"Archäologen finden das Tor zum Wikingerreich"

sebastian.bsebastian.b User Alter Hase
Noch eine nachgereichte Pressemitteilung:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,713947,00.html
Nahe Schleswig haben Forscher die 1200 Jahre alte Pforte ins Wikingerreich entdeckt - sie war die einzige Öffnung im Danewerk, dem 30 Kilometer langen Grenzwall der gefürchteten Nordmänner.
  • jaja....Herr Schulz.Gäbe es eine 8. Plage extra für Archäologen, wäre er mit Sicherheit einer der Anwärter für dieses Job.
  • sebastian.bsebastian.b User Alter Hase
    Und das soll was bedeuten?
  • a.brunna.brunn Halle (Saale)Admin Veteran
    sebastian.b schrieb:
    Und das soll was bedeuten?

    Hallo Sebastian,

    das war wohl eher allgemein auf den Autor des Spiegel-Artikels gemünzt. :)
    Man hörte da schon Aussagen in der Art »Oh Gott, es ist wieder ein Archäologie-Artikel im Spiegel erschienen«. :D

    Herr Schulz ist in der Fachwelt wegen seiner »blumigen« Berichte äußerst »beliebt«.

    Gruß,

    Mit besten Grüßen,
    Andreas Brunn

    www.archaeologie-online.de

  • astrofratzastrofratz RheineUser Veteran
    bearbeitet: September 2010
    Tja aber eigentlich geht dass ja auch an all die schreibenden Archäologen. Wir haben zwar durchaus die Aufgabe, zu archivieren, aber wir haben auch einen Bildungsauftrag, den man nicht vergessen sollte. Nur durch das Interesse der Öffentlichkeit sind wir in der Lage auch Ausgrabung und Konservierung zu betreiben.
    Leider sind aber Publikationen, die auch ein nichtstudierter lesen kann sehr selten. Ich will jetzt hier nicht dazu auffordern wilde aber anhaltslose Spekulationen zu kreieren, wie sie in den letzen Jahren anscheined sehr beliebt geworden sind, sondern einfacher geschriebene Texte. Es geht durchaus, wenn man die Angst davor verliert für unwissenschaftlich gehalten zu werden, nur weil man ein paar Fachbegriffe weniger verwendet.
    Aber wenn ich so manche Sachen Lese und dann gleich ein zweites mal den Abschnitt lesen muss, nur weil ich ihn nicht wirklich verstanden habe, dann erinnert mich das an die Reden von Cicero und nicht an eine Wissensvermittlung.


    Naja und solange hier ein Deffizit besteht werden "blumige Berichte" eben nur von Laien geschrieben, die dann aus Unwissenheit auch falsche Blumen in den Garten pflanzen. Ich hab aber auch schon Archäologen erlebt, die sich über völlig richtige Zeitungsartikel aufregen, nur weil da ein oder zwei Worte nicht ganz sauber waren.
    Beitrag bearbeitet von astrofratz
  • sebastian.bsebastian.b User Alter Hase
    a.brunn schrieb:
    Hallo Sebastian,

    das war wohl eher allgemein auf den Autor des Spiegel-Artikels gemünzt. :)
    Man hörte da schon Aussagen in der Art »Oh Gott, es ist wieder ein Archäologie-Artikel im Spiegel erschienen«. :D

    Herr Schulz ist in der Fachwelt wegen seiner »blumigen« Berichte äußerst »beliebt«.

    Gruß,

    Hallo Andreas,

    Achso, ;) ich hab den noch nicht weiter wahrgenommen gehabt, den Schulz. Spiegel-Online ist ja generell eher blumig, aber prinzipiell dürfte die Meldung doch richtig sein, oder?
  • kurtikurti User Urgestein
    bearbeitet: September 2010
    Hallo Sebastian,

    @sebastian. b
    Achso, ich hab den noch nicht weiter wahrgenommen gehabt, den Schulz.
    Spiegel-Online ist ja generell eher blumig, aber prinzipiell dürfte die Meldung doch richtig sein, oder? ENDE


    Du kennst Schulz nicht ? =:-O
    Das ist ja eine fast unverzeiliche Bildungslücke ! :D

    Ansonsten ist die Meldung aber richtig. Andere geben kurz und bündig die Meldung der dpa wieder.

    http://www.dnews.de/nachrichten/wissenschaft/303580/sensationsfund-am-danewerk-tor-wikinger.html
    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/archaeologie-sensationsfund-am-danewerk-tor-der-wikinger_aid_546044.html

    Gruß
    Kurti
    Beitrag bearbeitet von kurti
  • uliuli User Novize
    Anbei ein Bild der Grabungssituation von vorgestern, 22. September, aufgenommen von Süden Richtung Norden:

    danewerk-tor-01.jpg

    Rechts ragt die Feldsteinmauer 3,6 m über die Geländeoberfläche, links deutlich weniger.

    Der weiße Pfeil zeigt einen kleinen, älteren Wall mit einer alten Geländeoberfläche - bisher undatiert.

    Bisher nicht erklärlich: Obwohl die Grabungsfläche in der Wall-Unterbrechung schon einen halben Meter unter der jetzigen Geländeoberfläche angelangt ist, befindet sich das Grabungsteam immer noch in der Verfüllung des 12. Jahrhunderts (Mit Bruckstücken von "Woldemars-Ziegeln", der Mauer von 1170), hat also die alte Oberfläche des 9. Jahhrunderts noch nicht erreicht. Da die alte Oberfläche auf dem alten, kleinen Wall (weißer Pfeil) auch nach unten streicht und bisher nicht von der Wall-Unterbrechung gestört oder geschnitten wird, scheint diese "Eintiefung" tatsächlich alt zu sein.

    Die Woldemarsmauer existiert nur auf der linken, westlichen Seite des Tors und beginnt ca. 5 m westlich der Wallunterbrechung mit einem mächtigen Fundament , südlich vor die Feldsteinmauer gesetzt.

    Liebe Grüße
    Uli
  • sebastian.bsebastian.b User Alter Hase
    Vielen Dank für die Infos, Uli! Sehr interessant!
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