Langhaus Himmelsausrichtung ?

Hallo,
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles,gibt es irgwelche Literatur oder Untersuchungen über die Himmelsausrichtung Keltisch-Germanischer Langhäuser ?kann man evtl. eine Zeitgrenze bestimmen ab wann oder überhaupt ? eine Ausrichtung erfolgte ? nach meiner pers. Recherche (wenn es sich um Langhäuser handelt!) haben diese eine Nord-west ausrichtung von ca. 310-340 Grad.
Gruß Eisenstein

Kommentare

  • hat keiner was für mich ? nicht erforscht?oder langweilig ?Ich bin ein archäologischer Laie,aber sehr wissbegierig, kaufe mir auch gerne fachlich,belegbare Lektüre ! Romane und vermeintliche Phantasieberichte kenne ich sogar,aber das ist eine andere Geschichte.
    Gruß Eisenstein
  • IrminfriedIrminfried User
    bearbeitet February 2012 #3
    Hi Eisenstein,

    wenn ich mich recht entsinne wurden die Langhäuser in der Regel grob N_S- ausgerichtet gebaut, die Dachseite der Wetterseite zugewandt.

    hier ein interessanter Link zu neolithischen Langhäusern.
    Literaturangaben finden sich am Ende der Seite...

    Steinzeitwissen / neol. Hausbau

    Gruß
    Irminfried
  • eisensteineisenstein User
    bearbeitet February 2012 #4
    Hallo Irminfried ,
    Vielen Dank!,ich habe durch deinen Hinweis die entspr.Info bekommen,die Bodenstrukturen die mir bekannt sind ,entsprechen der Bandkeramik(der zuständige Landesarchäologe hatte mir diese bereits bestätigt) für mich ist es etwas verwunderlich!da ich noch weitere dieser Langhausstrukturen in meiner Nähe gefunden habe.Da ich mich ein wenig belesen habe ,reicht diese Kultur von ca -5000 bis ca -2000 ,was mich so verwundert ,ist der Umstand,das diese Häufung in meiner Heimat noch so deutlich auf Luftbildaufnahmen(Google Earth;-) ) zu sehen sind.Ich bin eigentlich von Eisenzeitlichen,Keltischen Siedlungsplätzen ausgegangen,das Siegerland mit seinen Eisenerzvorkommen liegt doch praktisch vor meiner Haustür.Nun,mir stellt sich die Frage:Waren die rechtsrheinischen Kelten etwa Spätzünder?bzw.hat sich die Bandkeramische Kultur (Eisen hatten sie wohl noch nicht endeckt)mit der Keltischen Kultur im Bezug auf die Ausrichtung ,Bauweise der Häuser vermischt ??
    :-? ich stelle auch gerne eine Luftbildaufnahme ein,diese wurde der Bandkeramik zugeordnet,nach viel Leserei ,kann ich dem auch voll zustimmen,allerdings verstehe ich den Zusammenhang nicht so recht!
    Gruß Eisenstein
  • wakwak User
    bearbeitet June 2012 #5
    eisenstein schrieb:
    ....die Bodenstrukturen die mir bekannt sind ,entsprechen der Bandkeramik(der zuständige Landesarchäologe hatte mir diese bereits bestätigt) für mich ist es etwas verwunderlich!da ich noch weitere dieser Langhausstrukturen in meiner Nähe gefunden habe.Da ich mich ein wenig belesen habe ,reicht diese Kultur von ca -5000 bis ca -2000.....

    =:-O
  • @eisenstein
    eisenstein schrieb:
    Hallo,
    Die Überschrift sagt eigentlich schon alles,gibt es irgwelche Literatur oder Untersuchungen über die Himmelsausrichtung Keltisch-Germanischer Langhäuser ?

