück

Ich verlinke hier einen Artikel zu den vermutlich aus dem Mainzer Landesmuseum gestohlenen Ausgrabungsfunden:


http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/mysterioeser-kunstfund-wo-ist-der-unbekannte-von-bingerbrueck-12788790.html

Kommentare


  • Also ich muss schon sagen, nachdem ich den Bericht gelesen hatte war ich echt schockiert. Das wir solche Probleme hier haben ist schon ein Armutszeugniss. Gerade Deutschland mit seinem Ruf so "Ordentlich" zu sein, gerade hier sollte soetwas nicht passieren. Aber wie ja schon im Bericht erwähnt, wenn die Gelder nicht da sind macht man das beste draus, was aber manchmal nicht genug ist.

    Armes Deutschland ...

    Viele Grüße vom
    Wandermaxe
  • gibt dazu übrigens auch schon aufklärung, die sollte man vielleicht nicht unterschlagen ;)

    http://www.focus.de/regional/mainz/archaeologie-archaeologiefunde-in-bingerbrueck-stammen-von-raubgraebern_id_3607402.html


  • kurtikurti User
    bearbeitet Februar 2014 #4
    @Pygmalion
    gibt dazu übrigens auch schon aufklärung, die sollte man vielleicht nicht unterschlagen.
    Das wäre aber besser, denn was dort betrieben wird ist keine "Aufklärung" sondern das Verschweigen der tatsächlichen Probleme.
    Seit wann sind die 60er und 70er Jahre Nachkriegsjahre im Sinne dieses Wortes?
    Wenn 1978 bei Grabungen im Algesheimer Hof kein Archäologe eingeschaltet war, dann hat das nichts mit "Nachkriegszeit" zu tun,
    sondern mit akutem Personalmangel.
    Und was ist hier und jetzt in der Zeit nach der Nachkriegszeit ?
    Warum nennen die maßgeblichen Damen und Herrn die Probleme nicht beim Namen ?
    Stattdessen proklamiert Herr von Berg sein "Wunschgesetz" was leider mit der Realität wenig am Hut hat. Angeblich soll so was
    abschrecken.
    Herr von Berg sollte besser den Damen und Herren im Kultusministerium zwecks besserer Gesetze (siehe sein Wunschgesetz) und mehr Personal auf den Wecker gehen.
    Nur wer in verantwortlicher Stellung die Missstände öffentlich macht kann auch auf öffentliche Zustimmung und Druck auf die Politik hoffen.
    Die wahren Gründe werden in der FA und derWelt aufgezeigt und dagegen hilft kein Verweis auf die "Nachkriegszeit".
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/mysterioeser-kunstfund-wo-ist-der-unbekannte-von-bingerbrueck-12788790.html

    http://www.welt.de/kultur/article124639278/Ist-das-Raubkunst-oder-kann-das-weg.html

    Mir ist unklar und völlig unverständlich warum hier so eine seltsame Vogelstrausspolitik betrieben wird, oder ist es vielleicht die Freude daran jedesmal wie Rumpelstielzchen herumzuhüpfen und sich ein Bein auszureißen, wenn mal wieder ein Sondler einen Schatz findet und Unheil anrichtet?
    Fast könnte man den Eindruck bekommen.
    In den meisten Fällen reicht es dann nicht mal für eine Ordnungswidrigkeit weil er nicht auf einem Bodendenkmal gesondelt und gegraben hat und wenn er jetzt noch den Fund meldet, guckt der Fachmann dumm aus der Wäsche und der Laie wundert sich.....und alles bleibt beim Alten bis zum nächsten Mal.


    ZITAT Focus:
    Der schlagzeilenträchtige Fund alter Menschenknochen und historischer Gefäße in Bingerbrück am Rhein geht laut Experten auf neuzeitliche Raubgräber zurück.........
    Diese hätten als „Viererbande“ in den 1960er und 70er Jahren im Rhein-Main-Gebiet in Baugruben nach archäologischen Funden gesucht,..........
    .......Wilde Grabungen waren laut Witteyer in der Nachkriegszeit weit verbreitet. „Es gab damals teils geduldete, teils mit selbst gefertigten Pseudoausweisen ausgestattete sogenannte Hobby-Archäologen,
    die beherrschten die Baugruben im Stadtgebiet.“  ENDE

    ZITAT Frankfurter Allgemein:
    Ein Krug trägt einen ausführlichen Beizettel: „Mainz 1978, Hof zum Algesheimer. Erdaushub Baugrube.“ Im und am Algesheimer Hof,
    schon in mittelalterlichen Urkunden erwähnt, heute bekannt als das Sterbehaus Johannes Gutenbergs,
    im Krieg zerstört und danach vereinfacht wieder aufgebaut, wurde 1978 tatsächlich gebaut...... ENDE

    N a c h k r i e g s z e i t, ach nein, ach nein, wie fürchterbar !!!!!
    Wie lange soll die noch anhalten ? Oder hat sich da was geändert  und ich habe es nur nicht bemerkt ?



    ZITAT Focus:
    Seit 1978 hat Rheinland-Pfalz ein eigenes Denkmalschutzgesetz, das auch den Umgang mit archäologischen Funden regelt.
    „Zudem ist das Bewusstsein für das kulturelle
    Erbe bei vielen Menschen deutlich gestiegen“, betonte Kulturstaatssekretär Schumacher.....ENDE

    Ach so, dann können wir ja beruhigt sein, aber trotzdem sollte der Herr "Kulturstaatssekretär" sich das Gesetz mal genau durchlesen.
    Das kann manchmal sehr ernüchternd wirken und wenn man dann noch anfängt das Personal zu zählen kann das zu einem schlagartigen
    Erkenntnisschock führen.
    Aber sorry, das will ja keiner ernsthaft, oder ? O:-)


    Gruß
    Kurti


    Post edited by kurti on
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