erfolgreichste ausgrabung?

hi!
ich hab mal ne frage an alle archäologen die schonmal bei einer ausgrabung gewesen sind. und zwar würd ich gern wissen was eure erfolgreichste ausgrabung gewesen ist die ihr je gemacht habt? ich weiß das man als archäologe nicht jeden tag ne versunkene stadt entdeckt wink.gif, aber bestimmt entdeckt man als archäologe mal etwas wo die reaktion etwa so aussieht: blush.gif :-O

Kommentare

  • dominicdominic User
    bearbeitet May 2007 #2
    *staubvomthreadabwisch*
    wow ihr seid ja richtige erfolgsarchäologen :-|... dann mach ich mal den anfang (obwohl ich "noch" kein archäologe bin: ich hab mal nen reichspfennig aus dem jahre 1940 gefunden B-)
  • hey, nicht gleich alle auf einmal!
  • TobyToby User
    bearbeitet June 2007 #4
    Das kommt wohl darauf an wie man Erfolg messen moechte.
    Obwohl ich schon an recht vielen Projekten beteiligt gewesen bin, wuesste ich nicht welches ich als das Erfolgreichste betrachten wuerde.
    Einmal waren die Funde klasse, ein anderes mal die Befunde. Manchmal ist der Masstab des Erfolges nicht was man findet, sondern wie man etwas ausgegraben/ geborgen/ dokumentiert hat, oder dass man das Projekt trotz schwieriger Umstaende im vorgegebenen Zeitrahmen und im Budget ueber die Buehne gebracht hat.
    Letzlich mag man es auch als Erfolg ansehen wenn man mit einem tollen, engagierten professionellem Team gearbeitet hat, oder Studenten, Schuelern oder Besuchern etwas ueber die Vergangenheit beigebracht hat.
    Fuer mich persoenlich sind 'tolle Funde' nicht ausschlaggebend.

  • guten morgen

    ich war jetzt schon zigmal hier, aber mir ist nie was passendes eingefallen, bis ich tobys beitrag gelesen habe. dem kann ich nur zustimmen! wahrscheinlich hättest du jetzt gerne was über gold erfahren oder inschriften, das habe ich zwar alles schon gefunden, der schönste fund war aber was anderes. das war das ausnehmen eines grabes und wir machten überstunden und es hat geregnet wie sau und trotzdem haben wir alles zu ende gebracht, alles ordentlich und trocken.
    dabei spielt natürlich nicht der fund an sich eine rolle, sondern die befriedigung danach, unter widrigen umständen alles ordentlich gemacht zu haben, der versuchung widerstanden zu haben mal schnell noch fertig zu werden. ist aber wohl schwer nachvollziehbar wenn man sowas noch nicht gemacht hat.
  • Die Definition von "erfolgreich" sieht wohl jeder etwas anders.
    Es geht ja (zum Glück) nicht nur um materielle Werte.
    Bin zwar kein Archäologe aber meiner Meinung nach sollte jede Grabung,welche eine Person ausführt als "die erfolgreichste Grabung" angesehen werden,sofern sie irgendwelche Ergebnisse auf vorhandene Fragen liefert.


    Gruß Daniel
  • das ist mir dann doch zu wohlwollend, da es durchaus grabungen gibt, die ordentlich gemacht werden aber vom ergebnis her einfach nicht viel hergeben, notgrabung bei garagenbau 5x4 meter!
  • Hallo Scherbi.
    Alles Bestens,schau ja regelmäßig hier rein.:-D
    Nur momentan wegen bestellter Felder,viel Arbeit im großen Garten und der Restauration eines alten Mopeds keine großen Aktivitäten meinerseits.

    Gruß Daniel
  • Nix kommende Saison und auch kein Einsatzfahrzeug.
    Viel zu Schade zum verheizen,ist ja auch schon etwas älter.
    Ich bring das Ding nächstens zur Einzelabnahme.
    Das "Moped" ist zwar nur ein Mofa aber da es nur 1 Jahr jünger als ich bin,muß ich es halt etwas herrichten,damit die Behörden gnädig gestimmt sind und eine ABE ausstellen.
    Stand ursprünglich in einer Scheiune.
    So gesehen war es immerhin eine "erfolgreiche Ausgrabung" von technischem Kulturgut aus den 60ern.:-D

    Gruß Daniel
  • Öhm, es war zwar kein toller Fund, aber ich habe einmal etwas über das Leben gelernt. Als ich damals das erste mal als Grabdrohne agieren durfte, betraf das ein Gebiet mit einem gallo-römischen Gräberfeld. Zur Feier des Tages durften die Arbeitsdrohnen auch mal ein Grab alleine ausheben. Es kam wie es kommen musste, es war nichts drin, keine Reibschale, kein Firnisbecher (ja, ich weiss , alter Begriff) usw. und von Überresten einer Kiste schon recht nichts, da auch der Rand verziegelt war. Nach anfänglichem Unmut, kam man schon ins Grübeln. Wer so bestattet wurde, war damals schon der Gruppendepp seiner Gesellschaft. Über 1750 Jahre später stehen drei Grabungshelfer um das Grab und beschweren sich, dass nichts drin war. Tja, entschuldigt die Ausdrucksweise, aber es scheint zu gelten: "Einmal Arschkarte immer Arschkarte" auch wenn es 1000 Jahre dauert.
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