Ausgrabungen

Hi!!!

Da ich mir einen Metalldetektor kaufen möchte, wollte ich mal fragen, ob man denn alles, was man findet, abgeben muss, oder einen Teil behalten darf! (So schlimm wäre das ja auch wieder nicht, aber es muss sich ja lohnen!) Und, wie sieht`s aus?

Danke!!!

Carter

Kommentare

  • Auweia. Benutze bitte mal die Suchfunktion, es gibt mehrere Threads zu dem Thema. Ohne Genehmigung mit dem Metalldetektor losspazieren und die Beute einsacken (wenn auch nur einen Teil davon) ist strafbar. Schon das Sondeln ist eine Ordnungswidrigkeit (länderspezifisch) - selbst wenn du ALLES abgibst hast du trotzdem Funde aus ihrem Kontext herausgerissen, so dass die archäologische Information für immer verloren ist. Das ist keine Archäologie, sondern ein Tritt in den Hintern der Wissenschaft.

    Wenn du wirklich Archäologe werden willst, wie du bereits anderswo erwähnt hat, dann vergiss den Sch*** mit dem Metalldetektor. Wer wegen Raubgräberei vorbetraft ist kriegt garantiert nirgendswo eine Stelle als Archäologe, das garantiere ich dir.

    Archäologie ist viel mehr als nur irgendwelche Schätze aufspüren à la Indiana Jones!
  • cartercarter User
    bearbeitet October 2006 #3
    Hallo!

    Danke für die Information. Unter diesen Umständen werde ich es natürlich bleiben lassen.
    (Schließlich ist die Archäologie mein Lebenselixier, und nicht nur das Graben...)
    Ich warte einfach, bis ich mich gut genug auskenne, und meine Wunschtätigkeit für mich legal ist. Egal, dann bereite ich mich solange noch mit meinen Büchern drauf vor.

    Nochmals DANKE an beide, sonst hätte ich mich gleich erhängen können;-)
  • Ich bin ganz ehrlich der Meinung, dass wenn jemand ohnehin Archäologie studieren will, dass derjenige die ganze Methodik dann zusammen und im sinnvollen Kontext lernen kann.

    Wenn es nicht nur um "Beute" sondern wirklich um die Archäologie gehen soll, dann ist es doch viel interessanter wenn man selbst weiß, was man da hat, wie man das ganze vernünftig dokumentiert usw. usw. Die wenigen die ich kenne, die mit den Ämtern zusammenarbeiten und eine Genehmigung für's Sondeln haben, haben das, weil sie jahrelange Erfahrung in Heimatvereine usw. haben - dafür reichen ein Paar Kurse m.E. nicht aus. Wer vor dem Studium was über Archäologie lernen will, dem würde ich eher empfehlen an einer Lehrgrabung teilzunehmen. Da ist man hautnah dran UND lernt dabei was man da eigentlich macht. Metalldetektion ist eigentlich nur eine Prospektionsmethode unter vielen, und vor allem deshalb so beliebt bei manchen weil man damit eben OHNE archäologische Kenntnisse schnell und ohne großen Aufwand "Beute" machen kann. Und deshalb halte ich es für ein wenig geeignetes Mittel in die Archäologie reinzuschnuppern. Man braucht nur ein Blick bei Ebay reinzuwerfen um zu sehen, wieviele Leute nur Sonden um sich daran zu bereichern.
  • Hallo Carter.

    Irgendwie werde ich beim lesen deiner Artikel das Gefühl nicht los, dass du Archäologie ausschließlich mit ausgraben und entdecken identifizierst.
    Das ist eine vollkommen falsche Vorstellung die du da hast.
    Praktisch gesehen, ist das ausgraben noch der geringste Zeitaufwand, den man als Archäologe betreibt.
    Beide Komentatoren hier haben das wichtigste Wort schon angeprochen:
    KONTEXT!!!!
    Du gräbst nicht wegen den Dingen, weil du sie haben willst, sondern weil du den Kontext begreifen möchtest!!!
    Gegraben wird meist nur in den Sommermonaten und alles andere ist dann Auswertung und Planung fürs kommende Jahr.
    Mach dir also bitte nichts vor.
    Es ist wirklich nicht so, wie man es in den Filmen darstellt. Egal ob das nin Indi ist, oder Relic Hunter oder, oder, oder....
    Verhält man sich so, zerstört man evt. unwiederbringliche Beweise. Wenn du graben willst, dann trag dich bei einer Ausgrabung als freiwilliger Helfer ein. Da kannst du dann graben und finden und den Rest machen dann die, die das auch interessiert.
    Gruß
    Annine
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