Ausgrabungsmöglichkeiten Weltweit

Hallo alle zusammen.

Hier der Link über den ich vor 2 Jahren meine Ausgrabung gefunden habe, an der ich damals teilnahm.
Es ist eine unglaublich informative Seite, die neben der Database über ausgrabungen noch viele weitere Informationen beinhaltet.
Man muss sich hier einfach etwas Zeit nehmen. Nicht alle Ausgrabungen sind für alle Studenten geeignet, andere sind international und wieder andere haben Platz für freiwillige Helfer.
Einfch mal rein schauen und viel Spaß dabei.

http://www.archaeological.org/webinfo.php?page=10016

Annine

Kommentare

  • Hallo Annine!

    Ich hab mir mal deinen Link angeschaut und wollt gerne wissen ob du vielleicht einen Erfahrungsbericht geben kannst? Bei welcher Ausgrabung hast du mitgemacht, oder wie sieht das mit den Kosten etc... aus?

    Würde mich über eine Antwort freuen
    lg Krabbelkaefer ;-)
  • Hi.
    Natürlich kann ich das.
    Dazu brauche ich allerdings etwas mehr Zeit.
    Kommt in ein paar Tagen, versprochen;-)
    Gruß Annine
  • Über den oben genannten Link habe ich im Sommer 2004 zur Ausgrabung in Bamburgh gefunden.
    Einem kleinen Ort, an der Ostküste Nordengland.
    Ich nahm Kontakt mit dem dort zuständigen Archäologen auf und vereinbarte mit ihm den Verlauf meines Aufenthalts.
    Er kam mich vom nächst liegenden Bahnhof abholen, brachte mich zum Campingplatz um dort meine Sachen abzustellen und nahm mich gleich am ersten Tag mit zur Ausgrabung, damit ich schonmal gucken konnte.

    Die eigentliche Ausgrabung fand/ und findet noch heute auf dem Gelände des Bamburgh Castle statt. Einer großen Burg, die noch heute in Besitz der Familie Armstrong ist, welche sich dazu entschlossen hat Archäologen anzustellen um dem Untersuchen der eigenen Geschichte etwas nachzuhelfen.
    Es dient als Mueum und hier haben die Besucher eben die Möglichkeit Archäologen vor Ort zu sehen und mit ihnen zu sprechen. Natürlich ist der eigentliche Ort abgegrenzt, wo man gräbt, damit nicht jeder durch laufen kann. Aber es ist doch so nah dran, dass Besucher genau sehen können was passiert.

    Jedes Jahr öffnen die Archäologen dann bis zu 3 Trenches in denen alles vom Niolithikum bis zum Mittelalter ausgegraben wird.

    Vor Ort sind Studenten, Archäologen, Antropologen und Freiwillige, wie ich eine war. Unter den Studenten befinden sich auch Media-studenten die dort vor Ort lernen Dokumentarfilme zu drehen. Auf Youtube gibt es ein paar kleine Clips von diesen Studenten. Unter anderem diese hier:





    Es ist eine unglaublich große Ausgrabung, gesondert als Schulgrabung ausgelegt, mit Unterrichts-stunden für die Studenten, wo man über dine wie Strategraphie uvm. aufgeklärt wird.

    Wohnen tut man auf einem Campingolatz, ein paar Kilometer von hier.
    Jeden Morgen gehts um 9 Uhr los mit zwei bis drei Jeaps,und man arbeitet bis 16.00.
    Pausen um 10, 12.30 und 14.oo, wo man zusammen mit den Archäologen auf der Wiese sitzt und sein mitgebrachtes isst.
    Jeden Morgen wird man dann eingeteilt in verschiedene Bereiche. Das heisst, es steht eine große Tafel auf dem Platz auf dem man seinen Namen sucht.
    Hier kann man dann entweder in einen der Trenches eingeteilt worden sein, oder zum säubern der Funde, zum Proben stechen um evt. andere Trenches für die kommenden Jahre auszumachen oder aber man bleibt im Camp um dort sauber zu machen und für die anderen zu kochen. Das sind jeden Tag zwei Leute. Darüber hinaus hat man pro Woche einen freien Tag, an dem man machen kann, was auch immer man will.
    Zelt muss man selber mit bringen. Essen, Trinken und Fahrtkosten werden gedeckt durch das Wöchentliche Geld was man ihnen als Freiwilliger zahlt. Damals waren es 220 Pound.
    sind mittlerweile etwas mehr.
    Dafür ist aber auch wirklich alles inklusive.
    Wenn man Extrawünsche hat kaufen sie sogar das, ohne, dass man was dazu bezahlen muss.
    Es ist ein unglaublich familiäres Verhältnis und ein wunderschänes Erlebnis.

    Jeden Freitag gibts dann eine Tour über den gesamten Komplex, wo man sich ansieht, was in den verschiedenen Trenches für Fortschritte gemacht wurden. Das ist immer sehr spannend gewesen, fand ich.

    Graben konnte man entweder in einem normalen Feld, oder, wenn man länger als 2 wochen dort war auch auf dem Grabplatz, den sie gefunden haben.
    Was ich bei dieser Ausgrabung sehr schön fand war die Tatsache, dass sie genau aufschreiben wo sie welchen Knochen gefunden haben, und dass sie die Skelette wieder genau da hin legen, wo sie sie gefunden haben, wenn sie fertig mit den Untersuchungen sind.

    Es ist so viel passiert, dass ich eigentlich nicht genau weiss, wo ich anfangen soll. Wenn ich also irgendwas vergessen haben sollte, einfach fragen.
    Ich hänge noch ein paar Bilder an, damit ihr sehen könnt, wie es da so aussieht.
    Und ihr könnt natürlich immer im Internet auf der himepage nachsehen.

    http://www.bamburghresearchproject.co.uk/arch-of-bamburgh.htm

    Hier gibt es unglaublich viele Informationen. Auch direkt zu Kosten und allem was man so wissen will.

    Hoffe, ich konnte etwas helfen.

    Liebe Grüße
    Annine
  • Hallo!

    Danke erst mal für deine genaue Ausführung! Klingt wirklich interessant!
    Würde mich freuen, falls ich nochmals ein paar Fragen habe, dass du sie mir beantworten möchtest!

    Lg Krabbelaefer :-)
  • Natürlich mächt ich das! ;-)
    Immer nur fragen wenn was ist. Ich würd mich freuen wenn ich helfen kann.
    Gruß Annine
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