Metall als Statussymbol

Hallo!

Weiß jemand warum Metall als Statussymbol in der Bronze/Eisenzeit in Europa angesehen wurde? Oder kennt jemand einen guten Link?

Danke schonmal im voraus :)

Kommentare

  • IrminfriedIrminfried User
    bearbeitet November 2011 #2
    Guten Morgen Naddl,

    wie es die Namen der Epochen schon sagen, war das jeweilige Metall der ausschlaggebende Entwicklungsfaktor. Im ausgehenden Neolithikum kamen die ersten kupfernen Zier- und Gebrauchsgegenstände auf.
    Durch die Abtrennung verschiedener anderer Beimengungen wie Arsen, Blei etc. und die Beigabe von zuerst Zinn, dann aber vorrangig Zink wurde aus dem Kupfer eine Legierung gewonnen, die für die damaligen Technologien und Waffentechniken eine ungeahnte Vielzahl an Neuerungen zuließ.
    Das Metall hatte gegenüber den Flint- und Horn/Knochenwerkzeugen den riesigen Vorteil der fast unbegrenzten Formbarkeit und Lebensdauer, da es flexibler als der Flint seltener splitterte oder zerbrach.
    Die Entdeckung der metallurgischen Eisenverarbeitung stellte wiederum eine Neuerung in den technoilogischen Abläufen dar, da zu dessen Förderung und Verarbeitung wiederum andere Voraussetzungen nötig waren.
    Durch die gezielte Zugabe von Kohlenstoff konnte das Eisen durch mehrfaches Schmieden die Härte der Bronze um ein Vielfaches übertreffen, was wiederum die Werkzeuge und Waffen stark verbesserte.
    Die Förderung und Verarbeitung der Erze und Metalle waren höchst komplexe Arbeiten, die eine starke Spezialisierung der Mitarbeitenden erforderte.
    Auch waren die Fördermengen nicht so hoch, als daß die gesamte Bevölkerung mit den neuen Werkstoffen versorgt werden konnte.
    Somit ergaben sich gesellschaftliche Unterschiede zwischen den Herstellern der Metalle, deren Nutzer und denen, die diese aus wirtschaftlichen Gründen nicht in vollem Umfang nutzen konnten.
    Die Metalle wurden in der damals noch bargeldlosen Zeit in Form von Barren, Ringen oder Halbzeugen als Währung oder Tauschobjekte genutzt.
    In der Bronzezeit wurden Bronzebeile oder Bronzedolche quasi in Stein kopiert, um mglw. einen etwaigen Besitz der neuartigen Waffen "vorzutäuschen".
    Auch in der römischen Kaiserzeit (ca. 0-450 u.Z.) war das Eisen im freien Germanien ein Luxusgut.
    Lange nicht alle Germanen waren mit eisernen Schwertern ausgerüstet. Die Hauptkampfwaffen stellten Lanze, Wurfspeere und Schild dar.

    Anbei noch ein interessanter Link... Prähist. Archäologie

    Ich hoffe, Du kannst hiermit etwas anfangen.

    Gruß
    Irminfried
Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.