speerspitze 2200 Jahre alt

Brauche dringend euere Hilfe, damit nicht einen Fehler mache..
Bein Brunnenbau wurde in 6 m Tiefe eine Speerspitze aus Eisen gefunden, sehr gut erhalten, da sie in Lehm lag. HAbe sie im Museum in Kärnten abgegeben und anhand von Untersuchungen, wurde sie auf 2200 Jahre geschätzt. Jetzt will mir das Museum das Stück für rund 100 Euro abkaufen. Bin mir nicht sicher, was ich machen soll...

Kommentare

  • Hallo,
    zunächst Glückwunsch zum Fund! Du solltest den Fund m. E. an das Museum verkaufen: zum einen erscheint mir das Angebot sehr fair, zum anderen müssen Eisenfunde aufwendig konserviert, unter besonderem Klima gelagert und regelmäßig kontrolliert werden, um einen späteren Zerfall zu verhindern. Für die private Vitrine sind daher gerade Eisenfunde nicht geeignet. Und für die Wissenschaft ist das Stück ohnehin am besten im Museum aufgehoben. Sicher wird man Dir vom Museum gerne eine Zeichnung des Stückes und ein professionelles Foto zur Verfügung stellen, dann hast Du zusammen mit der Fundbeschreibung eine schöne Dokumentation des Fundes zur Erinnerung.
  • Vielen Dank, du warst mir eine große Hilfe!
    Hätte nicht geglaubt, daß mir jemand antworten würde..
    Kennst du dich denn auch damit aus:
    Was ist, wenn ich bei meinem Fund in den 6m Tiefe auch noch etwas anderes gefunden hätte, wie zb eine Art Holzwand. Würde mir das Museum meinen Grund umgraben?
    Und wenn ich dagegen wäre, könnten die mich enteignen, wenn der Fund wichtig wäre?
    Nochmals danke, ganz lieb...
  • Ach du liebe Güte die große Angst vor den Archäologen.
    Erstmal kann man sich ja beim Landesdenkmalamt informieren. Das Problem ist, das normalerweise solche Bodeneingriffe ja nicht ohne Genehmigung durchgeführt werden dürfen, oder? Das ist wahrscheinlich von Bundesland zu Bundesland verschieden und wie das in Österreich ist weis ich gar nicht.
    Aber eine Holzwand in 6m Tiefe das hört sich nach einer Sensatsion an, denn das Holz lässt sich auf das Jahr genau datieren womit sie der Wissenschaft einen großen Dienst erweisen würden.
    Ich möchte sie nicht beunruhigen, aber ist das Terrain archäologisch von Bedeutung, also war es das vorher schon dann ist der Brunnenbau ohne Genehmigung natürlich ein kleines Problem. Hatte man davon aber bisher keine Ahnung dann haben sie quasi einen Schatz gefunden, immerhin gehört alles was man in so einer Tiefe findet ihnen und wer weis was da noch raus kommt.
    Ansonsten lassen die Archäologen immer mit sich reden und versuchen ihnen keinen Schaden zuzufügen. Im Allgemeinen hat kein Bauherr gerne Archäologen auf seinem Grund doch mich würde es für mein Kollegen freuen wenn sie sich von dem Schatzfieber anstecken lassen und dem Landesdenkmalamt behilflich sind und den Fund melden.
    Denken sie daran Holzfunde sind eine absolute Rarität für Archäologen wertvoller als Gold. Vielleicht ist es auch gar nichts, also erst mal nachschauen lassen.
    Viele Grüße aus Hessen :-):-)
  • Hallo,
    bei den österreichischen Denkmalbestimmungen kenne ich mich nicht aus, aber allgemein sind die Archäologen wesentlich unproblematischer als der Bauherr denkt. Normalerweise findet sich immer eine einvernehmliche Lösung, und dass das Gelände auf 6 m Tiefe abgegraben und untersucht wird, braucht schon aus Kostengründen nicht befürchtet zu werden. Für die Wissenschaft ist der Fundzusammenhang mindestens genau so wichtig wie das Einzelstück. Daher: Wenn die Baugrube noch auf ist, bitte die Archäologen benachrichtigen damit sie die Fundsituation beurteilen können. Sollte schon alles wieder verfüllt sein (was sehr schade wäre) bitte alle Beobachtungen dem Denkmalamt/Museum mitteilen, evtl. gemachte Fotos und eventuelle weitere Fundstücke (auch unscheinbare) vorlegen. Dies betrifft insbesondere Holz, das (wie im vorstehenden Beitrag schon ausgeführt wurde) nicht zuletzt auch für die Datierung wichtig ist. Obwohl Ferndiagnosen immer etwas problematisch sind, würde ich es für relativ naheliegend halten, dass die von Dir angedeutete Holzwand der Rest einer alten (entsprechend der Funddatierung eisenzeitlichen) Brunnenkonstruktion (Kastenbrunnen) ist - dies würde auch erklären, warum Dein Fund aus der sonst mehr als ungewöhnlichen Tiefe von 6 m stammt.
  • Oh je, das ist ja totales Neuland, aber irrsinnig interessant.:-O
    Der Brunnen ist schon wieder zu, und es wird auch gerade noch eine Betondecke darübergezogen... :-O
    Habe ja vorher nicht gewußt, das das so wichtig sein könnte, obwohl ich schon gerne
    näheres wissen möchte, wer auf dem Grund meines Vaters einmal gelebt hat..
    Habe zwecks schlechtem Gewissen mit dem Museum ausgemacht, daß bei nächsten
    Bauvorhaben die Archäologen verständigt werden, um zuerst "graben" zu können.
    Aber vielen vielen Dank, daß ihr euch alle so bemüht habt, mir das alles zu erklären.
    Vielleicht steigt ja jetzt auch bei mir das "Grabefieber"!
    Alles Liebe nach Deutschland, Birgit:-*>
  • ;-)

    Servus,

    hätte auch gerne einen Brunnen in 106 m Tiefe gefunden.

    Grüsse
  • Du bist lustig![unsure]
  • Hallo Birgit,

    lkann leider wegen eines Anbieterwechsels erst jetzt auf Deine E-Mail antworten (4 Wochen ohne Telefon und anderen Kontakt zr Außenwelt).

    Leider kann ich Dir auch nicht groß weiterhelfen, da ich auch mich nicht in der österreichischen Denkmalgesetzgebung auskenne.

    Mein Tip: Nimm mal mit Anextlomarus Kontakt auf. Hinter dem Decknamen verbirgt sich Dr. Raimund Karl, Österreicher und jetzt Professor für Archäologie und Geschichte in Tommyland.
    ER müßte Dir eigentlich weiterhelfen können (zumindest müßte er eine Kontaktadresse kennen).

    E-Mail: raimund.karl@univie.ac.at

    Sorry!
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