Erwerb von Artefakten im Rahmen einer Erbschaft

Hallo liebe Archäologen,

dass man steinzeitliche Bodenfunde den regional zuständigen Stellen anzeigt und die eigentlichen Ausgrabungen dann auch den Fachleuten (nämlich Euch !) überlassen sollte, ist mir verständlich und nachvollziehbar. Zu groß wäre wohl der Schaden, den man in seiner Unkenntnis anrichten würde und außerdem werdet Ihr dafür ja auch bezahlt.:-D

Wie verhält es sich jedoch, wenn man im Rahmen einer Erbschaft in den Besitz von vermeintlichen Artefakten gelangt, zu deren ursprünglichen Herkunft man in der Regel keine Informationen hat? Muss man den Erwerb anzeigen? Wenn ja, aber kein räumlicher Bezug herzustellen ist - wo? Sind solche Artefakte, die ihres Umfeldes beraubt wurden für einen Archäologen überhaupt noch interessant oder einfach nur "nett"?

Nett wäre es jedenfalls, wenn ich dazu mal eine fundierte Meinung lesen könnte. So richtig erfolgreich war meine Suche im Internet leider nicht.

Vielen Dank für die Mühe
sagt der Ahnungslose

Kommentare

  • Moin Ahnungsloser,

    welches Bundesland betrifft das denn?
    Am besten, Bilder der Geschichten machen und nach telephonischer Voranfrage damit mal zum zustänigen Landesamt gewackelt und den zuständigen Gebietsreferenten angesprochen.
    Oder versuchen, mit ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern aus Deinem Umkreis Kontakt aufzunehmen.

    Gruß
    Irminfried
  • Hallo Irminfried,

    danke für die schnelle Antwort.:b:

    Aber da sind sie ja schon, die Probleme:
    Am besten, Bilder der Geschichten machen und nach telephonischer Voranfrage damit mal zum zustänigen Landesamt gewackelt und den zuständigen Gebietsreferenten angesprochen.

    Bilder machen - wäre sicher kein Problem, aber wer ist denn zuständig, wenn man keinen örtlichen Bezug herstellen kann.

    Ich wohne z.B. in Berlin. Dass diese Sachen jedoch etwas mit Berlin zu tun haben könnten, halte ich jedoch für (fast) ausgeschlossen.
    Oder versuchen, mit ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern aus Deinem Umkreis Kontakt aufzunehmen.

    Da ich mich für die "Schatzsuche" eigentlich nicht im Geringsten interessiere, habe ich leider solche Kontakte nicht und wüsste auch nicht, an wen ich mich da wenden sollte.
    Die einzigen Schätze im Boden, die interessant für mich sind, sind die Kartoffeln im Garten:-D .

    Grüße vom
    Ahnungslosen:-?
  • Hi,

    Kartoffeln sind immer gut! Beim Stoppeln findet man ab und an auch alte Sachen, man kann eben Nützliches und Schönes miteinander verbinden...:-D

    Mach doch mal ein paar Bilder und stelle sie hier ins Forum rein.
    Dann können sicher auch ein paar Aussagen getroffen werden.

    Hier noch die Adresse des Amtes in Berlin...

    Landesdenkmalamt Berlin
    Kontakt

    Landesdenkmalamt Berlin
    Altes Stadthaus
    Klosterstraße 47
    10179 Berlin

    Tel.: 030 90259-3800
    Fax: 030 90259-3700
    E-Mail: landesdenkmalamt@senstadt.berlin.de

    Telefonische Sprechzeiten:
    Di u. Fr: 10:00 bis 12:00 Uhr und nach Vereinbarung


    Gruß
    Irminfried
  • Hallo Irminfried,

    ich habe mal im Internet das Landesdenkmalamt besucht und das "Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln)
    Vom 24. April 1995" gefunden. Darin sind eigentlich alle Fragen, die ich hatte beantwortet.

    Sollte ich also mal in die Verlegenheit einer solchen Erbschaft kommen, dann wüßte ich jetzt, wie zu handeln wäre.

    Vielleicht könnte man dann daraus aber auch einen Bodenfund machen, einem Archäologen ein Erfolgserlebnis verschaffen und Geschichte (um)schreiben.>:)

    Also nochmals Dank vom
    Ahnungslosen



    PS:
    Was hältst Du hiervon?
    Thüringen in den Grenzen von 531 (nach der Schlacht an der Unstrut)!:-D
  • ahnungsloser schrieb:
    Hallo Irminfried,

    PS:
    Was hältst Du hiervon?
    Thüringen in den Grenzen von 531 (nach der Schlacht an der Unstrut)!:-D


    Nichts...Den unhaltbaren Zustand haben wir doch heute...

    Was bist Du doch für ein hinterlistiger Franke, oder gar Sachse!!!! :P:-P:-P
  • Hallo Irminfried,

    war ja nicht böse gemeint!

    Ich mag dieses kleine zänkische Bergvolk eigentlich recht gerne.

    Also es bleibt bei 530!

    Gruß vom Ahnungslosen
  • Hi Ahnungsloser,

    ich hab´s auch nicht böse gemeint verstanden, sonst hätte ich andere Smilies genutzt und wäre mit einem Heer :-(:-(:-(:-( gegen Berlin gezogen... :D:-D:-D

    Gruß
    Irminfried

  • Okay, ich als Westgote mische mich besser nicht in eure Angelegenheiten ^^ Aber du kannst echt roh sein, dass du die Funde nicht in Bayern bekommen hast :D da gibt es so etwas ähnliches, was sich bestimmt auch schon 530 bewährt hat: Landesenteignung ;)
  • Hallo Heydenarchaeologie,

    sicher sind nicht nur die Bayern so erfinderisch ;)

    Da fällt mir doch eine alte Lebensweisheit ein, mit der man eigentlich immer gut fährtK:-)

    Wer ein Amt reißt aus dem Schlummer,
    steht am Schluß oft da als Dummer.
    Das Ergebnis dieser Nummer:
    Man hat nichts als Stress und Kummer! 8)

    Für soviel Ahnung reicht es selbst beim
    Ahnungslosen:-D
  • Irminfried schrieb:
    ahnungsloser schrieb:
    Hallo Irminfried,

    PS:
    Was hältst Du hiervon?
    Thüringen in den Grenzen von 531 (nach der Schlacht an der Unstrut)!:-D


    Nichts...Den unhaltbaren Zustand haben wir doch heute...

    Was bist Du doch für ein hinterlistiger Franke, oder gar Sachse!!!! :P:-P:-P

    Hierzu fällt mir eine ziemlich alte Geschichte ein.
    Bevor das Gelände von Pompeji konsequent denkmalgeschützt und archäologisch erschlossen war, gab es bereits zahlreiche private Ausgräber. Funde wurden über Adelshäuser in ganz Europa verteilt und die wilden Ausgrabungen von Pompeji waren *das* Hauptmotiv für eine Italienreise prominentester deutscher Dichter, Denker und Komponisten. Nun könnte eigentlich jeder Antiquitätenhändler mit amtlichem Nachlass-Auftrag auf eine private römische Sammlung in Franken oder Sachsen stoßen, wenn er ein altes Schlösschen ausräumen soll. Das passiert auch hin und wieder! Was dann??
  • Hm, zumindest spricht sich das Gesetz für den Antiquitätenhändler aus... Ich persönlich habe es mir früher immer schön geredet, dass Ausgrabungen offiziell durch Verkäufe weniger wichtigerer Artefakte finanziert wurden, was ja oft auch der Fall ist, was mich allerdings auch zum Erstehen solcher hinreißen ließ... :-S
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