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Richtlinien für Fundmeldungen

Hallo miteinander,

In letzter Zeit häufen sich - erfreulicherweise! - wiederum die Fundmeldungen und es fallen gehäuft ein paar Dinge auf, die nicht beachtet werden. Um es den Usern einfacher zu machen, möchte ich hier einen Text für "Richtlinien für Fundmeldungen" erarbeiten, wobei dieser dann in der Fund-Sektion zuoberst als "wichtig!" angepinnt werden soll.

Hier eine Vorformulierung:
Um eine reibungsloses Funktionieren des Forums und eine gewinnbringende Kooperation der Archäologen untereinander sowie von Laien und Nicht-Laien zu gewährleisten, müssen ein paar Regeln beachtet werden.
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Bei einer Fundmeldung ist daher Folgendes bitte immer mit anzugeben:

Unter welchen Umständen wurde der Fund gemacht?

Welche Hintergrundinformation liegt bereits vor?
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Bei zufällig gemachten Oberflächenfunden:

Exakte Photos, detailierte Beschreibung + Angabe eigener Überlegungen (was sieht man selbst beim Fund als auffällig an; warum ist es vermutlich ein Artefakt?)

Als anschauliches Beispiel für eine vorbildliche Fundmeldung soll diese Meldung hier empfohlen sein:
Klick
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Bei gezielt gemachten Funden (per Sonde und/ oder Grabung):

Exakte Photos

In welchem Kontext fand die Begehung/ Grabung statt? Wer leitete diese (Name!)

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Diese Informationen sind essentiell, um zum einen im Vornherein zu gewährleisten, dass der Finder zunächst selbst genau darüber nachdenkt, warum er den Fund als bedeutsam empfindet;
zum anderen um ausschließen zu können, dass es sich nicht um ein Fund im Rahmen einer Raubgrabung handelt.

Fehlen die Informationen, werden die Anhänge (Photos) gelöscht und es wird um weitere Informationen gebeten mit Hinweis auf eine mögliche Meldung bei den Behörden.


Vielen Dank schoneinmal für mögliche Anregungen!

Kommentare

  • Finde ich insgesamt gut so.

    Ich würde Bilder bei entsprechend fehlenden Infos nicht sofort löschen, sondern im Thread freundlich eine Frist zum Nachtragen der Infos setzen. - Das würde ich auch so in die Sektionsregel schreiben.

    Macht es einfach etwas entspannter.

    LG,

    Sandro
  • bearbeitet October 2010 #3
    Vielen Dank für die Rückmeldung!

    So fände ich das auch gut, aber das bringt das Problem mit sich, dass sich es jemand dann vllt. nicht verkneifen kann, doch was zur Bestimmung zu sagen. Der Thread müsste dann schon geschlossen werden, aber dann müsste der Eröffner an anderer Stelle was zum Fund erklären. Ich glaube, es ist das einfachste, die Bilder zu löschen; der Eröffner erklärt Näheres und postet die Bilder dann erneut. Ist ja eigentlich kein Problem.

    Zudem sollte sich dieses Thema ohnehin erledigen, wenn die Richtlinien fertig sind und angepinnt werden. Wer vorher nicht drin liest und sich nicht dran hält, verstößt dann schlicht gegen die Forenregeln und sein Beitrag wird ganz gelöscht.

    Dass ist übrigens nicht zu paranoid oder so. Neulich war erst eine Anfrage, die offensichtlich raubgräberischer Natur war (der Postende fragt sogar danach, ob es was wert ist). Allerdings bin ich der Sache nicht nachgegangen, weil der Threaderöffner offensichtlich nicht aus Deutschland kam:
    http://www.archaeologie-online.de/forum/beitraege/funde/1837/

    Demnächst wird mir aber das Prozedere bekannt sein bzw. ich werde wissen, wo ich was wie zu melden habe und dann werde ich auch solche Sachen melden.


    Einen Punkt möchte ich noch zu obigem ergänzen:
    Bei welchem Amt ist der Fund evtl. bereits gemeldet/ bekannt?

    Falls er noch nicht gemeldet ist:
    In welchem Landkreis wurde er gemacht?
    *

    *Soll dazu dienen, das entsprechende Landesamt heraussuchen zu können.
  • Aufgrund der Erfahrung hier
    noch folgende Änderung (Vorschlag):
    Bei - offensichtlich* - ausländischen Stücken, zu denen keine Angaben gemacht werden können, wird das Posting einfach komplett gelöscht.

    *"offensichtlich" meint: ganz klar zu einem anderen Kulturraum gehörend. Bei Funden aus dem ost-, west- und südeuropäischen Raum würde ich dann ersteinmal unterstellen, dass die Funde dort gemacht wurden, wo der Postende wohnt (sofern es D ist). Ich würde also ein Amt in der Region des Postenden informieren.
  • svegasvega User
    bearbeitet October 2010 #5
    Ausnahmen bestätigen die Regel und es ist ja nicht so, daß man sich beim Aufkommen entsprechend ausländischer Beiträge, aber auch generell die Finger blutig tippen müsste. ;)

    Daher mein Vorschlag für weitestgehende Gleichbehandlung und das Regelwerk auch in Englisch posten.