    Ich bin eigentlich von Eisenzeitlichen,Keltischen Siedlungsplätzen ausgegangen,das Siegerland mit seinen Eisenerzvorkommen liegt doch praktisch vor meiner Haustür.Nun,mir stellt sich die Frage:Waren die rechtsrheinischen Kelten etwa Spätzünder?
    Ich schließe mich dem "dummen" Gesicht von "wak" an. =:-O

    Du sprichst einerseits von keltisch-germanischen Langhäusern und erwähnst gleichzeitig, dass der Landesarchäologe von bandkeramischer Baustruktur spricht.
    Wenn "fünf" Pfostenreihen erkennbar sind ist dem auch so.
    Die "Ausrichtung" der Langhäuser war offensichtlich "regional" und je nach "Keramik-Kultur" verschieden, wie ich in mehreren Weblinks lesen konnte.
    http://www.sachsen1.com/neu/Sachsen1-Reporter/14/114.html
    http://www.archaeopro.de/archaeopro/Strukturen/P080320-HB/HB-1.htm
    http://www.feuer-steinzeit.de/infos/siedlungsplatz.php
    Zitat:
    Die Häuser standen immer in nordwestlich/südöstlicher Richtung ausgerichtet, mit dem Eingang nach Südosten und dem Arsch im Wind nach Nordwest.... ENDE
    Offensichtlich spielte die "Wind -u.Wetterrichtung" wohl eine Rolle.
    Die Kelten siedelten im Siegerland erst ab ca.800 v. Chr. Es waren wahrscheinlich Bauern die aus der Eifel kamen und ihre Langhäuser hatten nur "vier" Pfostenreihen.
    "Laufen de Höhner en der Kösch, brennt de Petroliumsfunsel ob dem Desch, dann jitt et kenne Zweifel, dann bess de en der Eifel !" :D
    Das schien bereits damals schon so zu sein, denn die dortige Kelten-Kultur zeigte lange Zeit die Merkmale der früheren "Hallstattzeit".


    Gruß
    Kurti
  • @eisenstein

    Die "Keltisch-Germanische"-Kultur ist ja eigentlich auch so ein kleiner Widerspruch in sich. G_G
  • @kurti

    Dank für die Links. Vor allem sind da mal Luftbilder drin, wo man etwas erkennen kann.

    Zitat:
    Die Häuser standen immer in nordwestlich/südöstlicher Richtung ausgerichtet, mit dem Eingang nach Südosten und dem Arsch im Wind nach Nordwest.... ENDE


    Das Zitat ist super! Lyrischer kann man es garnicht ausdrücken ;)

    Grüßlis
  • Der Holzeinschlag erfolgte mit Deichseln, das sind Steinbeile mit quer zum Stil geschäfteten Schneiden.

    wobei ich in dem, im S1 - Link angesprochenen, Fällen der Bäume mittels Deichsel etwas skeptisch gegenüberstehe... :D:-D
  • warum stehst du dechseln skeptisch gegenüber? :)
  • Dechseln gegenüber gar nicht...
    Aber Deichseln sind recht ungeeignet zum Bäumefällen... :D:-D

    (gibt im Archaeoforum ein interessantes Video vom Bäumefällen)

    Gruß
    Irminfried
  • ahh....ja die skepsis gegenüber deichseln teile ich dann auch :D
  • kurtikurti User
    bearbeitet July 2012 #13
    @Irminfried
    Irminfried schrieb:
    gibt im Archaeoforum ein interessantes Video vom Bäumefällen
    Im Archaeoforum ist zwar die Rede davon, aber ein Video habe ich leider nicht gefunden!?
    Auf YouTube wird man aber immer fündig:
    Baumfällen mit Dechsel.
    Baum fällen mit Steinaxt.
    Holz bearbeiten mit Dechsel.

    @Pygmalion
    Pygmalion schrieb:
    ahh....ja die skepsis gegenüber deichseln teile ich dann auch
    Warum?
    Das "Deichseln" des Baumfällens ermöglicht man mit einer "Dechsel". Doch gut hingedeichselt, oder ? :D

    Gruß
    Kurti
  • Kurtis Links sind wieder einmal ein Beleg, wie sich die Spreu vom Weizen trennt.

    Die beiden Filme mit den nachgebauten Dechseln sind wirklich ernstzunehmen und gut.

    Beim zweiten Link, zum Waldvollpfosten, neige ich schon zum fremdschämen. :D Gut er macht scheinbar auf "Natives", da ist ja alles etwas anders. In Europa hätte er nämlich ein Beil und keine Axt.

    >:] Grüßlis



  • Schaut mal zur Ethnogenese der Kelten. :b:
Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.