Mechanismus von Antikythera

Mechanismus von Antikythera: Neues vom Computer aus der Tiefe

Hier ein kurzer Überblick:

Schwammtaucher entdeckten 1900 in etwa 40 Metern Tiefe im Wrack eines Schiffes, das vor fast 2000 Jahren vor der griechischen Insel Antikythera (Aegilia) gesunken war einen stark korrodierten Bronze-Brocken, der prompt im Museum in mehrere Teile zerbrach.
Als der Archäologe Spyridon Stais die Teile zwei Jahre nach dem Fund sorgfältig reinigte, entdeckte er zwar Spuren von Zahnrädern – großes Erstaunen rief das in der Fachwelt aber nicht hervor. Erst in den 50ern entdeckte die Wissenschaft die wahre Bedeutung der Bronzeteile: Sie bildeten die Grundlage eines holzummantelten mechanischen Computers, der unter anderem die Mondphasen und die Bewegungen der damals fünf bekannten Planeten berechnen konnte. Der Mechanismus von Antikythera zeigt, dass schon die alten Griechen scheinbar moderne Erfindungen wie Zahnräder und Differentialgetriebe kannten.
Seit 2005 wird dem Mechanismus mit der besten erhältlichen Technik in einem multidisziplinären Forschungsprojekt zu Leibe gerückt. Forscher haben jetzt einige der letzten Geheimnisse der Apparatur entschlüsselt.


Interessanter Bericht bei teleopolis:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24093/1.html

Die in dem Bericht erwähnte Webseite des Forschungsprojekts ist leider im Moment nicht erreichbar:
http://www.antikythera-mechanism.gr/

Auf nature.com ist der Bericht, von dem telepolis wohl inspiriert wurde:
http://www.nature.com/nature/journal/v444/n7119/full/444534a.html

Aus irgendeinem Grund gelingt es mir hier nicht direkt zu verlinken, sorry.
  • luciuslucius User Amateur
    Wenn es einen solchen Aparat gab, gab es dann auch einen zweiten?
    Auf jeden Fall finde ich das hoch interessant. Hoffentlich ist der Link bald wieder ereichbar.

    VALE
    LVCIVS
  • philphil User Amateur
    momentan funtioniert er wieder - schoene seiten!

    gruss,
    philipp
  • SouthernmanSouthernman User Novize
    ............
    Bisher hatte man angenommen, dass das Gerät aus Rhodos stammt.


    Nun entdeckten die Forscher auf einer Scheibe korinthische Namen der zwölf Monate. Die Scheibe zeigt den Metonischen Kalender, eine vom griechischen Astronomen Meton 432 v. Chr. entwickelte Zeiteinteilung mit einem Zyklus von 19 Jahren in 235 Monaten. Die Entdeckung der Monatsnamen legt nahe, dass das Werk in Korinth oder einer seiner Kolonien wie etwa Sizilien hergestellt wurde.
    ..............


    Aus Sueddeutsche Zeitung Online
  • philphil User Amateur
    neues zum thema nach fast 2 jahren:

    ein bastler/tüftler hat das gute stück nachzubauen versucht :-*> :
    kurzer film hier:

    "2000-year-old computer recreated"
    ->

    und der artikel dazu:
    http://www.newscientist.com/article/mg20026861.600

    gruß
    philipp
  • SouthernmanSouthernman User Novize
    Wer selber mal testen will, eine Emulation:

    ameso — The Antikythera Mechanism on Squeak EToys


    Download and Run
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