Archäologie und Geschichte in Bochum

Hallo zusammen,

ich habe mich leider noch nicht endgültig dafür entscheiden können Archäologie und Geschichte in Bochum zu studieren, besdonders die Chancen auf dem Arbeitsmarkt halten mich davon ab. Wäre es doch vielleicht sinnvoller für mich auf Lehramt zu studieren ?
Andererseits interessiere ich mich schon von klein auf für Archäologie und Geschichte und es wäre wirklich toll in diesem Bereich zu lernen und später auch zu arbeiten.
Die Stadt selbst schreckt mich auch noch etwas ab und das Pendeln zwischen Campus und Institut, oder ist das eher praktikabel ?
Blöderweise weiß man mit 20 nicht immer genau was man vom Leben erwartet, sciherer Arbeisplatz oder Leidenschaft, allerdings wäre es mir schon wichtig ein Familie versorgen zu können.

Ich hoffe ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen.

Kommentare

  • Nun, das mit der Familie klaptt ja meistens irgendwie... Das Gependel ist kkein Problem, gibts überall, daran scheitert keiner.

    Aber ganz ehrlich wenn dir nach sicheren Verhältnissen ist, kann ich dir vo der Archäologie nur abraten. Jahrelang kurze Verträge in einer Branche die nur wenigen Brot bietet, ist das Wort Sicherheit wirkich fehl am Platz.

    Gruß

    Melchior
  • SteinmetzSteinmetz User
    bearbeitet September 2012 #3
    Freki schrieb:
    ...ich habe mich leider noch nicht endgültig dafür entscheiden können Archäologie und Geschichte in Bochum zu studieren, besdonders die Chancen auf dem Arbeitsmarkt halten mich davon ab. Wäre es doch vielleicht sinnvoller für mich auf Lehramt zu studieren ?...

    Hallo Freki,

    das ist eine Frage, die sich meiner Meinung nach möglicherweise kaum in ein paar Sätzen und Tagen/Wochen oder sogar Monaten wirklich und grundlegend entscheiden lässt.

    Ich persönlich würde dazu raten, dass jemand versucht, seine Vision von einem Berufsleben möglichst zu leben. Das mit der Orientierungsschwierigkeit halte ich für absolut normal.
    Natürlich ist der Sicherheits- und Beständigkeitsaspekt heute wieder in Mode gekommen und auch sinnvoll, wirkt jedoch bei einem jungen Menschen wie dir dennoch ungewöhnlich. Aber es passiert auch heutzutage immer öfter, dass Menschen den sicheren Weg wählen - oder beizeiten gewählt haben - und dann trotzdem etwas dazwischen kommt. Einige leben auch den Traumberuf und haben am Ende mit Wiedrigkeiten verschiedenster Art zu kämpfen. Es gibt aber auch Menschen, die scheinen in ihrem gewählten Traumberuf einfach nur glücklich, trotz schwieriger Bedingungen. Improvisieren, kommen klar.

    Viele SchauspielerInnen z.B. würden den Schauspielberuf heutzutage nicht mehr empfehlen und sogar davor warnen.

    Wer aber unbedingt schauspielen will, den dürfte das wenig interessieren und aufhalten...

    Wo ein Wille, da ein Weg... - vielleicht.

    Eine wesentliche Frage, die du noch einmal klären könntest und die dir vielleicht weiterhilft für eine Entscheidung ist die Frage: Was genau ist es, dass dich an der Archäologie fasziniert (konkret beschreibend)? Vielleicht findest du z.B. über diese Methode einen ähnlich gearteten oder artverwandten Beruf, der dir mehr Sicherhiet bieten kann.

    Was Bochum und den Ruhrpott angeht: Das ist, denke ich eine Frage der Verwurzelung und eigenen Kultur. Manche lieben ihn, manche brauchen ihn, manche wollen da nicht hin. Manche Uni-Städte mögen schöner sein, aber eines hat der Ruhrpott und damit Bochum, das ich eigentlich ganz okay finde, ganz bestimmt: Charakter. Einen bestimmten halt. Im Ruhrpott ist viel los in Sachen Kultur, Köln und Düsseldorf z.B. - aber auch Münster sind nicht so ganz, ganz weit weg und den Menschenschlag finde ich ganz nett. Herbert Grönemeyer übertreibt da meiner Meinung nach nicht. Der Ruhrpott ist ein Rührpott.

    Hast du dir Bochum denn schon einmal genauer angeschaut und auf dich wirken lassen?
    Es ist ja immer da etwas los, wo man etwas losmacht...
    :)
    Studium findet natürlich idealerweise am Traumort statt, aber ist halt Studienzeit, in der es auch darum geht, fortzukommen.

    Herzliche Grüße,

    Steinmetz

    - et facit ut melius vale -
  • Zur Archäologie allgemein
    Ich bin Archäologe in Lohn und Brot und bin hier wohl im Forum schon öfter durch mein Abraten des Studiums der Archäologie aufgefallen. Ich bleibe dabei. Vor allem wenn du zweifelst, solltest du es lassen. Diejenigen, die mit glücklich werden (nicht falsch verstehen, ich bin glücklich) sind meist total Archäologieverrückt.

    Zum Institut in Bochum:
    Gerade in der klassischen Archäologie ist das Institut toll besetzt. Sowohl im Bereich der Theorie als auch in Bereich der Feldforschung ist es da top. Zusätzlich wird dort ein Lehrstuhl (von zwei) neu besetzt.
    Das Zentrum für Mittelmeerstudien zieht auch junge Wissenschaftler an.
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