Vermessung von (Ton)Scherben etc.

Hallo!

Ich suche auf diesem Weg Kontakt zu Archäologen, um herauszufinden, inwieweit die folgende Anwendung realistisch und sinnvoll ist.

Wir haben für ein ganz anderes Projekt in einem Stahlwerk einen Laserscanner aufgebaut, der entlang der Vertikalen den
Abstand zu einem Objekt mißt. Damit läßt sich die Kontur von Objekte z.B. Vasen, Tongefäßen, etc. feststellen.
Bei Tongefäßen ist das unproblematisch, Glas und stark reflektierende Materialien müssen evt. mit einer dünnen Kreideschicht behandelt werden.
Ich habe in einer Broschüre der Humboldt-Uni ein Foto entdeckt, auf dem ein Ur- und Frühgeschicht'ler das mit einem Metallkamm an einer Scherbe gemacht hat.
Unsere Idee war nun, dass sich mit dieser Profillinie bei rotationssymmetrischen Gefäßen relativ einfach das Volumen berechnen läßt. Mit entsprechenden Hilfsprogrammen ließen sich auch Bruchstellen und Fehlstücke kaschieren, so dass das Volumenmass einigermaßen zuverlässig sein dürfte.

Frage(n): Gibt es einen Bedarf für so etwas? Ist das sowieso Stand der Technik und die Hochschulen haben so etwas in ihren Laboren zu stehen?

Freuen uns auf Antwort. Am besten per e-Mail an knauer@informatik.hu-berlin.de

Kommentare

  • Hallo,
    Bedarf für Berechnung von Volumina gibt es meines Erachtens weniger. Wichtiger wäre für die Archäologie die automatisierte grafische Aufbereitung keramischen Fundmaterials; d.h. als Ergebnis eines Scans sollte möglichst nacharbeitsfrei eine publikationsfähige (Vektor-)zeichnung der betreffenden Keramik in Schnitt und Aufsicht entstehen. Beschäftgen tut sich hiermit z.B. Ulrich Schultz an der LMU München.
Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.