Tür-Torbogen aus dem Mittelalter?

In unserem Ort gibt es laut Chronik Überreste einer Burganlage aus dem Mittelalter. Könnte man aufgrund der Bauweise des Mauerwerkes auf das Zeitalter der Entstehung schliessen?

Kommentare

  • bearbeitet September 2012 #2
    Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
    - et facit ut melius vale -
  • Hallo Aderstedt,

    man kann auf Grund der Mauertechnik, der Bearbeitung der Steine etc. gewisse Schlüße ziehen. Allerdings reicht da Dein Foto bei weiten nicht aus. In was für einer Mauertechnik sind die Mauern aufgeführt (z.B. Schalenmauer - spz. Opus spicatum) ? Gibt es Eckquaderungen? Wie sind diese bearbeitet? Natürlich kann man damit nur etwas zum Alter des Mauerwerkes sagen. Diese Information muß mit der Analyse alter Karten und Flurkrokis und weiterer Quellen untersetzt werden.

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Tarkan
  • Danke für Ihre Antworten. Die Wasserburg soll bereits um 1000 existiert haben. Ein Teil des Wassergrabens ist heute noch vorhanden und wird als Schlossteich bezeichnet. Die Hälfte wurde irgendwann einmal zugeschüttet. Von der eigentlichen Burganlage ist nur noch ein Gewölbe (eine Art Höhle) mit dem fotografiertem Bogen übrig. Eine Mauer-Außenseite habe ich als Anlage beigefügt.
    In Aderstedt lebten im 12. - 14.Jahrhundet das Geschlecht deren von Aderstedt, die ich in verschiedenen Dokumenten finden konnte. So sollen diese u.a. als Knappen bzw. Ritter aktiv gewesen sein und ebenfalls als Vasallen der Schweriner Grafen.

    " Die Grafen Nicolaus und Heinrich von Schwerin schenken dem Stifte St. Cyriaci fünf, in der Feldmark des vormaligen Dorfes Bischofsdorf bei Ghevensleve belegene Hufen und 10 dazu gehörende Hofstellen, welche dem gedachten Stifte von ihren Vasallen Adrian von Aderstede und dessen Brüdern verkauft und von diesen, so wie von den Brüdern Friederich und Heinrich von Ghodenhusen, denen sie früher das Eigenthum daran verliehen, ihnen resignirt worden.

    D.d. Schwerin 1313. April 12.

    Nach dem Originale im Herzogl. Landes=Haupt=Archive zu Wolfenbüttel mitgetheilt vom Archivrath Dr. Schmidt zu Wolfenbüttel"

    Diese und andere Urkunden konnte ich im Staatsarchiv einsehen und eine Urkunde von 1320 war mit dem Wappen derer von Aderstedt gesiegelt, sodass diese eindeutig zugeordnet werden können. Eine Zuordnung der Burgruine zu diesem Geschlecht bzw. in diese Zeit wäre also von Bedeutung.
  • Hast Du ein Foto vom Schnitt der Mauer? Das würde mehr zur Mauer-Technik sagen. Leider ist das Mauerwerk, dass auf Deinem Foto zu sehen ist so verwittert, dass zur ursprünglichen Bearbeitung nicht viel gesagt werden kann.
  • Sieht für mich gar nicht nach Mauer aus, sondern eher nach Sedimentationsschicht. Bist du dir sicher, dass du da die Mauer erwischt hast???
  • astrofratz schrieb:
    Sieht für mich gar nicht nach Mauer aus, sondern eher nach Sedimentationsschicht. Bist du dir sicher, dass du da die Mauer erwischt hast???

    Links von der abgebildeten Mauer ist ein Eingang (siehe Foto). Im Fortlauf kommt nach ca. 1,5m der bereits beschriebene Türbogen. Um welche Art von Meuerwerk es sich handelt, kann ich nicht sagen.
  • Nochmals DANKE für das Foto, auch wenn der Zustand der Mauer nicht zulässt mehr zu sagen. Mann müsste wirklich den Schnitt sehen um sagen zu können, kann das mittelalterlich sein oder ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit neuzeitlich.

    Mein Tipp lies mal über die Mauertypen bei Wikipedia nach (die Artikel sind grundlegend verwendbar), sieh es Dir aus der Nähe an und gib nochmal Bericht.
  • Was sind es denn überhaupt für Steine? Irgendwie sieht das mit der rötlichen Färbung da überall aus wie Backsteine?!

    Im übrigen wird die Anlage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ben der Denkmalbehörde verzeichnet sein, wo vermutlich auch das Alter bekannt sein sollte...
  • Pygmalion schrieb:
    Was sind es denn überhaupt für Steine? Irgendwie sieht das mit der rötlichen Färbung da überall aus wie Backsteine?!

    Im übrigen wird die Anlage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ben der Denkmalbehörde verzeichnet sein, wo vermutlich auch das Alter bekannt sein sollte...
    Keinesfalls ist hier Backstein verbaut. Es handelt sich eher um rötlichen Sandstein. Eine Nachfrage bei den zuständigen Behörden ergab leider keine Information, da nicht verzeichnet..
  • bearbeitet September 2012 #11
    Der Nutzer und alle zugehörigen Inhalte wurden gelöscht.
    - et facit ut melius vale -
Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.