    LG,

    Sandro

    PS. Androhungen entsprechend rechtlicher Schritte wie Anzeigen etc. würde ich mir wegen dem Klang nach vorauseilendem Gehorsam grundsätzlich sparen.
    Der Hinweis auf Löschung und die entsprechende Umsetzung sind meiner Meinung nach ausreichend.
    Den Forumsbann würde ich mir für den Fall aufheben, daß jemand wiedholt auffällt oder in der Reaktion verbal ausschert.

  • Meinst Du mit Ausnahmen, dass auch mal was aus einem anderen Kulturraum in unserem gefunden werden kann? Sicherlich auch mal, aber eine zu 100% sichere Methode gibts sowieso nicht. Die Sache hat schon so seine übliche 5% Fehleranfälligkeit. Jemand bräuchte sich z.B. nur eine schöne und plausible Geschichte ausdenken, wie er auf die Sachen gestoßen ist und schon würde ich keinen Verdacht schöpfen. ;) Allerdings würde so einer hier auch seine Funde nicht posten, wenn er entsprechend clever ist.^^

    Mit Anzeige würde ich - wie gesagt - sowieso nicht drohen, sondern mit Meldung.

    Guter Vorschlag, das mit der englischen Variante. Werde ich umsetzen.

  • a.brunna.brunn Halle (Saale)Admin
    Hallo zusammen,

    ich habe Eure Anregungen jetzt mal aufgegriffen und die Regeln für die Sektion Funde eben dort angepinnt.

    Verbesserungsvorschläge sind wie immer willkommen.

    Viele Grüße,

    Mit besten Grüßen,
    Andreas Brunn

    www.archaeologie-online.de

  • Hallo Andreas,

    Der Text gefällt mir gut so, bis auf: "Es ist keine Plattform zur Bestimmung des materiellen Wertes archäologischer Objekte!" Und zwar deswegen, weil es dem ein bisschen Normalität verschafft, im Sinne von: *Wir bestimmen hier nicht den Wert. Dafür müssen Sie sich bitte woanders hinwenden.*

    Zudem fände ich es gut, wenn noch eine gewisse Möglichkeit besteht, dem ein oder anderen Raubgräber auf die Schliche zu kommen. Die Frage nach dem Wert ist da ein recht zuverlässiger Hinweis, dass soetwas vorliegen könnte.

    Und den Part, "Beschreiben Sie bitte, warum Sie denken dass es sich um ein archäologisches Artefakt handelt. Versuchen Sie bereits vor Ihrer Anfrage Informationen zu Ihrem Fund zu sammeln und teilen Sie den Lesern mit, was Sie bereits herausgefunden haben", würde ich zuoberst hinsetzen (also genau anstelle des Satzes mit der Wertbestimmung). Das ist etwas Grundsätzliches, das direkt am Anfang stehen sollte, finde ich.

    Gruß
    Sebastian

  • sebastian.b schrieb:
    Zudem fände ich es gut, wenn noch eine gewisse Möglichkeit besteht, dem ein oder anderen Raubgräber auf die Schliche zu kommen. Die Frage nach dem Wert ist da ein recht zuverlässiger Hinweis, dass soetwas vorliegen könnte.

    Die Frage ist meiner Meinung nach ob die Rubrik dem Informationsaustausch dienen, oder eine Art Falle zum Aufspüren von Raubgräbern sein soll. ;)

    Der Verbot von Wertanfragen ist wohl sinnvoller, da es einen Teil der Veröffentlichungen fragwürdiger Anfragen von vornherein ausschließt und somit das Forum garnicht erst in Zugzwang bringt.

    LG,

    Sandro
  • Hm, hast Recht, Sandro. Besser ist es, das definitiv anzusagen. Ein Raubgräber, der die Hinweise liest, wird ohnehin Abstand davon nehmen, seine Sachen hier zu posten (ich hatte ansonsten aber schon an eine Art "Falle" gedacht^^). Wenn dann müsste ein solcher die Hinweise gar nicht lesen.
    Ich dachte nur, bevor so manches ganz im Dunkeln verschwindet, wäre es vllt. ganz gut, wenn die Sachen vllt. hier auftauchen und der Sache nachgegangen werden kann.

    Ich wäre aber trotzdem dann noch für eine andere Formulierung. Schlicht: Fragen nach dem Wert archäologischer Funde werden grundsätzlich nicht beantwortet. Auch andere User werden hiermit dazu aufgefordert, solche Fragen nie zu beantworten bzw. Schätzungen abzugeben.
    Die bisherige Formulierung vermittelt, wie gesagt, so ein bisschen eine gewisse Normalität.
  • Habe ich tatsächlich "Der Verbot" geschrieben?
    Ich werde langsam zum Legastheniker. 8)
  • Das bringt die häufige Netzaktivität so mit sich - geht mir in letzter Zeit auch gehäuft so, o-oh. ^^
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